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27.06.2026 | (rsn) - Felix Großschartner (UAE - Emirates - XRG) und Christina Schweinberger (Fenix - Premier Tech) standen bei den Österreichischen Zeitfahrmeisterschaften wie auch letztes Jahr ganz oben auf dem Podium. Für den 32-jährigen Großschartner war es bereits der vierte, für Schweinberger der dritte nationale Titel im Kampf gegen die Uhr.
Der diesjährige Kurs, der durch das Weißenbachtal beim Attersee einmal hin und retour führte, erstreckte sich über 23 Kilometer und etwas über 200 Höhenmeter. Im Laufe des Vormittags kam Wind auf, der vom Attersee durch das Tal wehte. Das bedeutete für den Hinweg Rücken- und für den Rücckweg Gegenwind - und machte die brütende Hitze etwas erträglicher.
"Heiß war’s, aber eigentlich ein schöner Kurs. Für den Rückweg musste man sich ein bisschen was aufsparen. Da hieß es Kopf runter und fahren. Die letzten sechs Kilometer gingen zum Glück leicht bergab, komplett sterben durfte man aber nicht", erzählte der Sieger und neuerdings auch Kaffeehausbesitzer Großschartner nach dem Rennen RSN.
Der UAE-Profi sicherte sich mit einer Zeit von 27:06 Minuten den Sieg. Hinter ihm landete Rainer Kepplinger (Bahrain Victorious) mit 27 Sekunden Rückstand auf Rang zwei. Er war neben Großschartner der einzige World-Tour-Profi im Rennen. Adrian Stieger (Schwingshandl Intralogistics) komplettierte das Podium. Der 22-Jährige benötigte für den Kurs knapp 1 Minute länger als der Sieger.
Bei den Frauen ging es knapper zu. Christina Schweinberger holte sich in 31:25 Minuten den Titel. Nur elf Sekunden hinter ihr landete die ehemalige Straßen-Olympiasiegerin Anna Kiesenhofer (Cookina - Graz) auf dem Silberrang. 24 Sekunden länger als die Siegerin brauchte Tabea Huys (KTM - Tirol), die sich trotz einer abgefallenen Kette den Titel in der U23-Kategorie sicherte.
"Mich wundert immer wieder, dass ich so nervös bin davor. Es lief aber sehr gut. Mit dem Gegenwind und der Hitze habe ich mir schon davor gedacht, dass ich mir ein bisschen was für den Rückweg aufsparen muss. Ich bin schon den Giro gefahren, wo es auch ganz sehr heiß war, das hat vielleicht auch geholfen", resümierte eine sehr glückliche Schweinberger im Ziel gegenüber RSN.
Die 29-Jährige hofft nun, dass sie das rot-weißrote Meistertrikot auch bei der Tour de France Femmes (2.WWT) zeigen darf, für die sie vermutlich von ihrem Team nominiert werden wird. Der Parcours des dortigen Einzelzeitfahrens ist dem der nationalen Meisterschaften sehr ähnlich. Und auch Großschartner wird die am 4. Juli in Barcelona beginnende Tour de France (2.UWT) im Auge haben, bei der er als einer der Helfer von Superstar Tadej Pogacar dabei sein könnte.
Results powered by FirstCycling.com
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