Ein schwerer E3-Tag rund um Harelbeke

Gogl: “Die letzten 30 Kilometer waren die Hölle“

Von Peter Maurer aus Harelbeke

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Michael Gogl (Alpecin - Fenix) wurde Vierzehnter der E3 Classic | Foto: Cor Vos

26.03.2022  |  (rsn) - Mit Rang 14 bei der E3 Saxo Bank Classic holte Michael Gogl (Alpecin - Fenix) sein bestes Karriereergebnis bei einem der großen belgischen Pflasterrennen. Der Österreicher erreichte das Ziel in Harelbeke dreieinhalb Minuten hinter dem siegreichen Jumbo-Duo Wout Van Aert und Christophe Laporte in der zweiten Verfolgergruppe.

Es war ein unglaublich harter Tag. Jumbo hat am Taaienberg das Rennen richtig eröffnet. Ich hatte dort leider nicht die beste Position und dann ging eine Lücke auf", erzählte Gogl im Ziel und sprach die erste Vorentscheidung des Tages an. Denn an einem der steilsten Abschnitte des Rennens, knapp 80 Kilometer vor dem Ziel, erhöhte Jumbo – Visma das Tempo und zerteilte das Feld völlig, so dass nurmehr sieben Fahrer an der Spitze übrigblieben. Gogl war zwar nicht dabei, profitierte aber von der Arbeit der Konkurrenz.

"Ineos hat hinten Tempo gemacht und so konnte ich am Stationsberg wieder nach vorne fahren", erinnerte sich der Wolfsegger, der dann wieder zur Spitze rund um den späteren Sieger Van Aert aufschließen konnte. Nach und nach sprangen Fahrer aus dem Feld zur Gruppe nach vorne, so dass sich wieder eine größere Gruppe bildete.

Doch schon am Paterberg folgte die Vorentscheidung, als sich Van Aert und Laporte lösen konnten. "Da haben sie eine eigene Show abgezogen. Ich dachte eigentlich, ich wäre ganz vorne, aber da waren die beiden schon über den Berg, als ich eingefahren bin", beschrieb er die Situation.

Am Kwaremont ein "richtig schlechter Moment"

Am folgenden Anstieg, als die Verfolger noch alles gaben, um das Duo wieder zu stellen, wurde es für Gogl richtig hart: "Am Kwaremont erwischte ich einen richtig schlechten Moment und dann waren die letzten 30 Kilometer die Hölle."

An der Seite von Jasper Stuyven (Trek – Segafredo) und dem Sanremo-Zweiten Anthony Turgis (TotalEnergies) ging es dann zurück nach Harelbeke, wo es bei der “Kleinen Ronde“ immerhin noch zum 14. Platz langte. "Die Form ist sehr gut, am Stationsberg konnte ich richtig tief gehen, um wieder ranzufahren, und das stimmt mich optimistisch für die nächsten Rennen", so Gogl, der wegen der Rückkehr von Kapitän Mathieu van der Poel dann aber wieder in eine Helferrolle rutschen wird. "Vorher freue ich mich jetzt aber auf drei Tage Entspannung", grinste er.

Zur so überlegen auftretenden Jumbo-Mannschaft fand Gogl abschließend auch noch ein paar Worte: "Sie waren zu viert in der ersten Gruppe und eigentlich immer in der Überzahl. Das war clever und auch sehr stark gemacht."

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