19. Nov. - Bernau - 140 km, 200 km - “unsupported“

Berlin - Angermünde - Berlin: Rückkehr eines Klassikers

Foto zu dem Text "Berlin - Angermünde - Berlin: Rückkehr eines Klassikers"
| Foto: steppenwolf-berlin.de

25.10.2022  |  (rsn) - Sommer 1910 in Berlin: Der legendäre Sport-Palast, Schauplatz des Sechstagerennens öffnet - und die Radfernfahrt "Berlin - Angermünde - Berlin" wird erstmals ausgetragen, auf Stahlrossen ohne Schnickschnack, ohne Unterstützung, über Kopfsteinpflaster und Sommerwege. Das Rennen über 150 km bis 240 km durch die Uckermark ist bald ein echter Klassiker, in der DDR gehört es zu den wichtigsten Frühjahrsrennen. Im Jahr 1957 wurde BAB zu Ehren von Erich Schulz, einem jung tödlich verunglückten Radsportler, in Erich-Schulz-Gedenk-Rennen umbenannt; in den 60ern nahmen auch polnische, kubanische und holländische Fahrer teil.

1990 war dann Schluss – bis zu diesem Jahr:
Markus Lenz, Veranstalter der "Steppenwolf Bikepacking Challenge" (mehr dazu in diesem rsn-Artikel), legt Berlin - Angermünde - Berlin wieder auf. Am 19. November geht's über 140 oder 200 km von der Metropole durch die Uckermark und zurück. "Doch wir kehren nicht mit Profis auf die Straße zurück – sondern unsupported auf Pflasterwegen, DDR-Platten, Schotterpisten und Steppe", sagt Markus: "Ein wilder Ritt durch feinstes Steppenwolf-Gebiet, alleine oder im Rudel, eine Hommage an vergangene Held/innen."

Start ist am 19. November kurz nach Sonnenaufgang um 8 Uhr, in Bernau bei Berlin. Von dort geht's per GPX-Track über mittelalterliches Kopfsteinpflaster, Betonplattenwege aus der DDR, frischen Schotter und einige Hügel in der Uckermark und am Rand des Oderbruchs.

"Berlin - Angermünde - Berlin ist kein Rennen,
sondern eine wilde und solidarische Fahrt auf historischen Wegen", betont Markus: "Mit welchem Rad ihr teilnehmt, liegt ganz an euch. Um zu finishen, müsst ihr das Ziel in Bernau vor Mitternacht wieder erreichen." In der „Alten Post“ kann man sich anschließend mit Getränken und veganer Paella wärmen.

Von Bernau geht es über Eberswalde in die Schorfheide: Rund um das Kloster Chorin warten die ersten Kopfsteinpflaster-Passagen. In Angermünde habt ihr die Hälfte noch nicht ganz, denn der Rückweg führt Richtung Schiffshebewerk. Ab dem Parsteiner See warten mehrere Pavé-Anstiege, derjenige zum Maienpfuhl mit 100 Höhenmetern ist der Längste. Hinter der Oderbruchkante geht es über einige Plattenweg-Sektoren zurück nach Bernau.

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