Vorschau Tour des Alpes Maritimes et du Var

Auf Quintana & Co. warten drei actionreiche Tage in den Seealpen

Foto zu dem Text "Auf Quintana & Co. warten drei actionreiche Tage in den Seealpen"
Tour de Alpes Maritimes et du Var 2020 | Foto: Cor Vos

18.02.2021  |  (rsn) - Während andernorts die Straßensaisonnoch nicht begonnen hat, steht im Frankreich ab Freitag mit der Tour des Alpes Maritimes et du Var (2.1) bereits die dritte Rundfahrt des Jahres auf dem Programm. Ähnlich wie zuvor schon der Etoile de Bessèges und die Tour de la Provence profitiert auch die dreitägige Rundfahrt durch die Seealpen von coroanbedingten Rennabsagen. So kann der Veranstalter die beste Startliste seit Jahren mit gleich elf WorldTeams präsentieren.

Angeführt wird das Feld von Giro-Sieger Tao Geoghegan Hart (Ineos Grenadiers), an dessen Seite unter anderem Geraint Thomas, Toursieger von 2018, antreten wird. Zudem wird auch Titelverteidiger Nairo Quintana (Arkéa Samsic) nach auskurierter Verletzung sein Saisondebüt geben, gleiches gilt für Thibaut Pinot (Groupama - FDJ). Ob das Quartett aber bereits in der Lage ist, auf bergigem Terrain um den Gesamtsieg mitzufahren, bleibt eine spannende Frage. "Ich werde mich voll in den Dienst der Mannschaft stellen. Meine Vorbereitung war nicht ideal, ich brauche einfach Rennkilometer", winkte Pinot bereits  ab. Der Franzose wird deshalb für seinen jungen Teamkollegen David Gaudu fahren.

Die Rundfahrt beginnt am Freitag mit 188 anspruchsvollen Kilometern zwischen Biot und Gourdon, wobei im Finale der Col du Gourdon (2. Kat) dreimal bewältigt werden muss. Der Anstieg, an dessen Ende auf 736 Metern Höhe eine Bergankunft wartet, ist zwar nur vier Prozent steil, dafür aber 14 Kilometer lang. Attacken bieten sich im sieben Prozent steilen Mittelteil an, ansonsten könnten hügelfeste Klassikerspezialisten wie Greg Van Avermaet (AG2R Citroen), Jakob Fuglsang (Astana), Rui Costa (UAE Team Emirates) oder Xandro Meurisse (Alpecin - Fenix) ihr Glück auf dem sechs Prozent steilen Schlusskilometer probieren.

Auch das zweite Teilstück, das über 169 Kilometer rund um Fayence führt, dürfte nichts für Sprinter sein. Die letzten 1200 Meter führen mit knapp zehn Prozent bergauf, so dass auch hier Fahrer wie Van Avermaet, Fuglsang oder Daryl Impey (Israel Start-up Nation) sich in Szene setzen werden. "Wir fahren auf Etappensieg und an der Mur de Fayence könnte für mich etwas gehen. Diese Etappe habe ich mir rot markiert", sagte etwa Gaudu.

Das Schwerste kommt zum Schluss

Die größte Herausforderung gilt es am letzten Tag zu bewältigen. Das Teilstück rund um Blaussac ist zwar nur 136 Kilometer lang, dafür aber warten gleich drei Anstiege der 1. Kategorie auf die Fahrer. Vor allem am Col de la Madone d Gorbio knapp 30 Kilometer vor dem Ziel dürfte es zu Attacken kommen, ist der Anstieg doch 11,2 Kilometer lang und im Schnitt fast sieben Prozent steil.

Hier werden die Kapitäne wie Giulio Ciccone, Bauke Mollema (beide Trek - Segafredo), Pierre Latour (Total Direct Energie), Gaudu, Dan Martin oder Michael Woods (beide Israel Start-Up Nation) in Aktion treten und um die Gesamtwertung kämpfen. Für die kommt auch das Ineos-Duo Pavel Sivakov und Rohan Dennis in Frage - neben Hart und Thomas die beiden anderen Trümpfe des britischen Teams.

"Es ist ein kleines, aber hartes Rennen. Hier kann man seine Form mit Blick auf die Frühjahrsrennen testen. Es wird hier keine Möglichkeit geben, sich zu verstecken. Mit all den Höhenmetern wird es eine schöne Herausforderung", passte Simon Clarke (Qhubeka Assos) die Rundfahrt passend zusammen.

Dieser Herausforderung stellen wird sich auch Marco Brenner (DSM), der in den französischen Seealpen sein Debüt bei den Profis geben wird. Das Terrain müsste dem 18-jährigen Augsburger liegen, allerdings wird es für Brenner in erster Linie darum gehen, sich im Weltklassefeld zu behaupten und Erfahrungen zu sammeln.

Das Wetter wird  wohl nur wenig Einfluss auf den Rennausgang haben. Die Meteorologen haben für alle drei Tage Sonnenschein gemeldet.



 

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