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03.06.2026 | (rsn) – Demi Vollering (FDJ United – Suez) hat die 5. Etappe des Giro d’Italia gewonnen. Im Sprint einer Vierergruppe, in der Anna van der Breggen (SD Worx – Protime) und Antonia Niedermaier (Canyon – SRAM) Zweite und Dritte wurden, hatte die 29-Jährige die besten Beine. Auf Rang vier landete Isabella Holmgren (Lidl – Trek). Mit 3400 Höhenmetern war auf dem 146 Kilometer langen Teilstück von Longarone nach Sante Stefano di Cadore der größte Höhenunterschied der gesamten Rundfahrt zu bewältigen.
Den ganzen Tag über Probleme hatten Elisa Longo Borghini (UAE – ADQ) und Marlen Reusser (Movistar), wenn es bergauf ging. Zumindest die Italierin als Fünfte mit 15 Sekunden Rückstand konnte den Schaden noch begrenzen, was aber vor allem dem geschuldet war, dass das Spitzenquartett im Kampf um den Tagessieg den einen oder anderen Stehversuch einbaute. Reusser kam als Siebente mit 53 Sekunden Rückstand ins Ziel.
In der Gesamtwertung bleibt van der Breggen an der Spitze und liegt nun genau eine Minute vor Vollering. Wie für die Tagessiegerin ging es auch einen Platz für Niedermaier nach oben. Sie ist mit 1:24 Minuten Rückstand nun Dritte. Holmgren machte sechs Plätze gut und ist neue Vierte vor Reusser und Longo Borghini.
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Trotz einiger Attacken blieb das Feld in der Anfangsphase der Etappe geschlossen. Als es dann aber langsam in die Steigung zum Passo Tre Croci (1. Kategorie) ging, kam ordentlich Bewegung ins Rennen. Eine gut 20-köpfige Spitzengruppe löste sich aus dem Hauptfeld. Mit dabei: Marion Bunel (Visma – Lease a Bike), Cecillie Uttrup Ludwig (Canyon – SRAM), Valentina Cavallar (SD Worx – Protime), Erica Magnaldi (UAE – ADQ), Kristen Faulkner (EF Education – Oatly), Amanda Spratt (Lidl – Trek), Mareille Meijer (Movistar), Mireia Benito (AG Insurance – Soudal) und die aus der Gruppe im Klassement bestplatzierte Lauren Dickson (DFJ United – Suez).
Das Profil der 5. Etappe des Giro d'Italia Women | Foto: RCS
Da die großen Teams allesamt vertreten waren, ging die Lücke schnell auf. An der Passhöhe, wo Caroline Andersson (Liv – AlUla – Jayco) die Bergwertung gewann, standen viereinhalb Minuten für die Ausreißerinnen zu Buche. Bei wechselhaften Bedingungen – zwischendurch wurde es auch immer wieder mal nass – verringerte das Feld den Abstand aber bis zur Rennhälfte aber wieder in den Bereich von etwas mehr als drei Minuten.
Auf dem Weg zum Passo di Sant'Antonio (1. Kategorie) schrumpfte nicht nur der Abstand weiter, weil hinten nun die Favoritinnen damit begannen, Druck zu machen. Bunel, Benito, Dickson, Lucinda Brand (Lidl – Trek) und Nadia Gontova (Liv – Jayco – AlUla) verblieben an der Spitze. Vier Kilometer bis zum Gipfel waren es dann noch, als Reusser attackierte. Vollering und Niedermaier schlossen die Lücke schnell, alle anderen hatten länger zu kämpfen.
Oben kamen die fünf Frauen, angeführt von Dickson, mit noch etwas mehr als anderthalb Minuten Vorsprung auf die Favoritengruppe an. Nach der Abfahrt war der Abstand nahezu aufgebraucht. Und als es dann hoch nach Costa (3. Kategorie) ging, war es um die Ausreißerinnen geschehen. 1, 8 Kilometer vor dem Gipfel machte Vollering mit Helferin Dickson dann nochmal richtig Druck. Niedermaier blieb locker am Rad, van der Breggen musste die Lücke erst wieder zufahren. Reusser bekam Probleme, Longo Borghini kämpfte einmal mehr. Oben fehlten der Vorjahressiegerin 19 Sekunden auf die Spitze, Reusser 40.
Dann musste selbiger Anstieg noch einmal bewältigt werden. Zunächst schloss in der Abfahrt jedoch Longo Borghini wieder auf, auch Reusser gelang das wieder. Derweil fuhr Monica Trinca Colonel (Liv – Jayco – AlUla) nach vorne und holte sich zwischenzeitlich einen Vorsprung von 40 Sekunden im flachen Übergangsstück heraus.
Als Vollering dann im Anstieg 20 Kilometer vor dem Ziel attackierte, war es um Trinca Colonel schnell geschehen. Niedermaier, van der Breggen und auch Isabella Holmgren (Lidl – Trek) konnten der Niederländerin problemlos folgen. Longo Borghini und Reusser fielen einmal mehr zurück.
Das Spitzenquartett kam mit 40 Sekunden auf die ersten Verfolgerinnen an die Bergwertung. Auch über die kurze Gegensteigung änderte sich daran wenig. Und so ging es in die rund zehn Kilometer lange finale Abfahrt. Dort hatte vor allem Holmgren Probleme, ihren Begleiterinnen zu folgen, schloss aber doch wieder auf.
1100 Meter vor dem Ziel versuchte sich Niedermaier mit einer Attacke, nachdem es zuvor Stehversuche gab. Die gab es auch danach, was im Zielsprint dann Vollering begünstigte, die so zum Etappensieg fuhr.
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