Mehr Freiheiten für wiedergenesenen Bora-Profi?

Drucker hofft, von Bennetts Abgang profitieren zu können

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Jempy Drucker geht in seine zweite Saison bei Bora - hansgrohe. | Foto: Cor Vos

03.02.2020  |  (rsn) – In seiner ersten, von Verletzungen geprägten Saison bei Bora – hansgrohe war Jempy Drucker, abgesehen von seinem 6. Platz beim Omloop Het Nieuwsblad (1.UWT), vornehmlich in der Helferrolle zu finden. 2020 nun hofft der Luxemburger auf mehr Freiheiten.

In die Karten spielen dürfte ihm dabei der Abgang von Sam Bennett. Zwar verfügt der Raublinger Rennstall mit Pascal Ackermann und Peter Sagan noch immer über überragende Sprinter, doch das Duo wird sicherlich nicht alle  Rennen abdecken können. “Vielleicht wird es für mich ohne Bennett mehr Möglichkeiten im Sprint geben“, erklärte Drucker am Rande der Mallorca Challenge, wo er seine Saisonpremiere gab, gegenüber Directvelo.

Noch geht es für den 33-Jährigen vornehmlich aber darum, wieder zu alter Stärke zurückzufinden, nachdem ihm 2019 zwei schwere Stürze alle Hoffnungen auf Erfolge geraubt hatten. Der letzte war bei der Vuelta a Espana und bedeutete das vorzeitige Saisonende. “Ich bin jetzt vier Monate keine Rennen gefahren und habe mich schon gefragt, ob ich wieder zu meinem alten Niveau zurückkehren kann. Ich habe im Winter aber gut trainiert. Die Form kommt langsam zurück, aber noch fehlt etwas Druck auf dem Pedal. Generell fühle ich mich jedoch gut“, gab sich Drucker vorsichtig optimistisch.

Am Schlusstag der Mallorca Challenge gab er zumindest schon eine kleine Kostprobe seines Könnens und war im Finale in einer Ausreißergruppe unterwegs, die von den Sprinterteams aber wieder eingefangen wurde.

Derzeit ist noch nicht absehbar, wann Drucker bei Bora – hansgrohe in die Kapitänsrolle schlüpfen kann - zumal mit Erik Baska und Neuzugang Martin Laas noch zwei weitere endschnelle Fahrer im Aufgebot stehen. Derweil hat Drucker auch ein anderes Betätigungsfeld gefunden. “Pascal Ackermann hat mit Rüdiger Selig seine Lokomotive. Aber immer mal wieder werde ich dort auch als vorletzter Mann im Zug zum Einsatz kommen. Es ist ein gutes Gefühl, einen Mann am Hinterrad zu haben, der das Rennen gewinnen kann“, meinte der Ex-BMC-Profi, der schon in der letzten Saison für Bennett als Anfahrer Verantwortung übernahm.

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