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18.06.2026 | (rsn) – Nach dem Ausstieg von Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) bei der Tour Auvergne-Rhone-Alpes (2.UWT) und dem kurz darauf folgenden Aus für die Tour de France (2.UWT) werden jetzt die Hintergründe zu der Entscheidung bekannt. Mathieu Heijboer – Head of Performance bei Visma – Lease a Bike und van Aerts persönlicher Trainer - , sprach mit der belgischen Zeitung Het Laatste Nieuws darüber.
Er begann die Geschichte mit der Nacht nach van Aerts Etappensieg bei der Tour-Generalprobe. “Ohne deutliche Ursache“ sei eine bakterielle Infektion in der Wunde entstanden. Van Aert wurde sofort aus dem Rennen genommen und ins Krankenhaus in Herentals in Belgien gebracht. “Sein Ellenbogen war sehr dick geworden. Davor gab es gar keinen Grund, besorgt zu sein, aber die Situation verschlechterte sich in sehr kurzer Zeit. Wie die Bakterien da reingekommen sind, ist ein Rätsel.“
In Herentals sei die Wunde sofort gesäubert worden, doch am nächsten Tag habe sie sogar noch schlimmer ausgesehen. “Sie wurde zum zweiten Mal operativ gesäubert“, berichtete Heijboer. Van Aert habe eine Nacht im Krankenhaus verbracht. “Zu einem bestimmten Zeitpunkt war die Lage sehr ernst, sonst hätten sie ihn nicht aufgenommen“, so der Niederländer. “Dank des adäquaten Auftretens des medizinischen Personals und von Doktor Steven Claes konnte Schlimmeres verhindert werden."
Schlimmeres hätte laut Het Laatste Nieuws eine Blutvergiftung sein können. Inzwischen habe sich die Situation allerdings deutlich verbessert und van Aert sei am Dienstag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Da die Infektionswerte in seinem Blut aber weiterhin hoch seien, müsse sich der 31-Jährige zur täglichen Versorgung im Hospital melden. Er bekäme demnach intravenöse Antibiotika.
Visma – Lease a Bike beschloss, seinen Star von der Liste für die Frankreich-Rundfahrt zu nehmen. “Wir wollten keine Situation kreieren, in der großer Druck entsteht, dass er zur Tour fit sein muss. Es war eine schwierige Entscheidung, aber zugleich auch eine einfache. Die Situation war deutlich, aber die Enttäuschung bleibt enorm“, gab Heijboer zu.
Wie es für den Paris-Roubaix-Sieger weitergeht, steht noch in den Sternen. “Der schlimmste Schmerz ist vorbei. Die Wunde ist weiter empfindlich, aber schon besser als am Wochenende. Wir werden bald schauen, welche Pläne wir mit ihm für den Rest des Jahres machen“, kündigte van Aerts Trainer an.
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