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21.05.2025 | Nach einer Woche Trainingslager inklusive des Starts beim Gampenpass-Rennen, reiste das Team Velolease mit vielen Höhenmetern in den Beinen direkt aus dem Passeiertal bei Meran zum Imster Radmarathon an. Das Ziel war klar formuliert: Man wollte mit Kapitän Florian Christ ein Top-Ergebnis einfahren und das "Kapitänssterben" der beiden letzten Rennen vergessen machen. Mit Johannes Schäfer, André Reinlein, Philipp Stratmann, Sebastian Stöhr, Daniel Haible und Ronny Stober war man bestens aufgestellt und alle waren heiß auf den ersten Alpen-Marathon 2025.
Eisige Temperaturen, Regen und tiefe Wolken am Sonntagmorgen machten klar, dass dies ein echter Härtetest werden würde. Schon am Start herrschten widrigste Bedingungen, aber trotz Nässe und Kälte gingen beeindruckende 950 Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei 5 Grad auf die Langdistanz über 110 Kilometer und 2.300 Höhenmeter. 680 erreichten am Ende das Ziel.
Auf der Königsstrecke war auch das Team Velolease am Start. Nach der Rennbesprechung schien klar, dass das Rennen am Silzer Sattel entschieden werden würde. Es galt also Teamkapitän Flo möglichst sicher und energiesparend in den 10 Kilometer langen und mit 1.000 Höhenmetern sehr anspruchsvollen Anstieg zu bringen. Dieser Plan ging gut auf.
Während Daniel und Ronny am Anfang das Tempo hochhielten, erreichte Flo gemeinsam mit Hannes, Phil und Andre die Einfahrt zum Anstieg am Silzer Sattel. Leider gab es davor jedoch einen erneuten, herben Rückschlag für das Team, denn Basti stürzte über einen vor ihm weggerutschten Fahrer und musste das Rennen vorzeitig beenden. Es sollte nicht der einzige Sturz im Team bleiben, denn auf der nassen Abfahrt nach Oetz rutschte Johannes weg und fand sich am Ende im selben Krankenhaus wie Basti wieder.
An der Spitze des Rennens setzte sich der spätere Sieger und haushohe Favorit, der Kanadier Jack Burke, mit einem kraftvollen Solo-Angriff erwartungsgemäß am Silzer Sattel ab. Er fuhr nicht nur uneinholbar dem Feld davon, sondern stellte mit einer Zeit von 3:04:20 Stunden am Ende auch einen neuen Streckenrekord auf. Dahinter zerfiel die Verfolgergruppe in viele Teile und Florian Christ fuhr gemeinsam mit Paul Viehböck vom MaxSolar Cycling Team in einer 2-Mann-Gruppe Richtung Ziel.
Die Beiden harmonierten gut und wechselten sich im Wind ab. In der Abfahrt konnte Paul das Tempo jedoch nicht ganz mitgehen und so musste Flo mehrfach auf ihn warten – in der Ebene funktionierte das Duo dafür umso besser. Besonders sportlich: Bei einem Kettenabwurf half Paul prompt, schob Flo kurz an, damit dieser wieder aufs Rad kam – eine starke Geste des Fairplays!
Im Zielsprint musste sich Flo schließlich knapp gegen Paul geschlagen geben und belegte einen starken siebten Gesamtrang sowie den dritten Platz in seiner Altersklasse. Damit stand er in 2025 bisher bei jedem seiner Rennen auf dem Podium, was erneut sein Potential aufzeigte. Ebenfalls stark unterwegs und wieder auf dem Podium war Philipp Stratmann, der mit einer hervorragenden Leistung den zweiten Rang in seiner Altersklasse einfahren konnte und den Sieg nur um wenige Sekunden verpasste.
Die beiden gestürzten Fahrer Basti und Hannes wurden schnell aus dem Krankenhaus entlassen. Glücklicherweise blieben alle Knochen heil, und die Wunden konnten rasch versorgt werden. Noch am selben Abend hatten beide wieder ein Lächeln im Gesicht. Die Motivation ist ungebrochen und beide blicken bereits wieder fokussiert auf das nächste große Ziel: die Tour Transalp.
Trotz Rückschlägen bleibt die Leistung des Teams Velolease bemerkenswert – Einsatz, Teamarbeit und Kampfgeist waren bei diesem Wetter ebenso gefragt wie Kraft in den Beinen. Der Imster Radmarathon 2025 wird als besonders fordernde, aber auch charakterbildende Ausgabe in Erinnerung bleiben.
Gesamtergebnisse des Teams Velolease im Einzelnen:
7. Florian Christ
17. André Reinlein
36. Philipp Stratmann
102. Daniel Haible
103. Ronny Stober
DNF Basti Stöhr, Johannes Schäfer
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