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09.07.2026 | (rsn) - Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG) hat sich mit einem souveränen Solosieg auf der 6. Etappe das Gelbe Trikot zurückgeholt. Der Weltmeister setzte sich nach einer Attacke am Tourmalet mit 2:38 Minuten Vorsprung vor Jonas Vingegaard (Visma - Lease a Bike) durch. Kurzhinter dem Dänen fuhr sein Teamkollege Isaac Del Toro als Erster der Verfolgergruppe über den Zielstrich und belegte Rang drei. Zeitgleich mit dem Mexikaner kamen auch Florian Lipowitz und Remco Evenepoel (beide Red Bull - Bora - hansgrohe) ins Ziel.
Der 27-jähroge Pogacar übernahm seinem zweiten Etappensieg bei dieser Tour wieder das Gelbe Trikot und liegt nun 2:42 Minuten vor Vingegaard. Del Toro folgt mit 3:27 Minuten Rückstand, drei Sekunden dahinter belegt Evenepoel den vierten Platz.
In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.
Tadej Pogacar (UAE - Emirates XRG / Sieger / Flash - Interview): "Ich glaube, das war in den Top 5 meiner Siege bei der Tour. Ich habe nicht gedacht, dass ich heute das Gelbe Trikot übernehme. Ich habe gerade gehört, dass Torstein Traeen auf der Abfahrt vom Tourmalet schlimm gestürzt ist. Ich hoffe, dass er okay ist. Mir wäre es lieber gewesen, wenn er das Gelbe Trikot noch behalten hätte. Hoffentlich erholt er sich schnell und kann weitermachen."
Jonas Vingegaard (Visma - Lease a bike / Zweiter / Mixed Zone): "Es war natürlich nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte. Am Tourmalet war ich nicht zu weit hinten, aber so eine Abfahrt liegt mir nicht wirklich. Ich glaube nicht, dass ich auf meinem höchsten Level war. Es war nicht mein bester Tag. Natürlich bin ich enttäuscht. Ich glaube aber immer noch, dass meine Beine im Laufe des Rennens besser werden. Der Kampf ist noch nicht vorbei."
Mauro Gianetti (UAE – Emirates – XRG / Teamchef / ARD): "Es würde mich freuen (wenn das schon die Entscheidung wäre), aber ich glaube nicht, dass es so ist. Es sind noch reichlich Etappen zu fahren. Es war aber eine besondere Leistung, es war beeindruckend und eine tolle Show, die Tadej da geliefert hat. Aber so sah auch der Plan aus."
Lenny Martinez (Bahrain – Victorious / Neunter / Eurosport): “Ich war heute absolut am Limit. Ich hatte den Tourmalet hoch Krämpfe. Später dann auch noch Magenprobleme. Ich habe in der Gruppe dann mitgeführt mit Remco und den Anderen. Wir waren vier Fahrer, die voll gefahren sind. Wir sind Vollgas gefahren, aber wir konnten Vingegaard nicht einholen.“
Gabriel Rasch (Uno-X Mobility / Sportlicher Leiter / Eurosport): "Er (Torstein Traeen) geht gleich zum Röntgen, sobald er ins Ziel kommt. Dann werden wir sehen. Ich glaube, er hat schon Schmerzen. Aber er wird immerhin die Etappe beenden. Tobias Halland Johannessen ist ein bisschen früher abgehängt worden, als wir uns erhofft hatten. Aber die Tour ist noch lang. Vielleicht öffnet das auch die Tür für andere Chancen für ihn. Er ist normalerweise richtig gut in der letzten Woche. Wir haben gedacht, dass Torstein vielleicht in Gelb bleiben kann. Er hat getan, was er konnte."
Brandon McNulty (UAE – Emirates – XRG / Helfer / Eurosport): "Es war der Plan, so schnell zu fahren, wie es nur geht. Aber noch so, dass wir alles unter Kontrolle hatten, solange, bis die großen Jungs attackieren wollten. Wir haben gehofft, dass wir zumindest große Abstände zu den anderen GC-Favoriten wie Jonas herausfahren können. Ich weiß ehrlicherweise gar nicht, wie groß die Abstände sind."
Adam Yates (UAE - Emirates XRG / Platz 17 / Mixed Zone): "Er (Pogacar) hat neulich im Bus gesagt, dass er es gar nicht anders kennt. Er fährt gefühlt immer in Weiß, Gelb, im Bergtrikot oder sonst was. Die andere Seite der Tour de France, wo man einfach in den Bus steigen, duschen kann und so weiter – die kennt er gar nicht. Ich denke, das zeigt in gewisser Weise auch seine mentale Stärke. Wir werden sehen, was die nächsten Tage bringen. Hoffentlich können wir uns in den nächsten zwei Tagen erholen."
Sean Quinn (EF Education - EasyPost / Platz 31 / Mixed Zone): "Um ehrlich zu sein, wussten wir, dass UAE am Tourmalet attackieren würde. Also ja, der Plan heute Morgen war, wie gewohnt für Ritchie (Richard Carapaz) zu fahren, aber ich wollte auch mein Bestes geben, um zu sehen, ob ich das Gelbe Trikot holen kann. Aber ich hatte einen absolut schrecklichen Tag. Ich habe bis zum Ende gekämpft, aber ja, ich habe einfach massenhaft Zeit verloren. Ich bin natürlich enttäuscht, aber ich habe alles gegeben, und die Beine waren heute einfach nicht da, das muss ich so akzeptieren."
Matteo Jorgenson (Visma - Lease a bike / Platz 36 / Mixed Zone): "Der Plan sah eigentlich vor, ein oder zwei Fahrer in die Ausreißergruppe zu bringen, wenn möglich. Ich war ein bisschen überrascht zu sehen, dass die Sprinterteams Victor (Campenaerts) wegen des Zwischensprints hinterhergejagt sind. Das hat den Verlauf der Etappe ziemlich verändert, weil sie die ersten 50 Kilometer die Arbeit für UAE erledigt haben. Als wir dann in den welligen Abschnitt kamen, war es viel einfacher zu kontrollieren. Ich denke, genau da ist unser Plan ein wenig schiefgegangen – wir haben einfach keinen Fahrer in die Gruppe bekommen."
Mathias Vacek (Lidl - Trek / Platz 25 / Eurosport): "Jeder Anstieg, den wir gefahren sind, war richtig hart. Am Col d’Aspin hatte ich dann eine kleine Krise, am Tourmalet habe ich meinen Rhythmus wiedergefunden. Ich konnte wieder zur Gruppe um das Gelbe Trikot aufschließen. Die letzten 8 Kilometer bin ich alleine mit einem anderen Fahrer gefahren. Ich habe versucht, bis zum Ende zu kämpfen. Ich habe alles gegeben, um das Weiße Trikot zu behalten, und ich habe es mir auf die bestmögliche Art und Weise verdient."
Marc Hirschi (Tudor / Platz 41 / RSN): "Die ersten 100 Kilometer waren richtig schnell. Ich glaube, da ging es um das Grüne Trikot. Dann ging es direkt noch einmal los mit Ineos, die den Anstieg Vollgas hochgefahren sind. Dann war es auch schwierig mit dem Verpflegen, weil immer Zug drauf ist. Es dauert dann auch, bis die Autos nach vorne kommen. Bis dahin überhitzt man auch mal schnell. Für mich ging es darum, ins Ziel zu kommen. Das ist fast noch einmal härter, als wenn du vorne voll im Rennen dabei bist."
Felix Großschartner (UAE - Emirates - XRG / Helfer / RSN): "Es motiviert natürlich schon, wenn man vorne fährt, selbst am Limit ist und die Leute abreißen. Grundsätzlich haben wir immer einen Plan, wer wann vorne fährt. Es kommt aber immer aufs Körperempfinden drauf an. Wir harmonieren sehr gut und kommunizieren untereinander auch darüber."
Nils Politt (UAE - Emirates - XRG / Helfer / ARD): "Es macht einfach Spaß in der Mannschaft zu fahren und wir machen einfach unseren Job. Wir haben uns heute den Tag schon ein bisschen zurechtgelegt, wollten heute voll in die Offensive gehen. Wir haben uns natürlich auch die nächsten Tage angeguckt, da steht kein Wind groß an. Sonst wäre morgen auch ein Tag gewesen für die Windkante, das wird nicht der Fall sein. Somit konnten wir heute alle Kräfte auf der Straße liegen lassen."
Torstein Traeen (Uno-X Mobility / Gesamtführender vor der Etappe / Eurosport): "Ich weiß es noch nicht. Wir müssen schauen, was das Röntgenbild zeigt. Gerade tut mir der Kopf ein bisschen weh und meinen Rippen geht es nicht ganz gut. Ich habe es trotzdem genossen, auch wenn es nicht der beste Tag war."
Patxi Vila (Red Bull – Bora – hansgrohe / Sportlicher Leiter / Eurosport): "Hier auf dieser Talstraße waren es ein paar Teams, uns mit inbegriffen, die versucht haben, Jonas wieder zurückzubringen. Man sieht, dass das Level in der Gruppe sehr ausgeglichen war. Jonas lag auch nur innerhalb von 20 Sekunden. Ich glaube, es ist immer noch ein sehr openes Rennen, außer beim Gesamtsieg."