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25.09.2026 | (rsn) – Zum zweiten Mal seit dem Gewinn des Weltmeistertitels durch Felix Gall 2015 in Richmond in den USA hat es am Donnerstag ein Österreicher in die Top 5 der Junioren-WM geschafft: Nach Platz fünf von Alexander Hajek 2021 im belgischen Leuven fuhr in Montreal nun Michael Hettegger als Fünfter über den Zielstrich. Wie damals Hajek, so nahm auch er am Sprint um Bronze hinter zwei Solisten teil und verpasste die Medaille nur knapp.
"Es war ein richtig zähes Rennen: Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so früh schon losgeht, sondern mich eher auf die letzten zwei, drei Runden eingestellt", sagte der 18-Jährige aus Bad Ischl anschließend und beschrieb damit indirekt auch schon, wie die zehn Runden auf dem schweren, kanadischen WM-Kurs für ihn verlaufen waren. Denn Hettegger glänzte vor allem hinten raus.
Als der spätere Weltmeister Benjamin Noval aus Spanien früh seine ersten Attacken setzte und bereits in der viertletzten Runde aus dem Feld zu einer Spitzengruppe vorfuhr, war Hettegger nämlich noch nicht bereit für derartige Aktionen. "Da waren wir zu weit hinten", gab Landsmann Michael Ortner zu, der am Ende 18. wurde, und Hettegger gestand: ___STEADY_PAYWALL___
Im Sprint um Bronze unterlag Hettegger (rechts) dem Schweden Wändel und dem Deutschen Kings. | Foto: Cor Vos
"Als Noval so früh attackierte, dachte ich, er sei nervös. Aber das war er nicht, er war einfach so schnell! Es ist komplett krank, wie er heute gefahren ist. Es war dann so ein schweres und chaotisches Rennen."
Glücklicherweise, aus österreichischer Perspektive, waren Hettegger und Ortner aber nicht die Einzigen, die die frühen Tempoverschärfungen unterschätzt hatten. Auch der Schwede Elias Wändel, im Vorjahr als Siebter bereits bester 'Erstjähriger' im Junioren-WM-Rennen von Ruanda, und der Slowene Gal Stare blieben im Feld sitzen.
So konnten sie schließlich in den letzten zwei Runden gemeinsam die Aufholjagd starten und aus dem Peloton nach vorne fahren. Bis auf Noval und den Franzosen Simon Defrance holten sie alle vorher enteilten Kontrahenten wieder ein – und bis auf den Deutschen Owen Kings hängten sie sie im letzten Umlauf auch alle sogar noch ab.
"Die letzten zwei Runden habe ich mir gedacht, jetzt muss ich was machen mit meinen Haxn – denn ich habe wirklich gute Beine heute eigentlich gehabt", sagte Hettegger, der dann am letzten Anstieg des Rennens – abgesehen von der ansteigenden Zielgeraden – noch eine Attacke versuchte.
"Ich wollte, wenn es irgendwie geht, allein zur Linie kommen – oder maximal zu zweit. Aber die Beine waren auf der Schlussrunde dann tot. Als Wändel attackiert hat, habe ich schon richtige Krämpfe gehabt. Dann habe ich es nochmal probiert, aber es hat leider nicht geklappt", so der Österreicher, der sich im Bergaufsprint des Quartetts dann Wändel und Kings geschlagen- und mit Platz fünf zufriedengeben musste.
Seinen Blick warf er aber sofort auch schon auf das nächste Event in Slowenien in einer Woche voraus: "Jetzt schauen wir, wie es bei der EM geht…"
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