Ineos-Neuzugang Zweiter zum Abschluss

Welsfords Aufwärtstrend setzte sich auch beim Tirreno fort

Von Christoph Matt

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Sam Welsford (Ineos Grenadiers, re.) wurde Zweiter der Schlussetappe von Tirreno-Adriatico. | Foto: Cor Vos

15.03.2026  |  (rsn) - Die letzten beiden Jahre von Sam Welsford verliefen nach ganz ähnlichem Muster. Nach einem starken Start bei der Tour Down Under (2.UWT), bei der er jeweils drei Etappensiege einfuhr, wurde es im weiteren Saisonverlauf ruhig um den Australier. Auf WorldTour-Niveau konnte Welsford außerhalb seiner Heimat kein Podium einfahren. 2024 gewann er jedoch Gold in der Mannschaftsverfolgung bei den Olympischen Spielen in Paris.

Ende 2025 wechselte Welsford von Red Bull - Bora - hansgrohe zu Ineos Grenadiers. Im neuen Team läuft es für den 30-Jährigen auch auf der Straße wieder besser. Nach den obligatorischen Siegen in Australien - einer davon bei der Tour Down Under - fuhr er bei der UAE Tour (2.UWT) als Dritter der Schlussetappe über die Ziellinie. Bei der heutigen letzten Etappe von Tirreno-Adriatico (2. UWT) landete er auf Rang zwei - nur knapp hinter Jonathan Milan (Lidl - Trek).

"Das war ein verrücktes Finale, viele Stürze. Vielleicht habe ich vorne etwas zu lange gewartet. Auf den letzten Runden war es richtig hektisch, ich habe mich heute aber wirklich gut gefühlt“, resümierte Welsford im Ziel in San Benedetto del Tronto, wo er eine saubere Linie fuhr und Laurenz Rex (Soudal - Quick Step) und Odet Kogut (NSN) auf die Plätze drei und vier verwies

Die vermutlich stärkere Konkurrenz fehlte jedoch: Paul Magnier (Soudal - Quick Step) und Jasper Philipsen (Alpecin - Premier Tech) waren 2,7 Kilometer vor dem Ziel bei einem Sturz zu Fall gekommen, bei dem es auch fast Welsford erwischt hätte. "Wenn vier Fahrer um denselben Meter Straße kämpfen, passiert so etwas einfach. Es war wirklich knapp bei mir. Zum Glück ist mir nichts passiert. Hoffentlich geht es allen gut, die gestürzt sind. Am letzten Tag eines Rennens will man so etwas wirklich nicht sehen“, kommentierte er den Zwischenfall.

Fettes Ausrufezeichen von Ganna

Besonders lobte Welsford seinen Teamkollegen Filippo Ganna: "Pippo hat einen unglaublichen Job gemacht, eigentlich haben alle Jungs einen fantastischen Job gemacht. Sie haben super für mich gearbeitet. Deshalb bin ich ein bisschen enttäuscht über den zweiten Platz – man will immer ganz oben stehen. Aber es sind gute Zeichen für das, was noch kommt", so der 30-Jährige.

Der gleichaltrige Ganna, Gewinner des Tirreno-Auftaktzeitfahrens, glänzte auch am letzten Tag. Mit einer langen Führung auf dem letzten Kilometer schloss er die Lücke zum vorher enteilten Jonas Abrahamsen (UnoX - Mobility) und brachte seinen Sprinter auf die letzten 300 Meter, ehe Welsford dann antrat. Mit seinem Auftritt zeigte Ganna zudem, dass er wie etwa auch Vorjahressieger Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech) bereit für Mailand -Sanremo ist.

Das weitere Rennprogramm von Welsford steht noch nicht fest. Er scheint sich bei seinem neuen Team aber sichtlich wohl zu fühlen, vielleicht reicht es demnächst auch zum ersten World-Tour-Sieg außerhalb Australiens.

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