Team Vorarlberg überzeugt bei Tour de la Guadeloupe

“Vollgas-Rennen“: Nolde feiert in der Karibik ersten UCI-Saisonsieg

Von Arthur Lenné

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Tobias Nolde (Team Vorarlberg) feierte bei der Tour de la Guadeloupe auf der 4. Etappe einen Sieg als Ausreißer. | Foto: Team Vorarlberg

04.08.2026  |  (rsn) – Tobias Nolde hat die 4. Etappe der Tour Cycliste International de la Guadeloupe (2.2) gewonnen. Der Deutsche in Diensten des österreichischen Kontinental-Teams Vorarlberg setzte sich im Sprint einer Ausreißergruppe durch und feierte in der Karibik seinen ersten UCI-Sieg der Saison.

Mit dem Etappensieg belohnte der 25-Jährige eine von Beginn an offensive Fahrweise seiner Mannschaft. Die Equipe aus Vorarlberg war auf den ersten vier Teilstücken der zehntägigen Karibik-Rundfahrt in den entscheidenden Ausreißergruppen vertreten und überzeugte vor Noldes Coup bereits durch Colin Stüssis 2. Platz auf dem dritten Teilstück sowie den 3. Rang von Emanuel Zangerle auf der 2. Etappe. Damit sorgte Nolde nach dem Erfolg von Leo Charrois (Embrace The World) am zweiten Tag bereits für den zweiten deutschen Etappensieg auf Guadeloupe.

Vorarlberg passt sich der Vollgas-Rennweise in Guadeloupe an

Bereits zum Auftakt im Einzelzeitfahren der 1. Etappe überzeugte Dominik Röber mit dem 6. Platz. Als es auf den folgenden Teilstücken der zehn Tage langen Rundfahrt in die Straßenrennen ging, musste sich die Mannschaft zunächst auf die unkonventionelle und aggressive Fahrweise des Feldes einstellen.

Dennoch gelang der Equipe eine beeindruckende Serie: Auf dem zweiten Teilstück sprintete Emanuel Zangerle auf den 3. Rang – den Etappensieg sicherte sich dort Charrois vom deutschen Amateurteam Embrace The World. Auf der 3. Etappe glänzte Colin Stüssi mit Rang 2, ehe Nolde auf dem vierten Teilstück schließlich für den ersten Vorarlberger Tagessieg sorgte: Der 25-Jährige setzte sich in einer Fluchtgruppe durch und überquerte nach 3:33 Stunden Renndauer jubelnd als Sieger die Ziellinie.

"Wir haben uns langsam daran gewöhnt, wie das Rennenfahren hier ist. Es gibt einfach keine ruhigen Tage, es ist immer Vollgas", erklärte der Sportliche Leiter Paul Renger gegenüber RSN. Die intensiven Auftaktphasen forderten das Feld enorm: "Gestern hat die Gruppe wieder 50 Kilometer gebraucht, bis sie stand. Und wenn das in so eine Richtung geht, ist es fast unmöglich, dass jemand aus dem Feld die Gruppe zurückholt."

Deshalb sei die Devise von Beginn an klar gewesen: "Wir gehen es offensiv an, dass wir dabei sind, wenn die Post abgeht. Wir hatten dann im Feld auch kein Interesse hinterherzufahren, weil wir immer einen starken Fahrer vorne drin hatten. Wir sind sehr zufrieden, dass drei verschiedene Fahrer auf Resultat fahren konnten."

Mit dem Rückenwind von Noldes Etappenerfolg blickte die Mannschaft optimistisch auf die anstehenden Prüfungen der zehn Tage langen Rundfahrt. Für die Gesamtwertung stehen in der zweiten Hälfte noch ein Einzelzeitfahren sowie zwei schwere Bergetappen auf dem Programm. "Es kommen jetzt drei schwere Etappen, wo man auch die Ambitionen für das Gesamtklassement nutzen kann", gab Renger die Marschroute für Kapitän Stüssi und das Team vor.

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