Red-Bull-Profi machtlos gegen den Weltmeister

Fisher-Black: “Tadej war 10km/h schneller auf der anderen Seite“

Von Matthias Seng

Foto zu dem Text "Fisher-Black: “Tadej war 10km/h schneller auf der anderen Seite“"
Finn Fisher-Black (Red Bull – Bora – hansgrohe, re.) im zielsprint der 3. Romandie-Etappe. | Foto: Cor Vos

01.05.2026  |  (rsn) – Nachdem Florian Lipowitz auf der 1. Etappe zweiter geworden war, fuhr Red Bull – Bora – hansgrohe auf dem dritten Teilstück der Tour de Romandie (2.Pro) für Finn Fisher-Black. Für den Neuseeländischen Zeitfahrmeister wollte das Team das Feld im Finale so weit wie möglich dezimieren und dabei am letzten Anstieg des Tages “wollten wir alle gefährlichen schnellen Leute loswerden“, wie Fisher-Black später gegenüber Eurosport erklärte.

Zunächst schraubte Primoz Roglic das Tempo hoch und sorgte damit für eine Selektion des Feldes. Auch Prologgewinner Dorian Godon (Ineos Grenadiers), als Favorit auf den Tagessieg gehandelt, hatte zu kämpfen, ließ sich letztlich aber nicht abschütteln. Über der Kuppe versuchte es dann Florian Lipowitz, doch auch der Versuch des Gesamtzweiten blieb erfolglos.

Immerhin sprinteten nach schweren 173,1 Kilometern in Vucherens dann nur noch gut 30 Fahrer um den Etappensieg. Pech für Fisher-Black: Godon und natürlich auch Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) waren mit dabei. Der 24-Jährige hielt sich im Finale an den vor dem Start ausgegebenen Plan und schnappte sich das Hinterrad des Französischen Meisters.

“Godon war der Mann, dem ich folgen sollte. Ich wusste gar nicht, dass er noch dabei ist, denn ich hatte gehört, dass er am Anstieg zurückgefallen war. Als er 500 Meter vor dem Ziel an mir vorbeikam, schien mir das ein gutes Hinterrad und ich bin ihm gefolgt“, schilderte er das Finale, in dem Fisher-Black aber die Rechnung ohne den Mann im Gelben Trikot gemacht hatte.

“Als ich losgesprintet bin, habe ich probiert links von Godon zu fahren und so windgeschützt zu sein. Aber Tadej kam 10km/h schneller auf der anderen Seite vorbei. Vielleicht war die rechte Seite doch besser“, sagte er lachend, um ein gemischtes Fazit vom Etappenausgang zu ziehen. “Ich habe es im Sprint probiert, aber es war ziemlich schwer, Tadej und Godon zu schlagen. Es ist enttäuschend, dass wir den Sieg nicht geholt haben, aber vorn dabei gewesen zu sein ist trotzdem schön“, kommentierte Fisher-Black sein – vom Neuseeländischen Meistertitel abgesehen – bisher bestes Saisonergebnis.

Auch ohne den erstrebten Etappensieg konnte Red Bull – Bora – hansgrohe mit dem Tag in der Romandie zufrieden sein. Lipowitz und der starke Neoprofi Luke Tuckwell kamen in der ersten Gruppe ins Ziel. Der Tour-de-France-Dritte von 2025 behauptete Rang zwei in der Gesamtwertung, auch wenn sein Rückstand gegenüber Pogacar um zehn auf nunmehr 17 Sekunden anwuchs. Zudem behauptete Red Bull – Bora – hansgrohe nach der ersten Hälfte der sechstätigen Rundfahrt durch die Westschweiz die Führung in der Teamwertung.

RADRENNEN HEUTE

    WorldTour

  • Tour de Romandie (2.UWT, SUI)
  • Eschborn - Frankfurt (1.UWT, GER)
  • Radrennen Männer

  • Le Tour de Bretagne Cycliste (2.2, FRA)
  • Grande Prémio Anicolor (2.1, POR)
  • GP Vorarlberg p/b Radhaus (1.2, AUT)
  • Tintrio - Omloop van het (1.2, BEL)
  • Tour of the Gila Men (2.2, USA)
  • Vuelta Bantrab (2.2, GUA)
  • Presidential Tour of Turkiye (2.Pro, TUR)