ADFC und BUND küren fahrradfreundlichsten Städte

18.09.2005  |  Die Gewinner des Fahrradklimatests 2005 stehen fest: Fahrradfreundlichste Großstadt ist Münster. Mit einer Durchschnittsnote von 2,05 ist die Stadt auch knapper Gesamtsieger. In der Gruppe bis 200.000 Einwohner geht der erste Preis an Erlangen, und bei den Städten bis 100.000 Einwohner siegt Bocholt. Auf dem Siegertreppchen stehen damit Kandidaten, die bereits 2003 oben waren.

In einer bundesweiten Umfrage hatten der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) ermittelt, wie fahrradfreundlich Deutschlands Städte sind. Über 26.000 Fragebögen wurden ausgefüllt, das sind 18.000 Bögen mehr als vor zwei Jahren. Das zeigt das steigende Interesse der Bürger für den Radverkehr, so der ADFC.

Professor Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), überreichte den Vertretern der Städte jetzt in Köln die Preise. Troge sagte: „Radfahren ist aktiver Klimaschutz und private Gesundheitsvorsorge in einem.“ Die Gewinner erhielten Gutscheine für eine Informations- und Motivationsreise in die Niederlande – weltweit Vorbild bei der Radverkehrsförderung.

Obwohl fast alle Städte ihr Fahrradklima in den vergangenen Jahren leicht verbessern konnten, sind die Radfahrer längst nicht überall zufrieden: Hohes Diebstahlrisiko, Falschparker auf Radwegen und die schlechte Führung des Radverkehrs an Baustellen vorbei haben selbst der Fahrradhauptstadt Münster eine schlechtere Bewertung als 2003 eingebracht. Städte, die für das Radfahren werben und in denen Radfahrer Einbahnstraßen in Gegenrichtung benutzen können, haben insgesamt besser abgeschnitten, so der ADFC. In diesen Städten spielen auch emotionale Aspekte wie das „Sicherheitsgefühl“ eine größere Rolle.

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