“Ärzte wussten selbst nicht genau, was los war“

Krijnsen: Erneute Rennpause wegen traumatischer Hirnverletzung

Von Kevin Kempf

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Jelte Krijnsen (Jayco - AlUla) bei der Brussels Cycling Classic: einschreiben, aufsteigen, absteigen | Foto: Cor Vos

22.06.2026  |  (rsn) – Jelte Krijnsen (Jayco – AlUla) hat zwar auf dem Papier immerhin 17 Renntage absolviert, doch abseits des Papiers sieht die Realität des Niederländers anders aus. Nach einem Sturz bei der Tour de Wallonie 2025 (2.Pro) kämpfte er mit Kopfschmerzen – und die kehrten nach dem Omloop Nieuwsblad (1.UWT), bei dem er noch 18. wurde, Ende Februar zurück.

“Die Probleme, die ich im vergangenen Herbst hatte, schienen diesen Winter verschwunden zu sein. Doch in der Woche nach dem Openingsweekend kehrten sie leider zurück. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich dachte, die Sache sei völlig ausgestanden, da die Symptome weg waren“, sagte Krijnsen gegenüber Wielerflits. Seit dem Openingsweekend hat er sechs DNFs produziert, die nicht von anderen Ergebnissen aufgelockert werden.

“Das Team brauchte mich für die Rennen. Da es keine medizinische Ursache gab, bin ich also gefahren. Doch das erwies sich als die falsche Entscheidung“, so Krijnsen. Nach der E3 Saxo Classic (1.UWT) Ende März wurde dann doch eine Rennpause verordnet. “Der Rückschlag war anfangs ziemlich schwierig, weil die Ärzte nicht wussten, wie sie damit umgehen sollten. Sie wussten selbst nicht genau, was los war, was die Sache kompliziert machte“, erzählte der 25-Jährige. Eine Gehirnerschütterung sei nach dem Crash in Wallonien nicht konstatiert worden.

Zur Brussels Cycling Classic (1.Pro) Anfang Juni kehrte er zurück – erneut auf dem Papier und eigentlich sogar ausschließlich für das Papier. Wegen Fahrermangels bei den Australiern wurde er nämlich nur aufgestellt, um das Startformular zu unterzeichnen. Beim Circuit Franco-Belge (1.Pro) wurde drei Tage später diese Prozedur wiederholt. Wann genau eine richtige Rückkehr ins Renngeschehen erfolgen wird, ist unsicher. “Ich werde aber erst nach dem Sommer wieder Rennen fahren“, wusste Krijnsen schon jetzt.

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