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02.04.2025 | (rsn) – Zehn Jahre nach seinem Sieg bei Dwars door Vlaanderen und am 28. Geburtstag seines vor sechs Jahren tödlich verunglückten Teamkollegen Bjorg Lambrecht macht sich am Mittwoch Ex-Profi Jelle Wallays auf den Weg zu einer 100 Tage und 15.000 Kilometer langen Europa-Umrundung. Der 35-jährige Belgier will mit seinem Abenteuer Geld für die belgische Krebsstiftung 'Kom op tegen Kanker' sammeln und damit seinem an eben jener Krankheit gestorbenen Onkel Luc Wallays gedenken.
"Er war es, der mich damals aufs Rad gesetzt hat. Ich bin sehr dankbar, dass er das getan hat und ich dank ihm vor 15 Jahren Profi werden konnte. Gleichzeitig war es auch sein Traum, dass ich eine 15-jährige Profikarriere haben würde", erklärte Wallays radsport-news.com vor dem Start von Dwars door Vlaanderen in seinem Heimatort Roeselare. Zwar habe er es nicht ganz zu 15 Profijahren geschafft, da Wallays seine Karriere Ende 2023 beendete. "Aber das hier wäre mein 15. Profijahr gewesen und deshalb mache ich jetzt diesen Trip."
Los geht es mit dem Startschuss von Dwars door Vlaanderen in Roeselare, doch während sich das Profi-Peloton dann kreuz und quer durch die Hügel der flämischen Ardennen bewegt, macht sich Wallays auf an die Küste. "Bis Italien fahre ich die euorpäische Küstenlinie entlang", erklärte er. Dabei gibt es einen ersten Abstecher in den spanischen Wallfahrtsort Santiago de Compostela und schließlich in Italien ins Aosta-Tal. "Weil mein Onkel damals dort die Aosta-Rundfahrt gewonnen hat", so Wallays.
Das Rad von Jelle Wallays für seinen Trip entlang Europas Küste. | Foto: Peter Maurer
In Italien will er auch den Passo del Bocco und damit den Unfallort des dort am 9. Mai 2011 beim Giro d'Italia tödlich verunglückten Wouter Weylandt besuchen – genau wie später auf seiner Reise in Polen die Stelle, an der sein damaliger Teamkollege Bjorg Lambrecht am 5. August 2019 sein Leben verlor.
Zwischen Italien und Polen geht es für Wallays noch durch Slowenien, Kroatien und Albanien bis hinunter nach Griechenland immer am Mittelmeer entlang, bevor sein grober Streckenplan dann im Landesinnern nach Norden führt und er an der Ostsee wieder die Küstenlinie erreichen will. Ganz genau durchgeplant ist die Strecke dabei, so erklärte er RSN, aber noch nicht.
"Wenn man mit Krebs diagnostiziert wird, steht man vor dem Ungewissen. Man weiß nicht, was mit einem passiert“, erzählte der Belgier und zog seinen Vergleich zwischen der tödlichen Krankheit und seinem Lieblingssport. Denn schwere Verletzungen stellen die Sportler auch immer vor eine ungewisse Zukunft, schließlich steht immer ein Fragezeichen hinter einer erfolgreichen Rückkehr.
“Das ist die Geschichte, die ich erzählen will und gleichzeitig möchte ich aufzeigen, dass Familien, die mit einer Krebsdiagnose konfrontiert sind, immer Hoffnung haben und für diese kämpfen müssen“, so Wallays, der mit seiner Fahrt, die er sich übrigens selbst finanziert, auch Spenden für die Forschung sammelt. Jeder Beitrag, der über seine Website eingeht, kommt seiner Aktion “Kom op tegen Kanker“ (Steh auf gegen Krebs) zugute.
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