RSNplusAuch beim Tirreno als Tudor-Helfer unterwegs

Wilksch: “Das Team und ich haben große Fortschritte gemacht“

Von Tom Mustroph aus Camerino und Matthias Seng

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Hatte trotz schlechtem Wetter bei Tirreno-Ariatico gut lachen: Hannes Wilksch (Tudor) | Foto: Cor Vos

15.03.2026  |  (rsn) – Hannes Wilksch absolviert in Italien sein bereits zweites WorldTour-Etappenrennen dieser Saison. Wie schon bei der UAE Tour, so stellt sich der gebürtige Straußberger auch bei Tirreno-Adriatico (2.UWT) in den Dienst seiner Kapitäne. War der 24-Jährige in den Vereinigten Arabischen Emiraten jedoch bei Sonne und Hitze unterwegs, so sind die Bedingungen beim “Rennen zwischen den zwei Meeren“ teils deutlich unangenehmer.

“Es waren lange Tage hier, das Wetter war auch nicht immer super, ich war auch gesundheitlich etwas angeschlagen seit Strade Bianche, es wird langsam besser“, berichtete Wilksch vor dem Start der 6. Etappe in San Severino Marche unter wieder blauem Himmel im Gespräch mit RSN, in dem er sich auch zuversichtlich zu den Aussichten für den Tag äußerte, der die Vorentscheidung im Gesamtklassement bringen sollte. ___STEADY_PAYWALL___

“Die Stimmung im Team ist sehr gut, (Michael) Storer liegt noch ganz gut im GC, wir hoffen, dass er noch ein Stück nach vorne kommen kann“, so Wilksch. Ganz so gut wie erhofft lief es für den Tudor-Kapitän dann auf der Königsetappe aber nicht: Storer erreichte das Ziel an der Bergankunft in Camerino auf Rang 13 mit 52 Sekunden Rückstand auf den erneut überragenden Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG), der nach zwei zweiten Plätzen seinen ersten Tagessieg feierte und seine Führung gegenüber Giulio Pellizzari (Red Bull – Bora – hansgrohe) auf 42 Sekunden ausbaute.

Im Auftaktzeitfahren des Tirreno-Adriatico war Hannes Wilksch (Tudor) am Tyrrhenischen Meer noch bei Sonnschein unterwegs. | Foto: Cor Vos

Wilksch selber sparte nach verrichteter Arbeit Kräfte und kam mehr als 22 Minuten nach Del Toro ins Ziel. “Die Müdigkeit ist schon groß, man bekommt auch wenig Schlaf. Man muss früh aus dem Hotel raus, vor elf, zwölf kommt man nicht zum Schlafen – das zieht man schon mit sich, dazu die langen Tage mit schlechtem Wetter, das spürt man schon“, hatte er am Vormittag noch erklärt.

Tatsächlich bewegten sich die drei Etappen nach dem Auftaktzeitfahren teils deutlich jenseits der 200-Kilometer-Marke. Und auch die 188 Kilometer über vier kategorisierte Anstiege, einer davon zur Ehrenkategorie zählend, forderten am Samstag ihren Tribut.

Deutlich leichter dürfte es den Profis auf der Schlussetappe fallen, die in ihrem ersten Teil zwar noch zwei Anstiege aufweist, nach der Abfahrt von der letzten Bergwertung dieses 61. Tirreno-Adriatico rund 75 Kilometer über brettebenes Terrain ins Ziel geht. Für Storer stehen also die Chancen schlecht, von seinem 14. Platz im Klassement noch weiter vorzurücken.

In der Folge sahen sich die Profis wechselhafteren Bedingungen ausgesetzt und hatten auf den langen Etappen auch mit Regen und Kälte zu kämpfen. | Foto: Cor Vos

Vielleicht nimmt dafür Julian Alaphilippe die beiden frühen Anstiege nochmals zum Anlass, in die Offensive zu gehen. Der Franzose stellt in der Gesamtwertung keine Gefahr mehr für Del Toro und die anderen Podiumskandidaten dar und wartet noch auf seinen ersten Saisonsieg.

Nicht nur in sportlicher Hinsicht sei der zweimalige Weltmeister für Tudor wichtig, so Wilksch. “Er ist ein super Typ, sehr wichtig für die Stimmung im Team, er ist am Boden geblieben. Ich habe auch neben dem Rad eine gute Connection mit ihm“, sagte er über den 34-jährigen Franzosen, der seit 2025 sein Teamkollege ist – genau wie Marc Hirschi und seit diesem Jahr auch die Routiniers Stefan Küng, Will Barta und Luca Mozzato, die dem Schweizer Zweitdivisionär noch mehr Schlagkraft verleihen sollen.

“Das Team hat enorm große Fortschritte gemacht und ich auch, ich hoffe, es geht so weiter“, sagte Wilksch, der im August 2023 von der U23-Tudor-Mannschaft ins Profiteam aufstieg und aktuell neben Marco Brenner, Florian Stork und Marius Mayrhofer der vierte Deutsche im 30-köpfigen Aufgebot ist.

Teamkollege Julian Alaphilippe ist nach wie vor bei den Fans hochgeschätzt – und auch Wilksch fand nur lobende Worte über den zweimaligen Weltmeister. | Foto: Cor Vos

 

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