Vingegaard soll für Jumbo Gelb verteidigen

Kann Pogacar wie 2020 das Unmögliche schaffen?

Von Joachim Logisch aus Rocamadour

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Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) | Foto: Cor Vos

23.07.2022  |  (rsn) - Wieder steht ein Zeitfahren als vorletzte Etappe der Tour de France auf dem Programm. Und wieder hat Jumbo – Visma das Gelbe Trikot und Tadej Pogacar ist Zweiter der Gesamtwertung! Kommt es zum Déjà-vu und der Slowene fährt sich wieder wie 2020 auf Platz 1?

Damals lag Spitzenreiter Primoz Roglic 57 Sekunden vor dem Tour-Debütanten, der das Zeitfahren von Lure hinauf zur Planche des Belles Filles nach einer entfesselten Fahrt mit 1:56 Minuten Vorsprung vor seinem Landsmann gewann, der damals nur Fünfter wurde und die Tour noch mit 59 Sekunden Rückstand verlor.

Auch wenn die Voraussetzungen zum Finale der 109. Tour ganz andere sind, kann sich Jumbo - Visma natürlich nicht sicher sein. Der Mann in Gelb heißt diesmal Jonas Vingegaard und führt mit dem komfortablen Vorsprung von 3:26 Minuten auf Pogacar. Anders konzipiert ist auch die Etappe, die über flaches Terrain führt und nicht mit einem steilen Anstieg endet. Aber das Zeitfahren ist 40 Kilometer lang und lässt viel Spielraum für Vorfälle, die man nicht vorhersehen kann.

Der Titelverteidiger hat Vingegaard zwar nach der Bergankunft in Hautacam zum Toursieg gratuliert, aber kampflos wird der starke Zeitfahrer nicht abtreten. "Jumbo ist eine tolle Tour gefahren, ein Fehler hat für uns am Granon alles entschieden. Unser Ziel ist es, den Sport zu bewerben und das haben wir großartig gemacht. Wir sind auch eine starke Tour gefahren“, sagte Team-Manager Mauro Gianetti von UAE Emirates. Er kündigte am Freitag in Cahors aber auch an: "Morgen wird Tadej Vollgas geben. Es wird eine interessante Herausforderung werden.“

Während Pogacar als Vorletzter umd 16:58 Uhr sein Rennen beginnt, rollt Vingegaard als Gesamtführender zwei Minuten später von der Startrampe. Der Däne wird zwar kontrolliert fahren können, da er die Zwischenzeiten seines Konkurrenten kennt, aber ausruhen darf er sich trotz des komfortablen Vorsprungs nicht.

Deshalb wird Vingegaard auch konzentriert in die entscheidende vorletzte Etappe vor dem Schaulaufen in Paris gehen, wo es nicht mehr um die Gesamtwertung geht. "Die ersten zehn Kilometer sind sehr technisch. Ich werde alles geben und ich hoffe, das reicht. Ob es eine Überraschung gibt, das müsst ihr Tadej fragen", sagte der Mann im Gelbnach der 19. Etappe in Cahors.

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