Magenprobleme beim Giro ausgestanden

Rutsch: “Ich bin wieder auf dem aufsteigenden Ast“

Von Tom Mustroph aus Alessandria

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Jonas Rutsch (Lotto – Intermarché) auf der 12. Etappe des Giro d´Italia | Foto: Cor Vos

22.05.2026  |  (rsn) - Vor der 13. Etappe des Giro d’Italia ist Jonas Rutsch einer von nur noch vier Fahrern, die Lotto – Intermarché im Rennen hat. Nach dem Ausscheiden der beiden Kapitäne Arnaud De Lie und Lennert Van Eetvelt ergeben sich für das verbleibende Quartett allerdings Chancen, auf eigene Rechnung zu fahren. Das gelang dem Giro-Debütanten auf der gestrigen Etappe – und Ähnliches haben Rusch und sein Team auch heute wieder vor, wie der 28-Jährige vor dem Start in Alessandria RSN gegenüber ankündigte.

Es sind wenige Lotto-Fahrer übrig geblieben. Geht es heute wieder in die Fluchtgruppe?
Jonas Rutsch: “Ja, heute dasselbe Motto wie gestern. Wir machen das Beste aus jedem Tag. Wie das dann aussieht, kann man gar nicht so genau sagen. Man muss schauen, wie sich das Rennen entfaltet. Man kann mit großen Ambitionen starten, aber jetzt stehen noch vier Räder auf dem Dach und da muss man sich ein bisschen anpassen können.

Wie verändert sich die Dynamik jetzt, wo UAE selber in den Fluchtgruppe mitmischt?
Rutsch: “Die sind ja auch dezimiert und nicht mehr in Sachen Klassement unterwegs, sondern in Sachen Punktetrikot und ich denke, es gibt auch noch andere Leute außer den UAE-Fahrern, die treten können. Wie gesagt, es ist schwierig vorherzusagen, was jeweils an dem Tag passiert, auch heute gibt es wieder zig Optionen. Man muss sich die Strecke anschauen, muss schauen, was passieren kann, muss auch das Gesamtklassement, auch die Punktewertung im Auge haben. Dann ergibt sich am Ende ein Bild, und da muss man schauen, dass man immer auf der Höhe des Geschehens ist. Das haben wir mit meiner Counterattacke gestern ganz gut geschafft. Am Ende haben wir Toon (Aerts) in der Spitzengruppe gehabt, der gewinnt den Sprint des Feldes und wird Zweiter. Das muss man erst mal schaffen mit vier Leuten. Heute machen wir dasselbe und hoffen auf ein vielleicht noch besseres Ergebnis.“

Wie verliefen Ihre Giro-Tage bisher?
Rutsch: “Das war alles ein bisschen schwierig. Am Anfang in Bulgarien war es ganz gut, da hatten wir noch unsere Mannschaft komplett beisammen. Allerdings habe ich danach Magenprobleme bekommen und zu kämpfen gehabt. Ich bin jetzt aber wieder auf dem aufsteigenden Ast. Wir haben ja noch ein paar Giro-Tage übrig und die Beine sind nicht schlecht. Ich hoffe, dass es für mich dann auch noch mal um ein Resultat geht.“

Kamen die Magenprobleme von dem Virus, die einige Ihrer Fahrer mit hiergebracht hatten?
Rutsch: “Ich denke nicht. Ich denke, es war die 5. Etappe, auf der es so immens geregnet hat. Da kriegt man den ganzen Tag über alles ins Gesicht, was vom Hinterrad des Vordermanns da so hochspritzt. Ich war ja auch nicht der einzige im Feld mit Problemen gewesen. Es waren ja einige, die da zu kämpfen haben. Auch das gehört halt in gewisser Art und Weise zum Giro dazu.“

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