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Großes Vorschaupaket: Die Strecke der Vuelta a Espana 2026

Von Paul Grosch

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| Foto: ASO

21.08.2026  |  (rsn) – Die Vuelta a España bildet jedes Jahr den Abschluss der Grand Tours. Die 81. Ausgabe findet vom 22. August bis zum 13. September 2026 statt. Erstmals in ihrer Geschichte startet die Spanien-Rundfahrt in Monaco – und zwar mit einem Zeitfahren. Das Fürstentum ist damit der erste Ort, der Ausgangspunkt aller drei Grand Tours war. Auf dem Weg nach Granada müssen die Fahrer 3275 Kilometer zurücklegen und dabei etwa 58.000 Höhenmeter überwinden. Die letzte der großen Landesrundfahrten ist somit die bergigste.

Neben dem Abstecher nach Monaco gibt es zwei Etappen komplett auf französischem Boden und einen Abschnitt im Zwergstaat Andorra. Erst während der 5. Etappe betreten die Fahrer spanischen Boden. Fast alle weiteren Abschnitte finden an oder in der Nähe der spanischen Ostküste am Mittelmeer statt. Den Norden und Westen des Landes lässt die Vuelta in diesem Jahr komplett aus. Die Pyrenäen werden durch die frühen Abstecher in die Nachbarländer abgedeckt.

Insgesamt stehen zwei Einzelzeitfahren, vier Flachetappen, fünf hügelige Etappen, vier Mittelgebirgsetappen und sechs Bergetappen auf dem Programm. Von Anfang an gibt es praktisch keine flachen Abschnitte. Viele reine Sprinter werden deshalb der Spanien-Rundfahrt in diesem Jahr wohl fernbleiben. "Echte" Flachetappen gibt es nur zwei.

Im Gegensatz zur Tradition gibt es viele Bergetappen mit mehreren schweren Anstiegen, die oft nicht mit einer Bergankunft enen. Zum Abschluss geht es am vorletzten Tag in die Sierra Nevada zur Königsetappe, bevor die Rundfahrt in Granada zu Ende gehen wird. Es ist auf dem Papier die schwerste Grand Tour des Jahres.

RSN stellt alle 21 Etappen im Kurzporträt vor. Die Streckenprofile zu jeder Etappe finden Sie auf unserer Vuelta-Sonderseite.

Noch mehr Infos mit Streckenkarten und Detailprofilen zu den wichtigsten Anstiegen gibt es in unseren ausführlicheren Etappenvorschauen in Zusammenarbeit mit der ProCycling für RSNplus-Leser per Klick auf die Überschriften zu jeder Etappe.

1. Etappe, 22. August: Monaco – Monaco, 9,4 km (Einzelzeitfahren)

Auf den Spuren der Formel 1 durch das Fürstentum

Ein Einzelzeitfahren in Monaco entscheidet über das erste Rote Trikot der Vuelta a España 2026. Die Strecke führt über Teile der bekannten Formel-1-Strecke und ist wegen vieler Kurven technisch anspruchsvoll. Der Stadtkurs ist dehalb nicht ideal für die klassischen Zeitfahrspezialisten. Wer steht im Fürstentum ganz oben auf dem Treppchen?

2. Etappe, 23. August: Monaco – Manosque, 214,3 km

Am längsten Tag wellig durch die Provence

Von der Formel-1-Strecke aus führt die längste Etappe der Rundfahrt durch die Provence in Frankreich. Mehr als 3000 Höhenmeter warten auf die Fahrer. Vielen dürfte das Profil aus der Tour de la Provence im Frühjahr bekannt vorkommen. Können sich die Ausreißer behaupten oder gibt es den Sprint eines reduzierten Hauptfelds?

3. Etappe, 24. August: Gruissan – Font Romeu, 174 km

Die erste Bergankunft bereits am dritten Tag

Zum Abschluss des Abstechers nach Frankreich steht in den Pyrenäen nahe der spanischen Grenze eine Bergankunft an. Ähnlich wie auf der 3. Etappe der Tour de France 2026 ist der Schlussanstieg nicht besonders steil, weshalb ein erneuter Sprint am Berg zwischen den Klassementfahrer wahrscheinlich ist. Oder holt sich doch ein Ausreißer das Rote Trikot?

4. Etappe, 25. August: Andorra la Vella – Andorra la Vella, 104,8 km

Auf und Ab in Andorra

Auch auf der 4. Etappe der Vuelta a España 2026 wird es nicht leichter. Ein kurzer Abschnitt durch den Zwergstaat Andorra mit vier Bergwertungen sollte für ein explosives Rennen sorgen. Am Port de Envalira erreichen die Fahrer den höchsten Punkt der Rundfahrt. Zeigt einer der Klassement-Favoriten am vierten schweren Tag erste Schwächen?

5. Etappe, 26. August: Falset. Costa Blanca – Roquetes. Terres de l‘Ebre, 173,4 km

Sind am fünften Tag endlich die Sprinter dran?

Am fünften Tag der Vuelta könnten die Sprinter erstmals zum Zug kommen. Welliges Terrain etwa 20 Kilometer vor dem Ziel mit einigen Rampen könnte den schnellen Männern jedoch einen Strich durch die Rechnung machen. Die Ausreißer werden ihre Chance wittern. Wer gewinnt das ewige Tauziehen zwischen Sprintern und Ausreißern?

6. Etappe, 27. August: Alcossebre – Castelló, 177,4 km

Steil und Schotter nahe der Küste

Bereits am Tag darauf wird es sofort wieder topographisch anspruchsvoll. Der Puerto El Bartolo, etwa 20 Kilometer vor dem Ziel, ist im oberen Teil auf vier Kilometern über zehn Prozent steil. Dazu kommt, dass die Fahrer diesen Abschnitt auf geschottertem Untergrund zurücklegen müssen. Es handelt sich jedoch nicht um eine Bergankunft. Nach einer Abfahrt geht es flach nach Castelló. Wer kann im Kampf um Rot eine erste Duftmarke setzen?

7. Etappe, 28. August: Vall d’Alba – Aramón Valdelinares, 149,8 km

Von der Küste immer nach oben ins Skigebiet

Auch auf dem siebten Abschnitt wird es nicht leichter. Den ganzen Tag geht es von der Küste aus ansteigend ins Landesinnere. In der Sierra de Gúdar steht im Skigebiet Aramón Valdelinares eine Bergankunft an. Die Anstiege sind den ganzen Tag über nicht besonders steil, trotzdem summieren sich mehr als 3500 Höhenmeter. Bekommen die Ausreißer erstmals Freiheiten?

8. Etappe, 29. August: Puçol – Xeraco, 171 km

Verfolgungsjagd an der Küste

Auch auf der 8. Etappe wird es den Sprintern nicht ganz leicht gemacht. Der Puerto de Barx, etwa 25 Kilometer vor dem Ziel, könnte Angreifern das entscheidende Sprungbrett für einen Ausreißersieg bieten. Bergfeste Sprinter könnten sich zudem selbst in der Gruppe des Tages versuchen. Wer gewinnt die Verfolgungsjagd an den Strand von Xeraco?

9. Etappe, 30. August: La Vila Joiosa/Villajoyosa – Alto de Aitana. Costa Blanca, 187,4 km

Zum Ende der ersten Woche wird es nochmal schwer

Zum Abschluss der ersten Woche kehrt die Vuelta a España in die Berge zurück. Von der Costa Blanca führt eine Schleife ins Aitana-Massiv, wo am Alto de Aitana ein langer Schlussanstieg auf die Fahrer wartet. Auf 188 Kilometern müssen sie insgesamt fast 5000 Höhenmeter bewältigen. Vor dem Ruhetag werden die Favoriten noch einmal alles versuchen, um Zeit gutzumachen, und auch das Interesse an einem Etappensieg dürfte hoch sein. Oder schleicht sich doch ein Ausreißer davon?

1. Ruhetag, 31. August

10. Etappe, 1. September: Alcaraz – Elche de la Sierra, 184,7 km

Tricky Finale in der Sierra

Zum Auftakt der zweiten Woche könnte es erneut zu einem Duell zwischen Sprintern und Ausreißern kommen. In den Ausläufern der Sierra de Alcaraz müssen die Fahrer 2720 Höhenmeter bewältigen. Im anspruchsvollen, technischen Finale auf schmalen Straßen ist ein Massensprint mit dem kompletten Hauptfeld unwahrscheinlich. Im Kampf um das Grüne Trikot könnte die Etappe entscheidend werden. Können die schnellen Männer ihre halbe Chance nutzen?

11. Etappe, 2. September: Cartagena – Lorca, 151,3 km

Sprinter gegen Ausreißer

Auf der 11. Etappe kehrt die Vuelta zurück an die Küste. Der Etappenausgang entscheidet sich mutmaßlich am Alto de Aledo, etwa 30 Kilometer vor dem Ziel. Ansonsten bietet die Etappe bis auf zwei kurze Anstiege gleich zu Beginn keine größeren Hindernisse. Die breiten Straßen mit ihren langen Geraden im Finale sollten den Sprinterteams bei der Verfolgung der Ausreißer helfen.

12. Etappe, 3. September: Vera – Calar Alto, 166,6 km

Bergankunft an der spanisch-deutschen Sternwarte

Mitte der zweiten Woche steht am Calar Alto die nächste Bergankunft an. Wieder müssen die Fahrer mehr als 4500 Höhenmeter absolvieren. Die letzten beiden Anstiege sind in Teilen sehr steil. Das Ziel liegt zudem auf 2210 Metern Höhe und liegt direkt an einer früheren spanisch-deutschen Sternwarte. Der Schlussanstieg flacht am Ende jedoch deutlich ab. Der steile Anfangsteil eignet sich somit deutlich mehr für Attacken. Sortiert sich das Gesamtklassement noch einmal neu?

13. Etappe, 4. September: Almunécar – Loja, 192,8 km

Zwischen den Bergen ein Tag für die Ausreißer

Die Spanien-Rundfahrt bleibt ein Auf und Ab. Eine lange und schwere Mittelgebirgsetappe mit fast 3500 Höhenmetern eignet sich perfekt für einen Ausreißersieg. Das vergleichsweise leichte Finale sollte dafür sorgen, dass die GC-Fahrer zwischen zwei schweren Bergetappen die Beine stillhalten. Wer kann seine Chance nutzen?

14. Etappe, 5. September: Jaén – Sierra de la Pandera, 154,5 km

An der Sierra de la Pandera wird es richtig steil

Erst auf der 14. Etappe gibt es den ersten für die Vuelta typischen Schlussanstieg mit extrem sterilen Rampen. Nach vier Jahren Pause kehrt die Spanien-Rundfahrt zur Sierra de la Pandera zurück. Doch auch die Anfahrt ist deutlich schwerer als noch 2022. Mit der Muro de Valdepenas de Jaén könnte es kurz vor dem Schlussanstieg außerdem zu Positionierungskämpfen kommen, die an die Frühjahrsklassiker erinnern. Wer fühlt sich bei Steigungen deutlich über zehn Prozent noch am wohlsten?

15. Etappe, 6. September: Palma del Río – Córdoba, 189,7 km

Wie fit sind die Sprinter am Ende der zweiten Woche noch?

Zum Abschluss der zweiten Woche steht eine Übergangsetappe an, die jedoch erneut zu höhenmeterreich für die Sprinter sein sollte. Mehr als 3000 Höhenmeter sind auf den 190 Kilometern verteilt. Lediglich zu Beginn und am Ende wird es flach. In Córdoba wartet zudem ein technisch anspruchsvolles Finale um die Innenstadt herum. Wer hat nach einer weiteren harten Woche noch die besten Beine?

2. Ruhetag, 7. September

16. Etappe, 8. September: Cortegana – La Rábida. Palos de la Frontera, 181,1 km

Nach zwei Wochen sind endlich die Sprinter an der Reihe

Nach zwei langen Wochen dürften nach dem zweiten Ruhetag auf der 16. Etappe endlich sicher die schnellen Männer an der Reihe sein. Ganz im Westen Spaniens geht es von Cortegana aus geradewegs an die Küste. Das Ziel befindet sich am bekannten Kloster La Rábida. Im Finale sind auf der kurvenarmen Strecke hohe Geschwindigkeiten zu erwarten. Welche Rolle spielt der Wind auf den exponierten Straßen an der Küste?

17. Etappe, 9. September: Dos Hermanas – Sevilla, 185 km

Teil 2 im Sprinter-Doppelpack

Nach der langen Wartezeit sind die Sprinter wohl gleich zweimal hintereinander an der Reihe. Auf der Schleife von Dos Hermanas in das benachbarte Sevilla müssen die Fahrer nur 890 Höhenmeter bewältigen. Auf breiten Straßen und über viele Kreisverkehre geht es zum Ziel, das sich direkt an der bekannten Stierkampfarena Plaza de Toros befindet. Welcher schnelle Mann nutzt die wahrscheinlich letzte Chance?

18. Etappe, 10. September: El Puerto de Santa María – Jerez de la Frontera, 32 km (Einzelzeitfahren)

Langer Kampf gegen die Uhr an der Küste

Das zweite Einzelzeitfahren der Vuelta a Espana 2026 findet spät in der Rundfahrt statt. Auf den 32 praktisch komplett flachen Kilometern von der Küste nach Jerez de la Frontera sind die absoluten Zeitfahrspezialisten an der Reihe. Die Startrampe steht in einer Stierkampfarena. Im Gegensatz zum Auftakt in Monaco gibt es vor allem lange Geraden und nur wenige Kurven. Einzig der unberechenbare Wind an der Küste könnte für Überraschungen sorgen. Wie ordnet sich das Gesamtklassement vor den entscheidenden Bergetappen?

19. Etappe, 11. September: Vélez-Málaga – Penas Blancas. Estepona, 210 km

Zum vorletzten Mal in die Berge

Der zweitlängste Abschnitt der Rundfahrt bildet den Auftakt zum Doppelpack der entscheidenden Bergetappen. Immer nahe der Küste geht es durch die Sierra de las Nieves. Am langen Schlussanstieg nach Penas Blancas steht nach mehr als 4000 Höhenmetern die vorletzte Bergankunft an. Das Ziel befindet sich dennoch nur auf 1260 Metern Höhe. Die Ausreißer sollten auch wegen der Länge eine gute Chance haben. Welcher Klassmeentfahrer bringt sich vor dem großen Finale noch einmal in Position?

20. Etappe, 12. September: La Calahorra – Collado del Alguacil, 186,8 km

Am vorletzten Tag wartet die Königsetappe

Wie bei der Tour de France steht die Königsetappe der Vuelta a España erst zum praktisch letztmöglichen Zeitpunkt auf dem Programm. Zum Abschluss müssen die Fahrer noch einmal fast 5000 Höhenmeter bewältigen. Nach einem vergleichsweise leichten Beginn geht es über vier schwere Bergwertungen, die in verschiedenen Runden durch die Sierra Nevada befahren werden. Das lädt zu frühen Attacken ein. Doch auch am zehn Prozent steilen Schlussanstieg sind noch große Abstände möglich. Wird das Gesamtklassement am vorletzten Tag noch auf den Kopf gestellt?

21. Etappe, 13. September: Carrefour Granada – Granada, 112 km

Auch zum Abschluss haben es die Sprinter nicht leicht"

Auch auf der 21. Etappe werden die Sprinter wohl ihrer Chance verwehrt. In Granada beschließt ein Rundkurs mit einem Anstieg zur Stadtburg Alhambra die 91. Ausgabe der Vuelta a Espana. Sollten die GC-Zeiten nicht wie bei der Schlussetappe der Tour de France neutralisiert werden, könnte es auch zwischen den Klassementfahrern noch einmal zu letzten Attacken kommen. Nach der letzten Abfahrt sind es fünf flache Kilometer durch das Zentrum, bis die Spanien-Rundfahrt am Fluss Genil beschlossen wird.

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