Belgische Meisterschaften ohne den Topstar

Droht Evenepoel Sperre wegen unentschuldigtem Fehlen?

Von Matthias Seng

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Remco Evenepoel (Red Bull - Bora - hansgrohe) vor dem 112. Lüttich-Bastogne-Lüttich | Foto: Cor Vos

24.06.2026  |  (rsn) – Seit gestern geistert die Frage durch die Medienlandschaft, ob Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe), wenn er wie beabsichtigt nicht an den Belgischen Straßenmeisterschaften teilnehmen sollte, eine Strafe aufgebrummt bekommen würde?.

Das Reglement des Belgischen Radsportverbands sieht nämlich eine Sperre von neun Tagen für “unentschuldigtes Fehlen“ vor. Wie Sportdirektor Massimo Van Lancker im Gespräch mit dem Portal Wielerflits betonte, werde der Verband auch beim Doppel-Olympiasieger keine Ausnahme machen, sollte Evenepoel ohne triftigen Grund bei den nationalen Straßenmeisterschaften fehlen.

Allerdings scheint die Gefahr für den Red-Bull-Star eher theoretischer Natur zu sein, da nämlich ein ärztliches Attest einen ebenso einfachen wie vergleichsweise eleganten Ausweg eröffnen dürfte. Belgian Cycling hat auch schon signalisiert, dass man ein solches Attest nicht infrage stellen würde.

Van Lancker selber machte klar, dass man dem Top-Star keine rechtlichen Steine in den Weg legen werde. “Ein Arzt muss dafür keine Krankheit erfinden; wenn er nach einem Höhentrainingslager Ruhe verordnet, ist auch das ein triftiger Grund, nicht bei den nationalen Meisterschaften anzutreten“, sagte er.

Tatsächlich hielt sich der 26-jährige Evenepoel zuletzt in einem Höhentrainingslager auf, um sich dort auf die am 4. Juli beginnende 113. Tour de France (2.UWT) vorzubereiten. Deshalb dürfte also alle Aufregung um eine mögliche Sperre des Tour-Dritten von 2024 nichts als heiße Luft sein.

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