Fall Armstrong

UCI: "USADA hat keinen Respekt vor den Regeln"

Foto zu dem Text "UCI:
Lance Armstrong | Foto: ROTH

04.08.2012  |  London (dapd) - Der Radsport-Weltverband UCI hat im Fall Lance Armstrong schwere Anschuldigungen gegen die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA erhoben und die Weitergabe der Unterlagen an eine dritte neutrale Instanz gefordert.

"Die USADA hat keinen Respekt vor den Regeln und Prinzipien eines ordnungsgemäßen Verfahrens. Die UCI will, dass Gerechtigkeit ausgeübt wird. Gerechtigkeit kann aber nicht durch die Verletzung von Vorschriften entstehen, indem Daten geheim gehalten werden", teilte die UCI in einer Mitteilung am Samstagabend mit. Dadurch, dass die USADA die Angeklagten bereits vorverurteilt habe, müsse sie den Fall durchbringen, um ihr Gesicht zu wahren. Das sei keine solide Basis für Gerechtigkeit.

Die UCI bekräftigte, dass sie laut Welt-Antidoping-Code und den eigenen Antidoping-Regeln die Entscheidungsgewalt habe. Obwohl dies so sei, möchte die UCI, dass der Fall an eine dritte Instanz unabhängig von der UCI oder USADA geht. Diese Behörde solle dann entscheiden, ob genügend Beweise für eine Anklage vorliegen.

Die Mitteilung der UCI ist eine Reaktion auf die Veröffentlichung des Schriftverkehrs zwischen der UCI und der USADA aus dem Juli, in dem der Radsport-Weltverband die Entscheidungsgewalt für sich beansprucht hatte, von der USADA aber eine deutliche Absage erhielt.

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