Die Favoriten für den 90. Flèche Wallonne

Erster Klassiker-Sieg? Seixas führt Franzosen-Phalanx in Huy an

Von Felix Mattis

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Paul Seixas (Decathlon - CMA CGM) auf dem Weg zu Platz zwei bei Strade Bianche Anfang März. | Foto: Cor Vos

21.04.2026  |  (rsn) – Am kommenden Sonntag bei Lüttich-Bastogne-Lüttich (1.UWT) wird sich Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) mit Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) und Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) messen. Am Mittwoch beim Flèche Wallonne (1.UWT) aber trifft der Franzose nicht auf die beiden Superstars aus Slowenien und Belgien. Holt das 19-jährige 'Wunderkind' der Grande Nation daher bei der 90. Auflage des Wallonischen Pfeils seinen ersten großen Klassikersieg?

Seixas, um den sich die französische Hypewelle in den vergangenen Wochen immer weiter aufgetürmt hat und den sich ganz Radsport-Frankreich – inklusive Tour-Boss Christian Prudhomme – im Juli bei der Tour de France wünscht, führt in Belgien die Favoritenliste für den Flèche an.

'Der Auserwählte', der sein Heimatland in den kommenden Jahren endlich erlösen und zum ersten französischen Tour-de-France-Sieger seit Bernard Hinault 1985 werden soll, hat mit seinem überlegenen Triumph bei der Baskenland-Rundfahrt vor knapp zwei Wochen bewiesen, dass er in Top-Form ist und auch die Spritzigkeit für die berüchtigte 'Mur de Huy' – hier geht's zur Strecke – hat.

Am Mittwoch nun führt er eine regelrechte Phalanx von Landsmännern an. Mindestens fünf echte Favoriten auf den Sieg oder das Podium kommen aus Frankreich. Zum erweiterten Kandidatenkreis für die Top 10 sollte man noch weit mehr Franzosen zählen.

Seixas, Vauquelin, Martinez, Gregoire, Cosnefroy, Alaphilippe...

Kévin Vauquelin (Ineos Grenadiers), Lenny Martinez (Bahrain Victorious), Romain Gregoire (Groupama – FDJ United) und der Amstel-Dritte Benoit Cosnefroy (UAE – Emirates – XRG) könnten an der Mur de Huy wie Seixas wohl alle ebenfalls triumphieren. Und auch Julian Alaphilippe (Tudor), Valentin Paret-Peintre (Soudal – Quick-Step), den Französischen Meister Dorian Godon (Ineos Grenadiers) sowie nach ihren Auftritten vom Sonntag in Limburg auch Ewen Costiou (Groupama – FDJ United), Alex Baudin (EF Education – EasyPost) oder Clément Champoussin (XDS – Astana) darf man nicht unterschätzen.

Mehr als zehn Franzosen mit Chancen auf eine Spitzenplatzierung - man könnte fast meinen, die Französischen Meisterschaften 2026 wären um zwei Monate vorgezogen und ins belgische Nachbarland verlegt worden.

Skjelmose, Johannessen und Scaroni die größten Gegner?

Allerdings treffen Seixas und seine Landsmänner auch in Abwesenheit von Pogacar, Evenepoel oder Tom Pidcock (Pinarello – Q36.5) auf einige internationale Gegner, die das blau-weiß-rote Radsportfest stören wollen. Allen voran der Amstel-Zweite Mattias Skjelmose (Lidl – Trek) und der Norweger Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility) sowie der Italiener Christian Scaroni (XDS – Astana) dürften an der Mur in ihrem Element sein und Siegchancen haben.

Dazu kommen die Schweizer Mauro Schmid (Jayco – AlUla) und Marc Hirschi (Tudor), der hier vor sechs Jahren schon gewann, am Sonntag beim Amstel Gold Race aber stürzte, sowie die belgischen Lokalmatadore Quinten Hermans (Pinarello – Q36.5), Lennert Van Eetvelt (Lotto – Intermarché), Mauri Vansevenant (Soudal – Quick-Step), Cian Uijtdebroeks (Movistar) und Tim Wellens (UAE – Emirates – XRG) nach dessen Schlüsselbeinbruch von Anfang März. Die Liste der Männer mit Potential für die steile Mauer von Huy ist lang und könnte beim Blick auf die Startliste durchaus noch weiter fortgesetzt werden.

Doch letztendlich sprechen vor dem Flèche trotzdem alle nur von einem 19-Jährigen: Paul Seixas steht vor einer wahren Bewährungsprobe.

Ob er sie bestehen wird, können Sie im Live-Ticker verfolgen.

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