Mutiges Bisiaux-Solo nicht belohnt

Keine Geschenke für Pozzovivo: Kern Pharma feiert Doppelsieg bei Alpes-Maritimes

Von Sebastian Lindner

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Ibon Ruiz gewinnt die Classic Alpes-Maritimes | Foto: Cor Vos

03.06.2026  |  (rsn) - Für einen kurzen Moment sah es tatsächlich so aus, als könnte Domenico Pozzovivo (Solution Tech - NIPPO - Rali) im Alter von 43 Jahren tatsächlich noch seinen ersten Sieg in einem Eintagesrennen feiern, zum ersten Mal seit 2017 ein Rennen gewinnen. 600 Meter vor dem Ziel der Classic Alpes-Maritimes im Skigebiet Valberg war das. Gemeinsam mit den beiden Kern-Pharma-Fahrern Ibon Ruiz und Ivan Ramiro Sosa schloss er zu Léo Bisiaux (Decathlon – CMA CGM), der zum elf Kilometer langen Solo angesetzt hatte, aber dann doch noch abgefangen wurde. Und auch Pozzovivo hatte schließlich das Nachsehen.

Der Spanier Ruiz, der sich zuvor recht defensiv verhalten hatte, setzte im Moment der Einholung zum Kraftsprint an und riss die Lücke. Auch Teamkollege Sosa schüttelte der 27-Jährige damit ab und feierte seinen ersten Sieg als Profi. Sosa wurde Zweiter, Bisiaux Dritter. Für Pozzovivo blieb nur Rang vier.

Teil der fünfköpfigen Ausreißergruppe des 152 Kilometer langen Tages war auch Lennard Sternsdorff (Bike Aid). Ihnen wurde ein maximaler Vorsprung von dreieinhalb Minuten gewährt, der im Anstieg zum Col de la Couillole aber aufgebraucht war. Im knapp 16 Kilometer langen Anstieg erging es aber nicht nur den Ausreißern schlecht. Das von Decathlon angeschlagene Tempo siebte das Hauptfeld so weit aus, dass kaum mehr als 20 Fahrer oben ankamen. Attacken wurden bis dato nicht geritten.

Das Profil der Classic Alpes-Maritimes. | Foto: Veranstalter

Elf Kilometer vor dem Ziel, der Schlussanstieg war erreicht, attackierte Bisiaux. Etwas später machte sich Clément Berthet (Groupama – FDJ United) auf die Verfolgung. 4,5 Kilometer vor dem Ziel bekam der Franzose dann Gesellschaft von Pozzovivo, dem Kern-Pharma-Duo und Fausto Masnada (MBH Bank - CSB - Telecom Fort), während Bisiaux weiter mit rund einer halben Minute vor der Gruppe fuhr.

Als Sosa und Pozzovivo Berthet dann stehenließen, wurde die Differenz aber schnell kleiner. Als auch Ruiz wieder aufschloss, war der Spitzenreiter bereits in Sichtweite. Mit gutem Timing robbten sich die Verfolger wieder heran und beendeten den Traum von Bisiaux.

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