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11.03.2023 | (rsn) - Nach seinen guten Leistungen zum Auftakt musste Moritz Kretschy (rad-net Oßwald) auf der Königsetappe der Istrian Spring Trophy (2.2) seinen Anstrengungen der Vortage Tribut zollen und verlor seinen zweiten Gesamtrang. Der Etappenzweite vom Freitag kam bei der Motovun-Bergankunft am Samstag 36 Sekunden hinter Tagessieger Tijmen Graat (Jumbo - Visma Development) auf Rang 22 ins Ziel. In der Gesamtwertung liegt er bei 37 Sekunden Rückstand auf Graat auf Rang zehn.
"Moritz hat noch die harten Strapazen von gestern gespürt und heute entsprechend keinen ganz so guten Tag gehabt. Am letzten Anstieg war er bis drei Kilometer vor dem Ziel dabei, hat dann aber Krämpfe bekommen", erklärte Steffen Uslar, der Sportliche Leiter von rad-net Oßwald, gegenüber radsport-news.com
Wie bereits am Vortag konnte Uslar einen seiner Fahrer in die Ausreißergruppe des Tages schicken. Nach Philipp Gebhardt am Freitag schaffte es dieses Mal Moritz Czase nach vorne. "Er war von Kilometer 30 bis Kilometer 110 vorne und hat uns gut vertreten", lobte Uslar seinen Schützling.
Aufwärtstrend bei P&S Benotti - Wackernagel: "Haben ein geiles Team"
Einen deutlichen Aufwärtstrend gegenüber dem Vortag hatte P&S Benotti zu vermelden. U23-Meister Jannis Peter hielt bis tief ins Finale der 173 Kilometer langen Etappe mit den Besten mit und überquerte als Zehnter den Zielstrich. Zum Tagessieger fehlten ihm 18 Sekunden.
"Heute konnten wir was mit nach Hause nehmen. Jannis ist den Anstieg richtig gut hochgefahren. Für ihn war es ein guter Test und er konnte seinen Zeitverlust von gestern wieder gerade bügeln", sagte Teamchef Lars Wackernagel zu radsport-news.com.
Peter selbst gab das Lob direkt an seine Mannschaftskollegen weiter: "Die Jungs haben mich den ganzen Tag perfekt aus dem Wind gehalten und ich musste nie ein sinnloses Korn auf die Straße werfen." Besonders Tobias Nolde hob er gegenüber radsport-news.com hervor. "Er hat einen grandiosen Job gemacht. Ich bin jede Abfahrt und jeden kleineren Anstieg, bevor es richtig losging, mit ihm direkt vor mir an erster und zweiter Stelle gefahren. Da musste man nur lenken und sich verpflegen", erklärte Peter, der über den ersten langen Berg keine Probleme hatte und unter den besten Zehn über die Kuppe fuhr.
Da auf der Abfahrt Dominik Röber und Luke Wilk noch zurückkamen, konnten diese nochmals gute Arbeit für ihren Kapitän verrichten und diesen auf Position sechs in die Schlusssteigung bringen. "Dort konnte ich gut das Tempo an der Spitze halten. Nach gestern war es ein guter Tag für den Kopf. Schade, dass ich am Vortag etwas Zeit verloren habe", so Peter, der am Freitag eine Minute hinter der ersten Gruppe ins Ziel gekommen war.
Angesichts der starken Mannschaftsleistung sprach Teamchef Wackernagel von einem "geilen Team. Die Jungs haben das super gemacht", schloss er.
Santic - Wibatech: Pekala verpasste ganz knapp die Top Ten
Direkt hinter Peter fuhr mit Piotr Pekala der beste Fahrer vom Passauer Rennstall Santic - Wibatech als Elfter über den Zielstrich. Sein polnischer Teamkollege Szymon Tracz wurde mit 42 Sekunden Rückstand als 23. gewertet.
"Der Plan war es, Szymon und mich in einer guten Position zu den letzten beiden Anstiegen zu bringen. Bartlomiej Proc hat alle gefährlichen Gruppen für uns kontrolliert und schließlich ging eine kleine Gruppe, mit der wir leben konnten. Meine Teamkollegen haben einen super Job gemacht und haben uns sehr gut zu den entscheidenden Stellen gebracht. Nach dem ersten Split im Feld hatten wir immer noch vier Fahrer vorne und haben dann bis ins Ziel alles gegeben, was wir hatten", meinte Pekala zu radsport-news.com.
Saris Rouvy Sauerland: Fokus auf die Schlussetappe gerichtet
Das vierte deutsche Team am Start, Saris Rouvy Sauerland, konnte im Gegensatz zum Vortag keinen Fahrer im Vorderfeld platzieren. Bei der anspruchsvollen Bergankunft, die teilweise auch über Kopfsteinpflaster führte, war Lennart Voege mit 1:50 Minuten Rückstand auf Platz 57 bester Akteur der Sauerländer.
"Wir haben uns darauf konzentriert, uns bis zu dem Berg 35 Kilometer vor dem Ziel relativ ruhig zu verhalten. Wir fuhren mit nahezu geschlossenem Feld in den Berg rein und dort ist alles auseinandergeflogen", berichtete Wolfgang Oschwald, der Sportliche Leiter des Teams, gegenüber radsport-news.com.
Im Anstieg fielen Jonathan Rottmann und Yago Aguirre zurück, während sich vorne noch Jan-Marc Temmen, Voege und Silas Köch halten konnten. Im Schlussanstieg hatte das Trio schließlich auch zu kämpfen und kam im Mittelfeld ins Ziel. "Morgen steht noch einmal eine flachere Etappe an, die wohl im Sprint enden wird. Da wollen wir nochmal alles für Johnny Rottmann bereitstellen", schloss Oschwald.
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