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14.08.2018 | (rsn) – Weiterhin an der Spitze der Gesamtwertung liegt Pierre Bischoff beim "Red Bull Trans-Siberian Extreme 2018". Die heute früh beendete 13. Etappe war die längste für die sechs Teilnehmer: 1373 Kilometer ging es von Chita nach Svobodny, und damit über zwei Tage nonstop. Mit einem neuen Streckenrekord auf diesem Monster-Abschnitt gelang dem 33-jährigen Duisburger Bischoff ein weitere Etappen-Sieg.
Erstmals in der Geschichte des Rennens blieb ein Athlet
auf dieser Etappe unter 50 Stunden: Nach 49 Stunden und 46 Minuten erreichte der Sieger des Race Across America 2016 die Ziellinie in Svobodny, 4 Stunden und 20 Minuten vor dem Dänen Michael Knudsen.
Nur vier der sechs Fahrer des Trans-Siberian Extreme konnten die Etappe beenden, der Russe Wladimir Gusev und der Spanier Patricio Doucet brachen vorzeitig ab. Sie können zwar noch die letzten beiden Etappen in Angriff nehmen, werden in der Gesamtwertung aber nicht mehr berücksichtigt.
"Vom Beginn an fuhr ich mein Tempo, und habe nur
auf mich geschaut. Nach 100 Kilometern schloss Gusev zu mir auf, und zog dann noch an. Ich entschied mich aber weiter für meinen Rhythmus und holte ihn beim ersten Food-Stop wieder ein", sagte sich Bischoff im Gespräch mit radsport-news.com.
Zwar schloss Gusev später wieder auf und blieb für einige Zeit am Hinterrad des Deutschen. Als er aber reißen lassen musste. kam es zu seiner zweiten Etappen-Aufgabe beim Rennen 2018. Bischoff: "Bis dorthin fuhr ich einen Schnitt von 34 km/h. Danach entschied ich mich für eine Pause mit Kleidungswechsel, denn die Temperaturen fielen bis zu fünf Grad Celsius und im Nebel war es nicht lustig zu fahren".
Das schnelle Angangs-Tempo konnte der Duisburger
nicht ganz halten. Er verlor nach dem Sonnenaufgang komplett seinen Rhythmus. "Ich quengelte nur am Rad rum. Und es wurde auch am zweien Tag leider nicht besser", erklärte der Gesamtführende, der danach mehrere Power-Naps einlegte.
"Erst nach 750 Kilometern war ich dann im Flow. Die Hälfte der 1373 Kilometer absolvierte ich in den ersten 24 Stunden"erinnert sich Bischoff: "In der zweiten Nacht habe ich eine 15-minütige Schlafpause eingelegt. Das hat mir bis zum Sonnenaufgang geholfen und danach strahlte ich mit ihr um die Wette."
Nach der Verpflegung beim zweiten Food-Stop bei
genau 1000 Kilometer ging es durchgehend bis ins Ziel. "Ich bin glücklich, trotz der letzten 100 Kilometer bei Gegenwind, dass es sich noch ausgegangen ist, dass ich die Etappe unter 50 Stunden beende, als erster Fahrer überhaupt", berichtete Bischoff. Er ist nun nur noch zwei Tagesabschnitte vom Gesamtsieg entfernt. Bis zum Japanischen Meer in Wladiwostok fehlen noch 1450 Kilometer, die auf zwei Etappen verteilt sind.
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