--> -->

07.03.2026 | (rsn) – Für Marianne Vos und Pauline Ferrand-Prévot war es der erste Einsatz in der noch jungen Saison – mehr Gemeinsamkeiten gab es aber auch nicht bei der 12. Austragung der Strade Bianche (1.WWT) zwischen den Leaderinnen von Visma – Lease a Bike. Toursiegerin Ferrand-Prévot musste sich im letzten Renndrittel der FDJ-Übermacht an diesem Tag beugen. Nicht mangels Konkurrenzfähigkeit, sondern aufgrund eines technischen Defekts.
“Ich weiß nicht genau, was mit meiner Kette passiert ist, aber sie war komplett blockiert“, suchte die Französin gegenüber Eurosport immer noch nach den Ursachen, warum sie 42 Kilometer vor dem Ziel die Spitzengruppe hatte ziehen lassen müssen. “So konnte ich nichts anderes tun, als auf das Teamauto zu warten. Ich wechselte das Fahrrad und versuchte zurückzukommen. Ich folgte der Gruppe vor mir, aber plötzlich waren wir auf dem falschen Weg. Ich weiß immer noch nicht, wieso das passieren konnte“, so die 34-Jährige weiter zu der skurrilen Situation, als ihre Gruppe in der Verfolgung falsch geleitet wurde.
Zu diesem Zeitpunkt konnte ihre um vier Jahre ältere Teamkollegin Vos noch vom ersten Sieg bei der Strade Bianche träumen. “Das war ein besonderes Rennen“, sagte Vos, die sich bis zum finalen Kilometer in der achtköpfigen Führungsgruppe befand, hinterher zu Wielerflits. “Da Pauline und Femke falsch geleitet wurden, war ich im Finale in keiner idealen Situation“, analysierte die dreimalige Straßenweltmeisterin im Nachgang das Rennen, in dem sie bis zum ansteigenden Schlusskilometer vorne mitmischte.
“Dann hatte ich gegen Ende das Gefühl, dass in den Beinen nicht mehr viel übrig war. Natürlich hofft man immer, dass man sich vor dem letzten Anstieg doch noch erholt, aber die Mauer in Siena lügt nicht“, beschrieb sie die letzten Meter des toskanischen Klassikers hinauf in die Altstadt.
So müssen die Visma-Kapitäninnen weiter auf ihren jeweils ersten Sieg bei der Strade Bianche hoffen.