Wheel Divas und LKT in Tschechien im Einsatz

Meder überzeugt bei schwerer Tour de Feminin als Fünfte

Von Judith Krahl

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Stephanie Meder am Berg vor der Gesamtsiegerin Ginia Calouri (Nexetis) und Mountainbike-Weltmeisterin Kate Courtney (USA). | Foto: Tour de Feminin/ Jakub Trmal

19.05.2026  |  (rsn) - Bei der zweiten tschechischen UCI-Rundfahrt des Jahres, der Tour de Feminin (2.2), konnte erneut Stephanie Meder (Wheel Divas) mit einer starken Gesamtplatzierung überzeugen. Im bergigen Terrain der Böhmischen Schweiz sicherte sich die kletterstarke Fahrerin den fünften Rang, nachdem ihr Team mit einem starken Mannschaftszeitfahren zu Rundfahrtbeginn in Krasna Lipa – ebenfalls der fünfte Platz - eine gute Ausgangslage für die 31-Jährige geschaffen hatte.

Trotz nicht vollständig vorhandener Mannschaftsstärke – beispielsweise fehlte Corinna Lechner - lief das Teamzeitfahren auf Straßenrädern wie auf Schienen für die Wheel Divas: "Wir waren aufgrund des parallel laufenden Bundesliga-Auftakts mit fünf Mädels am Start. Beim Mannschaftszeitfahren ist unsere Teamstrategie voll aufgegangen: Wir sind nur 34 Sekunden hinter dem ersten Team, Belgien, gewesen und konnten somit mit einer guten Gesamtplatzierung in den zweiten Tag starten", erläuterte Fenja Gerpott, die selbst als Fahrerin am Start stand.

Das zweite Teilstück, die Königsetappe der Rundfahrt mit über 2.300 Höhenmetern, versprach eine mögliche Vorentscheidung in der Gesamtwertung. "Dort haben wir super zusammengearbeitet und unsere Leaderin Romy Kasper hat Stephanie gut positioniert. Stephi ist mit einigen Fahrerinnen weg gewesen und leider in einer Abfahrt gestürzt. Sie ist dann schnell auf ein neues Rad und weiter", berichtete Gerpott gegenüber RSN, weshalb Meder dort 'nur' Fünfte wurde.

Sie kam zwei Minuten hinter der Etappen- und späteren Gesamtsiegerin Ginia Caluori (Nexetis) aus der Schweiz und 25 Sekunden hinter deren erstem Verfolgerinnentrio an. Da das größere Hauptfeld aber über fünf Minuten einbüßte, rückte Meder dank Bonussekunden auf den vierten Gesamtplatz vor.

Die erfahrene Romy Kasper (Mitte) hatte das Kommando über die Wheel Divas im Rennen. | Foto: Wheel Divas

Während die 3. Etappe für die Gesamtwertung unspektakulär war, da die neun Fahrerinnen umfassende Ausreißergruppe keine Gefahr darstellte, schmiedeten die Wheel Divas einen Plan für den letzten Tag. "Auf der letzten Etappe wollten wir versuchen noch einen Platz gut zu machen. Ddas ist leider nicht aufgegangen. Wir sind für Stephi auf die Sprintwertungen wegen der Bonussekunden gefahren, was auch geklappt hat. Am Ende war sie aber leider nicht gut genug positioniert", analysierte Gerpott.

Da auch die anderen Fahrerinnen fleißig Bonussekunden sammelten und Meder im auseinandergefallenen Feld in der zweiten Gruppe Zeit auf die anderen GC-Kandidatinnen verlor, rutschte sie noch auf den fünften Platz zurück. "Wir sind 'All-In' gegangen und manchmal muss man eben doch was einbüßen", fasste Gerpott die letzte Etappe zusammen. "Stark ist auch die Leistung von Inka Tulowitzki, die trotz Helferrolle auf den 19. Platz im Gesamtklassement kommt", betonte Gerpott abschließend.

Caoillin Littbarski-Gray führt LKT beim Mannschaftszeitfahren, welches ohne Zeitfahrrad absolviert werden musste, an. | Foto: Tour de Feminin/ Josef Vaishar

Am Start stand neben den Wheel Divas in Tschechien auch das LKT-Team. Und auch wenn für die Cottbuser Mannschaft ergebnistechnisch kein Top-Resultat zu verzeichnen ist, blickte Teamchef Steffen Blochwitz gegenüber RSN zufrieden auf die Rundfahrt zurück: "Vor allem mit der Einstellung der Mädels bei der Tour de Feminin bin ich sehr glücklich. Es gab keinen leichten Kilometer, gefühlt wurde das Rennnen nur im Unterlenker gefahren", erzählte er.

Dabei konnte besonders seine jüngste Sportlerin überzeugen: Die 18-jährige Caoilinn Littbarski-Gray schaffte es auf der Königsetappe auf den 26. Rang und beendete die Rundfahrt als 39. "Für mich die Bestätigung, dass die Entscheidung für die Tour de Feminin richtig war", resümierte Blochwitz hinsichtlich der parallel stattgefundenen Bundesliga-Rennen, die man dafür geopfert hatte.

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