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26.08.2004 | Teilnehmer, Besucher und Veranstalter erlebten an diesem Wochenende bei „Rad&Run am Ring“ viele sportliche Höhepunkte, aber auch wettertechnische Tiefs. Das 24h-Radrennen, der Nürburgringlauf und der „King of the Ring“ waren die Highlights des Sportevents am Nürburgring. Fast 9.000 Teilnehmer stellten sich den Herausforderungen der topographisch faszinierenden Eifellandschaft.
Insgesamt 8824 Teilnehmer trotzen den typischen Wetterkapriolen der Eifel und eroberten den Nürburgring auf dem Fahrrad, zu Fuß oder mit Inline-Skatern. Von Freitag- bis Sonntagabend standen 19 verschiedene Disziplinen und Distanzen auf dem Programm. An den Laufdisziplinen nahmen 3358 Sportler teil, auf zwei Rädern waren es 3436.
In der Königsdisziplin der Radfahrer, das 24h-Rennen, gingen am Freitag um 19.30 Uhr bei heftigem Regen 72 Einzelfahrer und 131 Teams an den Start. Auch in den folgenden 24 Stunden wurde das Wetter kaum besser, was an der guten Stimmung der Fahrer jedoch wenig änderte. Sichtlich erleichtert, stolz und froh waren die Teilnehmer nach dem Zieleinlauf am Samstagabend. Ein Teilnehmer freute sich nach Erreichen des Ziels einfach nur auf „ein schönes kaltes Bier“, viele andere auf „eine heiße Dusche und ein warmes Bett“.
Am Samstagmorgen starteten die Jedermannrennen über die Distanzen 62, 106 und 123 Kilometer. Die Strecke erforderte nicht nur sorgfältige Kräfteeinteilung, sondern aufgrund der nassen Fahrbahn auch etwas mehr Mut als unter normalen Bedingungen. Hier kam einem Teilnehmer seine Streckenkenntnis vom Motorradfahren zugute: „Auf der nassen Fahrbahn waren einige doch etwas unsicher. Ich kannte die Strecke schon und wusste an den meisten Stellen, wie schnell ich fahren kann“, erklärte er.
Am Sonntag um 9.30 Uhr fiel bei Sonnenschein und lauffreundlichen Temperaturen der Startschuss für den 24. Internationalen Nürburgringlauf, der nach dreijähriger Pause sein Revival feierte. Neben den zahlreichen Sportlern aus Deutschland, gingen auch Läufer aus der Ukraine und Kenia an den Start, die prompt Platz eins und zwei belegten. Wer sich nicht über die 23,8 Kilometer durch die „Grüne Hölle“ wagen wollte, konnte auf der Grand Prix-Strecke über fünf oder zehn Kilometer laufen. Doch auch dieser Kurs hatte es in sich: „Der Anstieg nach der Dunlop-Kehre zieht sich, da haben alle auf die Zähne gebissen“, erzählte eine Teilnehmerin über zehn Kilometer. „Aber es war toll, wir haben uns gegenseitig angestachelt und motiviert, da gab es kein Geschiebe und nichts. Super!“
Die Mountainbiker starteten am Sonntagmorgen auf dem Nürburgring bei Sonnenschein über 36, 65 und 106 Kilometer. Bei allen Distanzen war das Bergzeitfahren an dem Steilstück zwischen den Streckenabschnitten „Klostertal“ und „Hohe Acht“ inklusive. „Das geht ganz schön auf die Knochen, vor allem wenn man schon etliche Kilometer hinter sich hat“, erzählte einer der Teilnehmer, der die 65 Kilometer fuhr.
Die größte sportliche Herausforderung bei „Rad&Run am Ring“ war neben dem 24h-Radrennen der Nürburgring-Triathlon „King of the Ring“. Mit 106 km Radfahren, Mountain-bike-Halbmarathon und 23,8 km Laufen hatten die Teilnehmer hier einen ultimativen Härtetest vor sich. „King of the Ring“ wurde schließlich Rainer Stahl mit einer Gesamtzeit von 9:17:10.
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