Alle Infos zu den Etappen 16 - 21

Streckenvorschau: Die dritte Woche der Tour de France 2026

Von Paul Grosch

Foto zu dem Text "Streckenvorschau: Die dritte Woche der Tour de France 2026"
Alpe d´Huez: Szene der Tour de France 2022 | Foto: Cor Vos

20.07.2026  |  (rsn) - Nach dem zweiten Ruhetag der Tour de France 2026 beginnt die entscheidende dritte Woche am Genfer See mit einem Einzelzeitfahren. Danach geht es in die Alpen, wo die Entscheidung im Kampf um das Gelbe Trikot fallen wird. Das Finale wird traditionell in Paris auf den Champs-Élysées ausgetragen. Wie im schon vergangenen Jahr so führt die Schlussetappe zuvor mehrmals über den Montmartre.

Insgesamt stehen acht Bergetappen, davon fünf mit klassischen Bergankünften, sieben Flachetappen, 4 hügelige Abschnitte sowie zwei Zeitfahren (Einzel und Mannschaft) auf dem Programm der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt.

RSN stellt alle 21 Etappen im Kurzporträt vor. Die Streckenprofile zu jedem Tagesabschnitt finden Sie auf unserer Tour-Sonderseite. Noch mehr Infos mit Streckenkarten und Detailprofilen zu den wichtigsten Anstiegen gibt es in unseren ausführlicheren Etappenvorschauen - einfach die entsprechenden Links anklicken.

Die zweite Woche der Tour de France:

16. Etappe, 21. Juli: Évian-les-Bains – Thonon-les-Bains, 26,1 km (Einzelzeitfahren)

Kampf gegen die Uhr von einem Kurort zum nächsten

Wie zum Auftakt in Barcelona, so beginnt auch die dritte Woche mit einem Kampf gegen die Uhr. Diesmal sind die GC-Favoriten in einem 26,1 Kilometer langen Einzelzeitfahren an der Südseite des Genfer Sees gefordert. Die ersten zehn Kilometer führen bergauf. Danach folgen eine Abfahrt und das kurvige Finale direkt am Genfer See. Aufgrund der insgesamt 500 Höhenmeter sollten die Favoriten auf das Gelbe Trikot auch den Tagessieg unter sich ausmachen. Oder können die Zeitfahrspezialisten doch ein Wörtchen mitreden?

17. Etappe, 22. Juli: Chambery – Voiron, 175 km

Noch einmal raus aus den Alpen

Zwischen den für das Gesamtklassement entscheidenden Etappen können die Favoriten auf dem siebzehnten Tagesabschnitt wohl noch einmal kurz verschnaufen. Der erste Teil der Strecke ist hügelig, dann geht es bis Voiron relativ flach zu. Falls das Grüne Trikot zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher vergeben sein sollte, könnte sich ein aufregendes Rennen vom Start weg entwickeln. Wie schwer sind die Beine Sprinter in der dritten Woche?

18. Etappe, 23. Juli: Voiron – Orcières-Merlette, 185 km

Auftakt des Alpen-Triptychons

Von den drei Alpen-Etappen ist der achtzehnte Teilabschnitt noch der leichteste. Beim letzten Besuch in Orcières-Merlette gewann Primoz Roglic den Sprint einer Gruppe vor Tadej Pogacar. Bis zum Schlussanstieg ist das Profil nicht sehr anspruchsvoll. Entscheidend über den Etappenverlauf wird sein, ob es im Gesamtklassement noch so knapp zugeht, dass die Favoriten an einem nur sieben Kilometer langen Anstieg attackieren wollen. Halten sich die Klassementfahrer im Kampf um Gelb noch einmal zurück?

19. Etappe, 24. Juli: Gap – Alpe d‘Huez, 128 km

Alpe d’Huez: Berg-Spektakel an den legendären 21 Kehren

Nach vier Jahren Pause kehrt die Tour de France zurück nach Alpe d’Huez. Im Gegensatz zum Vortag wird es auf dem Weg zum Wintersportort keine Zurückhaltung geben. Jeder Fahrer träumt davon, die mythische Bergankunft am Ende der legendären 21 Kehren zu gewinnen. Auch die Bestzeit von Marco Pantani aus dem Jahr 1997 scheint in Gefahr zu sein, da die Etappe vergleichsweise kurz ist und vorher keine Höchstschwierigkeiten anstehen. Fällt der Rekord und schafft es der Mann in Gelb, den Tagessieg zu holen?

20. Etappe, 25. Juli: Le Bourg d‘Oisans – Alpe d‘Huez, 171 km

Brutale Königsetappe über fast 5.500 Höhenmeter

Zum praktisch letztmöglichen Zeitpunkt steht die Königsetappe auf dem Programm. Die Organisatoren wollen den Kampf um das Gelbe Trikot so lange wie möglich offenhalten. Auf 170 Kilometern müssen die Fahrer knapp 5500 Höhenmeter bewältigen. Direkt vom Start weg geht es über die bekannten Pässe Col de la Croix de Fer, Col du Télégraphe, Col du Galibier, bevor der Col du Sarenne seine Tour-Premiere feiert. Das Ziel ist wie am Vortag Alpe d’Huez, das diesmal über eine schmale Straße vom Sarenne aus angefahren wird. Wird am vorletzten Tag das Klassement nochmals durchgeschüttelt?

21. Etappe, 25. Juli: Thoiry – Paris Champs-Élysées, 133 km

Zum großen Finale wieder drei Mal Montmartre

Die 21. Etappe findet traditionell in Paris statt und endet wieder auf den Champs-Élysées. Wie im Vorjahr geht es davor drei Mal über den Montmartre. Diesmal ist die Distanz zum Ziel nach der letzten Überquerung um einige Kilometer länger. Die Sprinter sollten daher wieder bessere Chancen haben. Im vergangenen Jahr gewann Wout van Aert mit einer spektakulären Solofahrt, bei der er auch Tadej Pogacar distanzieren konnte. Wiederholt sich ein solches Szenario oder endet die Tour wieder in einem Sprint Royal?

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