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09.07.2026 | (rsn) – Sicherlich war es begünstigt durch den Sturz 5,5 Kilometer vor dem Ziel der 5. Etappe der Tour de France, doch XDS – Astana war im Finale in Pau die bestimmende Mannschaft in der Sprintvorbereitung. Mit Davide Ballerini, Mike Teunissen und Max Kanter in Front rollte das Team zu dritt im letzten Kilometer dem Ziel entgegen, wobei der Niederländer dem Deutschen den Sprint anzog. Der wurde dann Zweiter und erzielte so sein bestes Ergebnis innerhalb einer Grand Tour.
Schneller war nur Olav Kooij (Decathlon – CMA GGM), der sich hinter dem XDS-Sprinter positionierte und den Spurt als Erster eröffnete. Auffällig war, dass Kanter auch schon beim Zwischensprint ausgezeichnet von seinem Leadout-Duo lanciert wurde und dort sogar als Erster des Feldes über den Zielstrich fuhr. “Ich glaube nicht, dass Max der Topfavorit ist, aber mit dem Sprintzug müssen wir uns vor niemandem verstecken. Es ist schön, dass wir das gleich zu Beginn gezeigt haben“, urteilte Teunissen im Ziel dementsprechend zufrieden gegenüber Wielerflits.
“Es hat leider nicht für den Sieg gereicht, aber Zweiter in so einem ersten Sprint ist nicht schlecht“, befand er weiter. Bei Kanters Tour-Premiere verbesserte der 28-Jährige damit sofort seinen bisherigen Rekord im Rahmen einer dreiwöchigen Rundfahrt; Platz drei bei seiner Grand-Tour-Premiere bei der Vuelta a Espana 2020.
Was in beiden Sprints des Tages auffiel, war, dass XDS die bewährte Taktik des ehemaligen Kanter-Teams Sunweb wählte. Lange hielt sich das Team zurück und überließ den Favoritenmannschaften Alpecin – Premier Tech und Soudal – Quick-Step die Arbeit. Erst kurz vor dem Sprint schoss dann der Dreierzug an die Spitze des Feldes und brachte den eigenen Mann so perfekt in Stellung.
Diese Taktik kann aber natürlich auch schiefgehen, wie es XDS in Pau beinahe auch passiert wäre. “Es war hart, weil wir zu weit hinten lagen und nach jedem Kreisel vorsprinten mussten. Deshalb war ich auf dem letzten Kilometer schon ziemlich erschöpft. Aber wenn wir all die Arbeit leisten, müssen wir einfach durchhalten“, erzählte Teunissen, dessen Sprintvorbereitung nicht mehr mustergültig verlief. Trotzdem fiel sein Fazit äußerst positiv aus: “Jeder versucht, seinen Sprinter 400 Meter vor dem Ziel in Position zu bringen, und wir schaffen das; das ist Lehrbuch-Arbeit.
Einen Etappenerfolg für seinen Sprintchef schließt der ehemalige Tour-Etappensieger auch nicht aus. “Olav kommt schnell von hinten. Wenn Max hinter ihm gewesen wäre, dann hätte ich das Ergebnis noch sehen wollen… so musste er den heranstürmenden Sprinter auffangen“, analysierte er. Am Freitag wird es in Bordeaux aller Voraussicht nach die nächste Chance für die Männer mit den schnellen Beinen geben. “Wir haben heute alles nach Plan umgesetzt, und das ist bei der Tour de France nicht einfach; darauf können wir aufbauen“, blickte Teunissen voraus.
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