Radsport News befragt deutsche Roubaix-Starter

Burghardt hat ein gutes Gefühl

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Marcus Burghardt (BMC Racing) Foto: ROTH

11.04.2010  |  (rsn) – Als Außenseiter oder Helfer gehen am Sonntag die deutschen Starter in die 108. Auflage des Frühjahrsklassikers Paris-Roubaix. Die besten Aussichten auf ein Spitzenergebnis hat Marcus Burghardt (BMC). Vor drei Jahren gelang dem 26-Jährigen ein 20. Platz – sein bisher bestes Ergebnis bei der „Königin der Klassiker“.

„Mir geht es sehr gut. Die Form passt und ich habe ein gutes Gefühl“, sagte Burghardt optimistisch zu Radsport News. Gemeinsam mit dem erfahrenen US-Amerikaner wird er sich die Kapitänsrolle teilen.

Zuversichtlich stimmt den Klassikerspezialisten auch die Wettervorhersage, denn am Sonntag soll es trocken und sonnig sein. Burghardt: „Ich habe es lieber so. Es ist so schon recht gefährlich und bei nassen Straßen wäre das Risiko noch viel größer. Wärme und Sonne sind gut für mich.“

Marcel Sieberg war im Vorjahr als 20. bester Fahrer seines Columbia-Teams. In diesem Jahr wird der 28-Jährige vornehmlich als Helfer des starken Österreichers Bernhard Eisel agieren. Sollte sich die Gelegenheit bieten, wird er aber auch seine eigene Chance ergreifen können. „Meine Form ist gut und ich bräuchte jetzt nur noch etwas Glück, sprich: keinen Sturz oder Defekt“, so Sieberg, der seinem Ex-Teamkollegen Burghardt in puncto Wetter beipflichtete. „Das trockene Wetter passt schon. Sonst wird's noch gefährlicher, als es eh' schon ist.“

Vor seinem ersten Ritt durch die „Hölle des Nordens“ steht Martin Reimer (Cervélo TestTeam). “Ich bin bereit für Paris-Roubaix. Ich gehe mit einem guten Gefühl ins Rennen“, erklärte der Deutsche Meister gegenüber Radsport News. Während Sieberg und vor allem Burghardt eigene Ambitionen hegen, wird sich der 22-jährige Roubaix-Debütant in den Dienst seiner Mannschaft um den Vorjahresdritten Thor Hushovd stellen. „Ich möchte mein Team mit all meinen Kräften unterstützen, damit am Ende einer ganz oben steht“, so Reimer.

Ohne erklärten Kapitän geht die niederländische Skil-Shimano-Mannschaft in das 259 Kilometer lange Rennen. Deshalb bekommt auch Robert Wagner freie Fahrt. „Die Hauptaufgabe wird sein, in die Fluchtgruppe zu kommen. Das gilt für mich sowie meine sieben anderen Teamkollegen auch. Sollte das klappen wie 2007, dann ist Gänsehaut-Feeling pur angesagt“, so der Magdeburger gegenüber Radsport News mit Blick auf sein Debüt im Wiesenhof-Trikot zurück. Damals war Wagner in einer Ausreißergruppe unterwegs. „Wenn nicht, muss ich schauen, wie weit die Kräfte reichen. Es wäre großartig, wieder im Velodrome anzukommen“, sagte der 26-Jährige.

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