Kampf gegen Hitze, Katze und Kurve

Politt in der Schweiz mit “gutem Test für die DM nächste Woche“

Von Kevin Kempf

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Nils Politt (UAE – Emirates – XRG) beim Zeitfahren der Tour de Suisse | Foto: Cor Vos

20.06.2026  |  (rsn) – Wenn man negativ betrachten will, wurde Nils Politt (UAE – Emirates – XRG) auf der 4. Etappe der Tour de Suisse (2.UWT) im Zeitfahren drittschlechtester Fahrer seines Teams. Positiver – und wohl auch realistischer – eingeordnet war der 32-Jährige als 14. bester Deutscher und auf 23,8 Kilometern rund um Aarburg nur 43 Sekunden langsamer als Tagessieger; sein Teamkollege und Kapitän Tadej Pogacar.

Zwischenzeitlich durfte Politt sogar auf dem Hot Seat Platz nehmen. Zweimal "zwang" er während seiner Fahrt den Regisseur sogar zu einer Zeitlupe. “Das waren zwei gefährliche Situationen“, erzählte der Tour-Etappensieger von 2021 am Eurosport-Mikrofon. “Eine Katze kam hinter einem Baum hervor und überquerte plötzlich die Straße. Zum Glück reagierte ich schnell genug“, schilderte er die Szene, bei der nicht viel zu einem Unfall fehlte.

Kurz danach gab es eine weitere verlangsamte Wiedergabe von Politt. “Eine Kurve habe ich später viel zu weit genommen. Da bin ich im Gras gelandet und habe zwei oder drei Sekunden verloren. Am Ende hat es aber trotzdem zur Bestzeit gereicht“, sagte der UAE-Profi.

Zu kämpfen hatte er allerdings nicht nur mit Katzen und Kurven. “Die Hitze haben wir hier schon seit drei Tagen, das macht es natürlich nicht einfacher. Der Puls ist immer superhoch, der Sauerstoff kommt nicht so gut in die Beine. Das macht alles schwerer, aber ich bin ganz gut damit zurechtgekommen“, urteilte er. “Ich bin wirklich zufrieden über meine Zeitfahrleistung. Das war ein guter Test für die DM nächste Woche“, fügte Politt an.

Der lief für Titelverteidiger Maximilian Schachmann (Soudal – Quick-Step) nicht nach Wunsch. Der 32-Jährige brauchte für den Kurs 49 Sekunden länger als Politt. Mit Emil Herzog (Red Bull – Bora – hansgrohe) landete sogar noch ein Deutscher zwischen den beiden Medaillen-Anwärtern für die Zeitfahr-DM. Marco Brenner (Tudor), 2024 Siebter im nationalen Kampf gegen die Uhr, wurde in Aarburg 46.. Jonas Rutsch (Lotto – Intermarché), der 2022 als Vierter knapp an DM-Bronze vorbeischrammte, beendete die Etappe auf Rang 59.

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