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10.09.2026 | (rsn) - Felix Gall (Decathlon - CMA CGM) hat im Einzelzeitfahren der 18. Etappe wenig überraschend seinen zweiten Gesamtrang an Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) verloren. Auf dem 26. Platz rollte der Österreicher, dessen Paradedisziplin bekanntlich nicht das Zeitfahren ist, ins Ziel. Auf den Slowenen büßte er 1:28 Minuten ein, was wohl erwartungsgemäß war.
Auf den Gesamtführenden Enric Mas (Movistar) aber verlor er ebenfalls 55 Sekunden. Mit nun drei Minuten Rückstand auf den spanischen Spitzenreiter ist der Vuelta-Gesamtsieg ein Stück weit in die Ferne gerückt, und auch der 4-Sekunden-Vorsprung auf Roglic verwandelte sich in einen Rückstand von 1:24 Minuten.
Nichtsdestotrotz zeigte sich Gall im Ziel zufrieden: “Ich glaube, ich habe ein gutes Zeitfahren gezeigt. Ich habe keine Fehler gemacht und alles gegeben”, resümierte der Österreicher im Ziel gegenüber Eurosport. Der 28-Jährige präsentierte sich bisher als einer der Stärksten am Berg und war auf der bis dato letzten Bergetappe der Einzige, der Mas am Schluss folgen konnte. Einen nennenswerten Vorsprung, um seine Zeitfahrschwäche zu kompensieren, fuhr er sich damit aber nicht heraus.
Dabei hatte Gall in dieser Saison gezielt an seiner Leistung gegen die Uhr gearbeitet. “Im Hinblick auf dieses Rennen hat er einiges an Training auf dem Zeitfahrrad absolviert und ein paar kleine Anpassungen an der Position vorgenommen, um die Leistung besser auf die Pedale zu bringen – dabei vielleicht jedoch ein bisschen Aerodynamik geopfert, um besser treten zu können”, erklärte sein sportlicher Leiter bei Decathlon - CMA CGM, Luke Roberts, vor dem Start dem Eurosport-Reporter. Ähnlich klang das auch bereits vor dem Einzelzeitfahren des Giro d'Italia im Mai.
Trotz der Anpassungen ist Gall in dieser Disziplin aber nach wie vor nicht ganz konkurrenzfähig. Schon bei dem 42 Kilometer langen, flachen Zeitfahren der Italien-Rundfahrt verlor er über eine Minute auf die Klassementkonkurrenz. Während ihn das im Mai am Ende noch keine Position im Gesamtklassement kostete und er hinter Überflieger Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) am Ende Gesamtzweiter wurde, könnte der Zeitverlust bei dieser Vuelta nun den Unterschied zwischen dem zweiten und dritten Rang ausmachen.
Gall blickt den kommenden schweren Bergetappen jedoch optimistisch entgegen: “Morgen ist ein richtig langer Tag und Samstag ist die Königsetappe dieser Vuelta, es ist also noch viel möglich", meinte er. "Ich bin auch in der dritten Woche noch sehr konstant und habe mich heute wirklich sehr gut gefühlt."
Ein gutes Gefühl attestierte sich allerdings ebenso die Konkurrenz – diese genoss es nur deutlich kürzer.
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