“Gewicht ist gesunken, Kraft ist geblieben“

Evenepoel “mit völlig anderem Gefühl“ zur Tour de France

Von Kevin Kempf

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Das aktuellste Foto von Remco Evenepoel (Red Bull - Bora - hansgrohe) bei einem Radrennen: Der Belgier verlässt das Siegerpodium von Lüttich-Bastogne-Lüttich, auf das er als Dritter durfte. | Foto: Cor Vos

27.06.2026  |  (rsn) – Seit seinem dritten Platz bei Lüttich-Bastogne-Lüttich (1.UWT) am 26. April stand Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) nicht mehr am Start eines Radrennens. Am 4. Juli wird er nach dann 69 Tagen Rennpause in Barcelona die Tour de France (2.UWT) in Angriff nehmen. Grund für die lange Unterbrechung ist jedoch keine Verletzung oder Krankheit, sondern eine ungewöhnliche Vorbereitung auf das wichtigste Radrennen der Welt.

Die war vom Belgier und seinem deutschen Team aber genau so geplant. “Ich kann mich auch im Training vorbereiten. Ich brauche nicht unbedingt Rennen, um bereit zu sein“, sagte Evenepoel am Freitag in einem Zoom-Gespräch mit belgischen Medienvertretern. Im vergangenen Jahr bestritt er das Critérium du Dauphiné (2.UWT) als Tour-Generalprobe und wurde dort Vierter. Anschließend gewann er noch den Belgischen Meistertitel im Zeitfahren und wurde Vizemeister auf der Straße.

Eine klassische Vorbereitung also auf die Frankreich-Rundfahrt, die allerdings nicht fruchtete. “Ich erschien ausgequetscht am Start der Tour“, blickte er zurück. Es lief von Anfang an nicht nach Plan; in der zweiten Woche gab Evenepoel dann auf. Wegen eines schweren Trainingssturzes im Dezember 2024 fehlten dem Doppel-Olympiasieger damals vielleicht auch die Grundlagen. Erst zu den Ardennenklassikern war Evenepoel in die Saison 2025 eingestiegen.

Diesmal sollte die Basis gelegt sein. Der zweimalige Tour-Etappensieger startete stark in die Saison feierte Ende Januar bei der Mallorca Challenge (1.1) gleich drei Siege. Ab der UAE Tour (2.UWT) lief es dann weniger gut, Evenepoel wurden bergauf ein ums andere Mal die Grenzen aufgezeigt. Daran arbeitete er und speckte im Trainingslager ab. “Wir sind die Gewichtsabnahme auf intelligente Weise angegangen. Mein Gewicht ist gesunken, aber die Kraft ist geblieben“, versicherte er nun.

Der 26-Jährige soll mit dem Vorjahresdritten Florian Lipowitz bei der Tour eine Doppelspitze bilden. Der Deutsche wählte eine andere Vorbereitung und glänzte zuletzt bei der Slowenien-Rundfahrt (2.Pro) mit drei Siegen. In Frankreich werden beide dann gleichberechtigt am Start stehen – und voller Zuversicht: “Die Trainings waren gut. Ich konnte alles absolvieren, selbst bei extremer Hitze. Ich bin mit meinen Fortschritten äußerst zufrieden. Ich gehe mit einem völlig anderen Gefühl an den Start", betonte Evenepoel.

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