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09.05.2026 | (rsn) - Zeitgleich mit dem Start des Giro d’Italia ist Moritz Kretschy ins NSN-Profiteam aufgestiegen. Wie das WorldTour-Team mit Schweizer Lizenz berichtete, habe man sich mit dem 23-jährigen Deutschen auf einen Vertrag bis Ende 2028 geeinigt. Bisher fuhr Kretschy für das NSN-Development-Team und gewann in dessen Trikot Anfang März die Tour du Rwanda (2.1).
“Ursprünglich war geplant, dass Moritz uns im Jahr 2027 verstärkt; doch seine starken Leistungen in dieser Saison – vor allem der Sieg bei der Tour du Rwanda – sowie die Chance, seine Entwicklung in einem WorldTeam voranzutreiben, machten es zu einer leichten Entscheidung, ihn mit sofortiger Wirkung unter Vertrag zu nehmen“, wurde Teammanager Kjell Carlström in einer Pressemitteilung zitiert.“
“Ich bin so froh, dass ich schon so früh in der Saison den nächsten Schritt machen kann“, kommentierte der Deutsche U23-Meister von 2023 die Vertragsunterschrift. “Diese Saison ist mit fast noch sechs Monaten voller Rennen noch lang; deshalb freue ich mich riesig darauf, bei größeren Rennen als Profi an den Start zu gehen.“
Sein offizielles Profidebüt wird Kretschy bereits am heutigen Samstag in Frankreich beim stark besetzten Grand Prix du Morbihan (1.Pro) geben, wo auf einem hügeligen Rundkurs um Plumelec herum 190 Kilometer zurückgelegt werden müssen. In der Bretagne wird er als einziger deutscher Fahrer am Start stehen
Die Entscheidung seines Teams, ihn mitten in der Saison zu den Profis hochzuziehen, dürfte aber auch mit der Verletztenliste zu tun haben, die NSN zu beklagen hat. Derzeit sind unter anderem Stephen Williams (Knieverletzung), Odet Kogut (Schlüsselbein- und Hüftbruch) und Guillaume Bovin (Schulterblattfraktur) nicht einsatzfähig. Zudem hatte der Australier Simon Clarke wie geplant nach dem Saisonauftakt in seiner Heimat seinen Rücktritt vollzogen, wodurch ein Platz im 30-köpfigen Profikader frei geworden war.
Kretschy, der 2024 zum NSN-Vorgänger Israel – Premier Tech Academy gewechselt war, bestritt in dieser Saison bereits ein Rennen mit dem Profiteam: Beim Pfeil von Brabant (1.Pro) belegte er den 80. Platz.