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15.04.2026 | (rsn) – Rund zwei Wochen vor dem Start der 63. Ausgabe von Eschborn-Frankfurt (1.UWT) haben die Organisatoren die vorläufige Startliste präsentiert. Beim hessischen Frühjahrsklassiker werden am 1. Mai insgesamt 21 Teams an den Start gehen, 16 davon aus der WorldTour, der obersten Liga des Radsports. Ihr automatisches Startrecht wahr nehmen die drei besten Zweitdivisionäre Cofidis, Pinarello – Q36.5 sowie Tudor. Wildcards erhielten die Unibet - Rose Rockets und das Team TotalEnergies.
Bereits im Dezember hatte der Rennveranstalter ASO Germany bei der Streckenpräsentation eine stark veränderte Taunus-Passage vorgestellt, die vor allem den Sprintern das Leben schwerer machen soll. “Über 3.300 Höhenmeter und neue Schlüsselpassagen machen den deutschen UCI-WorldTour-Klassiker so anspruchsvoll wie seit Jahren nicht“, hieß es nun in der Pressemitteilung.
Die 211,4 Kilometer von Eschborn - Frankfurt führen in diesem Jahr unter anderem über den neu ins Programm genommenen Burgweg in Schmitten-Niederreifenberg, zwei Feldberg-Auffahrten über die selektivere Südwestseite sowie und dreimal über den Mammolshainer Stichs, wobei die jeweiligen Auffahrten neu positioniert sind. All das soll zu einer früheren Selektion und schließlich zur Ankunft einer deutlich kleineren Gruppe als in den Vorjahren führen.
“Der Radklassiker war bereits hart, jetzt erhöht die Strecke den Anspruch noch einmal deutlich. Wir sehen das auch an der Zusammenstellung der Teams: Es werden weniger Sprinter nominiert, dafür mehr bergfeste Klassikerfahrer“, sagte Fabian Wegmann, Sportlicher Leiter und zweimaliger Sieger von Eschborn–Frankfurt, auf der Pressekonferenz in Oberursel.
Diese Aussage bestätigen bei einem Blick auf die Startliste Namen wie Nils Politt und Brandon McNulty (beide UAE Team Emirates – XRG), Julian Alaphilippe und Marc Hirschi (beide Tudor), Pello Bilbao (Bahrain Victorious), Max Schachmann (Soudal - Quick-Step) Alex Aranburu (Cofidis), Sören Kragh Andersen (Lidl – Trek), Gewinner der Ausgabe von 2023, oder auch der des Vorjahreszweiten Magnus Cort Nielsen (Uno-X Mobility), der sich damals Michael Matthews (Jayco – AlUla) geschlagen geben musste.
Der Australier, der sich bei einem Trainingssturz Anfang März beide Handgelenke gebrochen hatte, scheint sich von seinen Verletzungen erholt zu haben und soll am 1. Mai ebenfalls in Eschborn am Start stehen, auch wenn die Organisatoren das noch nicht offiziell bestätigten.
Während die kletterstarken Klassikerspezialisten sich über die weitere Streckenverschärfung freuen dürften, werden Sprinter wie John Degenkolb (Picnic - PostNL), Pascal Ackermann (Jayco - AlUla) oder Matthew Brennan (Visma - Lease a Bike) eher mit Skepsis auf das Profil schauen. Vor allem der mittlerweile 37-jährige Lokalmatador Degenkolb dürfte seine Chancen auf einen zweiten Heimspielsieg nach 2011 schwinden sehen.
Aus dem Kreis der heimischen Profis werden nach jetzigem Stand auch noch Lennard Kämna (Lidl - Trek), Felix Engelhardt (Jayco - AlUla) sowie der Deutsche Meister Georg Zimmermann (Lotto - Intermarché) und dessen Teamkollege Jonas Rutsch dabei sein.
Das Streckenprofil von Eschborn-Frankfurt 2026 | Foto: Veranstalter