Nach neun Top-Ten-Resultaten in Siena

Niewiadoma mit Klösers Hilfe zum ersten Strade-Sieg?

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Kasia Niewiadoma-Phinney (Canyon – SRAM – zondacrypto) scheid bei Strade Bianche 2025 aus. Diesmal soll der Sieg her. | Foto: Cor Vos

06.03.2026  |  (rsn) – Kasia Niewiadoma-Phinney (Canyon – SRAM – zondacrypto) kann eine imponierende Strade-Bianche-Bilanz vorweisen. Die Polin nahm an sämtlichen elf bisherigen Austragungen des toskanischen Schotterrennens teil, neunmal erreichte sie das Ziel in Siena – und immer reichte es für die Top Ten. Doch auf einen Sieg auf der Piazza del Campo wartet die 31-Jährige noch immer.

Von 2016 bis 2019 landete Niewiadoma-Phinney dreimal in Serie auf dem zweiten Platz, im Coronajahr 2020 kam noch ein dritter Rang dazu – doch zum obersten Platz auf dem Treppchen fehlte immer das letzte Quäntchen. Im letzten Jahr etwa musste  Canyon – SRAM durch Reifenpannen, Radwechsel und mehrere Stürze wegstecken, die Toursiegerin von 2024 musste nach ihrem zweiten Sturz das Rennen vorzeitig beenden.

Bei der 12. Ausgabe der Strade Bianche nun startet Niewiadoma-Phinney einen weiteren Anlauf und geht ehrgeizig wie eh‘ und je ins Rennen. “Die Strade Bianche endlich zu gewinnen, würde mir unglaublich viel bedeuten! Es ist eine extrem lange Reise, diesen Traum zu verfolgen, und ich sage oft: ‘Wenn ich dieses Rennen gewinne, werde ich mit meiner Radsportkarriere fast rundum zufrieden sein‘“, sagte die Polnische Meisterin in einer Pressemitteilung ihres Teams, das Ihr in der Toskana eine erfahrene Gravel-Spezialistin zur Seite stellt.

Rosa Klöser feierte im vergangenen Jahr nicht weniger als acht Siege bei Gravelrennen, auf der Straße kam die 29-Jährige nur auf neun Renntage, einen davon absolvierte sie beim Paris-Roubaix Femmes, das sie auf Platz 31 beendete. Nun startet Klöser erstmals bei der Strade Bianche, das in diesem Jahr auf elf Sektoren insgesamt 33 Gravel-Kilometer aufweist.

“Es ist definitiv eines dieser Rennen, das viele Fahrerinnen einmal fahren möchten, und für mich gehörte es zu den drei Rennen, die ich unbedingt einmal bestreiten wollte“, sagte die Unbound-Siegerin von 2024, die in dieser Saison erst ein Rennen bestritten hat, ebenfalls auf Schotter: In Spanien belegte sie beim Santa Vall den zweiten Platz.

Auch in Siena ein Duell mit Vollering?

In der Toskana ist Klöser “bereit, vom Start weg ordentlich Gas zu geben. Denn obwohl Strade fast immer aus der Gruppe der Favoritinnen heraus gewonnen wird, muss man die erste Hälfte des Rennens gut überstehen, dort mitfahren und für deine Leaderin da sein“, erklärte sie und fügte an: “Dafür muss man meiner Meinung nach den Mut haben, aggressiv zu fahren und frühzeitig die Führung zu übernehmen, anstatt sich zurückzulehnen und zu viel Energie zu sparen. Ich denke, das ist definitiv eine meiner Stärken", betonte die Deutsche.

Neben Niewiadoma-Phinney und Klöser bringt Canyon – SRAM, das in dieser Saison noch ohne Sieg ist, Neve Bradbury, Nastya Kolesava, Soraya Paladin und Cecilie Uttrup Ludwig in Siena an den Start. Niewiadoma-Phinney selber kann einen gelungen Start in ihr 13. Jahr bei den Profis vorweisen. Bei der UAE Tour reichte es zum fünften Gesamtrang, beim Omloop Nieuwsblad musste sie sich im Sprintduell Demi Vollering (FDJ United – Suez) geschlagen geben. Bei der Strade zählt die Vorjahressiegerin auch wieder zu ihren größten Gegnerinnen.

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