Form zu schlecht, Abmachung auf Eis

Kein Giro für Vorjahres-Lichtblick van Poppel

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Danny van Poppel fährt nicht zum Giro d´Italia. | Foto: Cor Vos

03.05.2026  |  (rsn) – Im vergangenen Jahr war Danny van Poppel einer der Lichtblicke im Team von Red Bull – Bora – hansgrohe. In einer Saison, die beim deutschen Team nicht nach Maß lief, steuerte der Niederländer vier Siege bei – kein Profi im Team hatte mehr. Dabei war er in erster Linie als Anfahrer unterwegs. Als Lohn dafür sollte der 32-Jährige 2026 nach vielen Jahren als Helfer wieder auf eigene Kappe fahren dürfen – auch beim Giro d`Italia. Es sollte sein Saisonhöhepunkt werden. Doch diese Vereinbarung aus dem Winter ist hinfällig. Wie van Poppel am Eschborn-Wochenende zu In de Leiderstrui sagte, wird er in Italien nicht am Start stehen.

Der Grund: akute Formschwäche. Van Poppel war bei der Tour Down Under zwar noch mit einem vierten Platz auf der 1. Etappe ins Jahr gestartet, brachte danach aber kein Top-10-Ergebnis mehr zu Stande. Deswegen könne er die Entscheidung des Teams nachvollziehen, sagte er dem Medium aus seiner Heimat. Van Poppel hatte gehofft, seinen größten Erfolg des Vorjahres bei einer Grand Tour vorzeigen zu können. Das niederländische Meistertrikot, dass er sich im Juni ersprintet hatte.

Genau wie dieser Sieg, bei dem er sich gegen Olav Kooij und Dylan Groenewegen durchgesetzt hatte, zählte sein Solo zum Saisonabschluss bei der Tour of Holland zu den Erfolgen, die bei Red Bull als Musterbeispiel für “attractive racing“ stehen. Doch dafür fehlen van Poppel in diesem Jahr die Beine.

Gut möglich, dass in die Entscheidung, den Niederländer zu Hause zu lassen, auch die Formstärke eines anderen Profis eine Rolle spielt. Giulio Pellizzari hat bei der Tour of the Alps geglänzt und sich spätestens nach den Absagen von Joao Almeida (UAE – Emirates – XRG), Richard Carapaz (EF Education – EasyPost) und Mikel Landa (Soudal – Quick-Step) zum Herausforderer Nummer ein von Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) gemausert. Dem Kampf um Rosa wird höchste Priorität eingeräumt, van Poppel wäre also ohnehin mehr oder weniger auf sich selbst gestellt gewesen.

Den freien Platz wird nun ein weiterer Helfer einnehmen. Nach Informationen von In de Leiderstrui könnte es Mich van Dijke sein, der nachrückt und sich mit Gianni Moscon die Arbeit im Flachen teilt. Für den Berg stehen Jai Hindley als zweite Klassement-Option, Aleksandr Vlasov, Ben Zwiehoff, Luke Tuckwell und Giovanni Aleotti in den Startlöchern.

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