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23.04.2026 | (rsn) – Was bei der Tour of the Alps (2.Pro) als Königsetappe mit fast 4.000 Höhenmetern angekündigt wurde, endete für die Klassementfahrer als Rohrkrepierer. Die zwei Berge der 1. Kategorie lagen im ersten Teil des Abschnitts, der zweite war deutlich einfacher, obwohl auch er mit einigen giftigen Steigungen versehen war. Hinter drei Ausreißern kamen aber 21 Verfolger zeitgleich ins Ziel, zwölf weitere verloren neun Sekunden. Von den Favoriten gehörte keiner dazu.
So kann man von einem Erfolg für Red Bull – Bora – hansgrohe sprechen, denn Leader Giulio Pellizzari ist wieder einen Tag näher am Gesamtsieg. Dementsprechend zufrieden war der Italiener auch bei der Pressekonferenz nach der Etappe, die er auf Rang 21 beendet hatte. “Zu Beginn gab es sehr viele Attacken gab. Wir haben das Rennen am Bordala-Berg kontrolliert und ich bin stolz auf meine Teamkollegen“, blickte er auf den ersten Anstieg des Tages zurück.
Es entstand eine Ausreißergruppe mit Sean Quinn (EF Education – EasyPost), der im Klassement weniger als zwei Minuten zurücklag. Dementsprechend mussten die Helfer Max Bock, Emil Herzog, Giovanni Aleotti und Ben Zwiehoff ran. Gerade der ehemalige Mountainbiker spulte an der Spitze des Pelotons zahlreiche Kilometer runter und wurde erst im Finale von Fahrern des Zweitdivisionärs Pinarello – Q36.5 unterstützt.
Deren Kapitän Tom Pidcock hatte am Vortag gewonnen und probierte es knapp zehn Kilometer vor dem Ziel an einem Anstieg mit einer Attacke. “Als Pidcock es im Finale versucht hat, fühlte ich mich gut und entschied mich zum Gegenangriff“, kommentierte der Mann in Grün die Szene.
Doch bei der lagen Freud und Leid für seine Mannschaft dicht zusammen, denn während Aleksandr Vlasov für die Bullen vier Sekunden holte und in der Gesamtwertung an Mattia Gaffuri (Picnic – PostNL) vorbei auf Rang vier zog, gewann Egan Bernal (Ineos Grenadiers) als Dritter am Bonussprint derer zwei. Damit liegt er gleichauf mit seinem Teamkollegen Thymen Arensman vier Sekunden hinter Pellizzari und zwei vor Vlasov. Eine spannende Ausgangslage vor der Schlussetappe.
“Morgen wird es mit Sicherheit vom Start weg ein Kampf werden, weil alle versuchen werden, die letzten Kräfte einzusetzen“, sagte Pellizzari voraus. Den Kampf um die Bonussekunden will er nach einer letzten, zehn Kilometer langen Abfahrt, in Bozen lieber vermeiden: “Wenn die Fluchtgruppe durchkommt, bin ich natürlich zufrieden, aber ich glaube nicht, dass das Rennen über Bonussekunden entschieden werden wird“, so der 22-Jährige, der eine deutliche Selektion am letzten Anstieg der Rundfahrt erwartet.
Auf die hoffte auch Lennart Jasch (Tudor), der als Etappensieger ebenfalls am Tisch saß. “Auch wenn du mir sympathisch bist, Giulio, glaube ich nicht, dass du der Sieger sein wirst“, lachte der Deutsche. Dessen Teamkollegen Mathys Rondel und Michael Storer lauern mit 19 beziehungsweise 29 Sekunden Rückstand in der Gesamtwertung.
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