--> -->
14.05.2012 | Habe ich vor zwei Wochen bei der Velotour in Frankfurt geschrieben, dass es morgens nicht frisch, sondern kalt war? Ich muss mich berichtigen. Frisch war's in Frankfurt, aber kalt... kalt war's in Schleiz. Vier Grad beim Aussteigen aus dem Auto. Und verdammt, ich hätte mich verfluchen können, auf den Wetterbericht zwei Tage vorher gehört zu haben: Lediglich Armlinge, nicht aber Beinlinge hatte ich dabei.
Also Zähne zusammenbeißen, und in kurzer Hose starten, hieß die Devise. Doch schon beim Warmradeln merke ich: Nein, ganz kurz geht gar nicht. Alle anderen um mich herum hatten wenigstens Knielinge an... Dann treffe ich meine Team-Kameraden Flo und Dave. Letzterer gibt mir ganz kameradschaftlich seine X-Bionic Spyker, so dass ich wenigstens warme Waden behalten konnte. Das war auch bitter nötig, wie ich im Rennverlauf merkte.
Zusammen rollen wir in den Startbereich, und treffen dort auf Gabor und Philipp. Gabor, der harte Hund, fährt tatsächlich kurz-kurz: in kurzer Hose, und nur mit der Windweste überm Kurzarm-Trikot.
Dann der Start, und ab geht's. Ich bleibe an der Spitzengruppe - und vergesse sofort mein Vorhaben, nicht auf Teufel komm raus dran zu bleiben, und mir die Kräfte gut einzuteilen. Mit atemberaubender Geschwindigkeit braust das Feld durchs Schiefergebirge.
Bei Rückenwind und leicht abschüssiger Straße schaue ich auf den Tacho: Geschwindigkeit jenseits der 60, Puls im aerob/ anaeroben Bereich, und Trittfrequenz bei über 120(!). So bekomme ich langsam Schwierigkeiten, das Tempo zu halten, und damit den Anschluss an die Gruppe. Was aber eher der Übersetzung meiner Kompaktkurbel geschuldet ist, als meiner Form.
Leise ärgere ich mich, und wünsche mir ein größeres Blatt. Doch gleich an der nächsten Rampe verringert die Gruppe die Geschwindigkeit, und ich komme wieder heran. Die Anstiege mit teilweise bis zu 15 Prozent Steigung zeigen mir dann auch im weiteren Verlauf, dass die Kompaktkurbel doch nicht sooo schlecht ist.
Die erste Runde ist nach etwa zwei Stunden erledigt. Ich freue mich, noch fit zu sein. Unsere Gruppe allerdings ist im letzten Anstieg vor der Ziellinie zerfallen. Es hat sich eine kleinere Gruppe von 20 bis 30 Fahrern um Beate Zanner (Merkur Druck) und Armin Praml (Team Drinkuth) gebildet. Wir harmonieren gut, und fahren gleiches Tempo.
Armin und ich wechseln uns mit der Tempoarbeit an der Spitze immer wieder ab. Zwischendurch bleibt sogar noch Zeit für einen kurzen Plausch. So fahren wir über 50, 60 km gemeinsam dahin, und bewältigen Kuppe für Kuppe. So allmählich sollte das Ziel näher kommen, doch der Tacho bewegt sich nur langsam. 30 bis 40 km/h Geschwindigkeit sind es allerdings immer noch.
Dann wieder der Ziel-Anstieg. Mein letztes Gel ist aufgebraucht, und die Oberschenkel schmerzen. Den Kontakt zur Gruppe kann ich nicht mehr halten, und lasse sie ziehen. Jetzt sind es noch sieben bis acht Kilometer ins Ziel, die es allein zurückzulegen gilt.
Doch ich war nicht der einzige, der die Gruppe ziehen lassen musste. Vor mir lässt sich ein zurückgebliebener Fahrer vom Roten Kreuz eine Flasche Wasser aus dem Fahrzeug reichen, und teilt sie mit mir. Leider standen auf den Rückennummern keine Namen, so dass ich mich hier nicht namentlich bedanken kann.
Ein tiefer Schluck aus der Flasche, der ausnahmsweise nicht nur nach Zucker schmeckt - das tut gut, und mobilisiert die letzten Kräfte bis zum Ziel. Dort traue ich meinen Augen kaum: Fünf Stunden Fahrzeit war mein Ziel; 4 Stunden 23 sind es geworden - und somit Platz 98 in der Gesamtwertung. Die ersten wichtigen Punkte für den German Cycling Cup sind eingefahren.
Mein Resüme: Schleiz hat es in sich. 2300 Höhenmeter auf 145 Kilometer - das hat schon weh getan. Aber nächstes Jahr bin ich wieder dabei.
16.10.2026Zwei Wochen Indoor-Spaß mit Profi-Begleitung Bei ROUVY, der weltweiten Online-Trainingsplattform, ist das Radfahren auf wirklichkeitsnahen virtuellen Strecken nur ein Aspekt – der andere ist der Anspruch, aus Tausenden von Nutzenden eine echte
07.10.2026UCI Granfondo Tre Valli Varesine: Su e giu, auf und ab... Was für das Team Velolease vor sechs Monaten in Italien begann, sollte nun auch dort, südlich der Alpen enden. So reisten wir vergangenes Wochenende in die Lombardei, nach Varese. Es stand mit dem G
05.10.2026Trainieren wie Topstar Rosa Klöser Die Canyon//SRAM-Fahrerin hat gute Chancen, ihre Blitzkarriere mit dem WM-Titel zu krönen. Begleitet wird sie seit 2024 von den Kölner Trainings-Experten von SCYENCE – und die haben nicht nur Sp
18.09.202616. Auflage des KOTL mit Rekord-Starterfeld Noch einmal schlafen – dann gehört der Attersee wieder ganz den Zeitfahrerinnen und Zeitfahrern. Beim King of the Lake fällt dieses Jahr eine neue Bestmarke: Erstmals gehen 1.600 Athletinnen und
17.09.2026BrezelRace: Team Strassacker besetzt Podium und Top Ten Nach fünf Rennen schon Publikumsliebling: Das schwäbische BrezelRace zog am vergangenen Sonntag knapp 3000 Starter an. Es ging über Klassiker-Terrain, durch die Hügel nördlich von Stuttgart, mit
12.09.2026Ultrakurz-Rennen als Rettung des Straßenradsports? (rsn) - Die Glocken des Salzburger Doms läuten passend zur Siegerehrung des City Hill Climbs, einem innovativen Rennkonzept mitten im Zentrum der Mozartstadt. Herzstück ist der 900 Meter lange Aufst
11.09.2026Team Strassacker: Gemeinsam zum Gesamtsieg Nach dem harten Ötztaler Radmarathon stand für das Team Strassacker nur fünf Tage später die nächste Herausforderung auf dem Programm: Das Drei-Etappen-Rennen Riderman in Bad Dürrheim, schon sei
09.09.2026Sauerland-Rundfahrt: Starkes Heimspiel bei der Premiere Elias Jakobs hat dem Team Velolease bei der Premiere der Sauerland-Rundfahrt einen Podiumsplatz beschert: Der Betzdorfer belegte nach 132 Kilometern und rund 2400 Höhenmetern den dritten Rang. Dahint
04.09.2026Team Velolease: Zum vierten Mal auf dem Stockerl Mehr als 4000 Starter jedes Jahr - der Ötztaler Radmarathon gehört für viele Radsportler/innen zum Höhepunkt der Saison. Für das Team Velolease war die 45. Auflage des Klassikers noch einmal etwa
02.09.2026Team Strassacker: Trotz Verpflegungs-Problemen am Podium 227 Kilometer, 5500 Höhenmeter, vier Pässe - schon die blanken Zahlen des Ötztaler Radmarathons sprechen für sich. Am vergangenen Sonntag stellten sich fünf Jungs des Teams Strassacker - Nils Kes
30.08.2026Der Ötztaler Radmarathon im Livestream (rsn) - Der legendäre Ötztaler Radmarathon live und in voller Länge im Stream: 227 Kilometer und 5500 Höhenmeter erwarten tausende Radfahrer am Sonntag. Vier Alpenpässe müssen überwunden werden
27.08.2026Deutschland-Tour Jedermann: Wieder ganz oben am Treppchen Das Jedermannrennen der Deutschland-Tour gehört fest zur Team-Geschichte des Teams Strassacker - war es doch Anlass für seine Gründung. Nachdem wir dabei im Vorjahr leer ausgingen, sollte in diesem