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18.06.2026 | (rsn) – Zwar war auch Lidl – Trek machtlos, als Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) gleich zum Auftakt der 78. Tour de Suisse (2.UWT) für klare Verhältnisse sorgte. Doch das deutsche Team brachte nach 144 Kilometern rund um Sondrio gleich zwei Fahrer in die Top 5.
Andrea Bagioli sicherte sich 2:29 Minuten hinter dem überragenden Pogacar in seiner Heimatstadt den dritten Platz, mit 4:02 Minuten Rückstand wurde Mathias Vacek aus der ersten Verfolgergruppe heraus Tagesfünfter und übernahm damit auch das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers der Schweiz-Rundfahrt.
“Ich bin sehr stolz. Es ist unglaublich, hier vor meinen Freunden und meiner Familie zu fahren. Ich kenne diese Straßen sehr gut, denn im Sommer trainiere ich hier immer. Ich wollte ein gutes Rennen fahren – und ich glaube, das habe ich geschafft. Es war kein Sieg, aber auf einen dritten Platz hinter Tadej und Richard (Carapaz) kann ich stolz sein“, kommentierte der 27-jährige Bagioli im Ziel sein bisher bestes Saisonergebnis.
“Bagioli ist hier zu Hause und kennt die Straßen. Er ist in einer Abfahrt weggefahren. Das hat er gut gemacht – und das war auch gut für mich. So konnte ich mich für den letzten Anstieg schonen. Im Sprint konnte ich dann Fünfter werden. Wir sind sehr zufrieden. Wir haben gezeigt, dass wir vorn dabei sind“, ergänzte Vacek, der wie sein italienischer Teamkollege Pogacars Überlegenheit anerkannte.“Pogi war wieder auf einem anderen Level“, sagte der Tscheche. Bagioli blies ins gleiche Horn: “Als (Pogacars Helfer, d. Red.) Politt und Wellens am Berg fuhren, lag das Tempo schon extrem hoch. Da wusste ich, dass Tadej mit Sicherheit bald angreift. Das hat er nach dem Sprint auch getan. Wir wollten folgen, aber sein Tempo war unglaublich hoch. Für mich war es unmöglich mitzugehen. Ich musste ein anderes Rennen fahren, das um den dritten Platz.“
Zumindest das entschied Bagioli für sich – an Carapaz, hinter dem Weltmeister “Best of the Rest“, kam er allerdings nicht mehr heran. “Die Abfahrt, in der ich attackiert hatte, kannte ich sehr gut. Ich habe es einfach mal versucht und es hat geklappt. Leider habe ich Richard nicht mehr eingeholt“, erzählte der Lidl-Profi, der nun seinen dritten Platz im Klassement verteidigen möchte und dabei gewissermaßen vor einer Premiere steht. “Das wird für mich das erste Mal, dass ich aufs GC fahre“, sagte Bagioli, der seine dritte Saison im Trikot von Lidl – Trek bestreitet.
Allerdings wird er vor allem am vorletzten Tag zu kämpfen haben, seinen Podiumsplatz zu verteidigen. “Das Zeitfahren ist nicht meine Spezialität und das ist ziemlich lang“, sagte Bagioli mit Blick auf den knapp 24 Kilometer langen Parcours rund um Aarburg, der für die Spezialisten gemacht ist.
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