Die Stimmen zur 9. Etappe des Giro d’Italia

Gall: “Ich habe versucht, ihn mehr oder weniger zu ignorieren“

Von Kevin Kempf

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Felix Gall (Decathlon - CMA CGM) attackierte, Jonas Vingegaard (Visma - Lease a Bike) ging mit. | Foto: Cor Vos

17.05.2026  |  (rsn) – Bis 1,8 Kilometer vor dem Ziel hielt Ausreißer Giulio Ciccone (Lidl – Trek) auf der 9. Etappe des Giro d‘Italia durch, dann wurde er von Felix Gall (Decathlon – CMA CGM) und Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) überholt. Der Däne übernahm die Führung nicht, griff aber kurz nach dem Teufelslappen an. Der Österreicher konnte nicht mitgehen und so gewann Vingegaard seine zweite Etappe. Gall handelte sich 12 Sekunden Rückstand ein, Davide Piganzoli (Visma – Lease a Bike) sprintete als Dritter noch an Thymen Arensman (Netcompany – Ineos) vorbei.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 9. Etappe des Giro d’Italia:

Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike / Sieger / Ziel-Interview): “Wir wollten heute nicht auf die Etappe fahren, haben aber früh gemerkt, dass Decathlon das geplant hatte. Es ist immer schön, zu gewinnen. Ich bin superhappy und meine Teamkollegen haben einen tollen Job gemacht. Als der Etappensieg doch in Reichweite war, haben wir im Schlussanstieg entschieden, es doch zu probieren.“

Felix Gall (Decathlon – CMA CGM / Zweiter / Eurosport): “Jonas hat nicht unbedingt den Zwang dazu, mitzuführen. Ich habe versucht, ihn mehr oder weniger zu ignorieren, obwohl ich natürlich gehofft habe, dass er mitführt. Ich habe dann allerdings alleine fahren müssen. Ich bin aber auf jeden Fall zufrieden mit dem Rennen, freue mich morgen auf den Ruhetag, denn ich habe doch schon etwas Müdigkeit im Körper.“

Davide Piganzoli (Visma – Lease a Bike / Dritter / Eurosport): “Ich fühle mich schon einige Tage sehr gut. Wir hatten den Plan heute Morgen, nicht auf den Etappensieg zu gehen, aber am Ende waren wir in einer sehr guten Position, weil der Abstand zur Ausreißergruppe sehr klein war. Wir haben versucht, ein hartes Tempo im finalen Anstieg anzuschlagen. Sepp (Kuss) hat eine super Arbeit für Jonas gemacht. Als Sepp fertig war, hat Felix Gall attackiert und Jonas ist ihm gefolgt. Ich habe dann versucht, dranzubleiben, falls Jonas irgendein technisches Problem haben sollte, weil kein Auto in der Nähe war. Ich bin ein tolles Rennen gefahren und bin sehr glücklich darüber.“

Giulio Ciccone (Lidl - Trek / 11. / Eurosport): “Heute wollte Decathlon mich vom Start weg nicht in der Gruppe haben. Ich habe es oft versucht. Als die Gruppe weg war, fuhren wir im Feld ein ziemlich normales Tempo. Ich hatte nichts zu verlieren, also habe ich an einem kleinen Anstieg den Sprung versucht, da die Gruppe nicht so weit weg war. Das hat mich eine Menge Kraft gekostet, aber ich fühlte mich im Schlussanstieg trotzdem gut. Die Lücke war aber nicht groß genug. Die Anstrengungen davor spürte ich auch noch in den Beinen. Eine der nächsten Etappen, wenn wir am Anfang einen Berg haben, liegt mir viel besser. Dann wird es schwerer für die anderen zu kontrollieren.“

Afonso Eulalio (Bahrain Victorious / Fünfter / CyclingPro.net): “Jonas ist Jonas. Gegen ihn können wir nicht so viel ausrichten. Dahinter habe ich aber alles gegeben. Ich habe den gesamten Anstieg versucht, so gut wie möglich meine Kräfte zu sparen. Erst im letzten Teil bin ich all-in gegangen. Es ist unglaublich, dass ich in den Top Fünf ankomme.“

Mathys Rondel (Tudor / Siebter / Eurosport): “Nach dem Blockhaus hätte ich gedacht, dass ich heute besser sein kann. Ich bin dort Sechster geworden. Heute wollte ich vielleicht etwas zu viel, am Ende hatte ich sehr zu kämpfen. Es ist großartig aber in dieser Position zu sein, auch wenn noch ein weiter Weg vor mir liegt. Die letzte Woche wird sehr wichtig. Wir werden sehen, wer zuerst einbricht und ich werde von Tag zu Tag sehen, was passiert.“

Toon Aerts (Lotto - Intermarché / 52. / Sporza): “‘Mitgehen‘ durfte man heute bei mir buchstäblich sehen. Ich habe nicht viel Arbeit verrichtet, um später für die Mannschaft die taktisch richtigen Dinge machen zu können. Das müssen die anderen in der Spitzengruppe verstehen. Wir fahren hier als Mannschaft und bergauf war ich sowieso chancenlos. Sie haben sehr viel geflucht. Hoffentlich nehmen sie mir das nicht übel, denn ich fahre mit den besten Absichten. Ich kann kein Italienisch, aber sie haben mich beschimpft.“

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