--> -->

17.03.2026 | (rsn) - Die deutschen Kontinental-Teams blicken auf eine höchst erfolgreiche zwölfte Kalenderwoche zurück. Besonders bei den mehrtägigen Rundfahrten in der Türkei und Griechenland wurden deutliche Ausrufezeichen gesetzt. Während Johannes Adamietz (Rembe - rad-net) bei der Tour of Antalya (2.2) nur knapp das Podium verpasste, sicherte sich Valentin Fausto Penna (Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur) auf Rhodos das Bergtrikot.
Bei der Tour of Antalya (2.2) präsentierte sich Rembe - rad-net über vier Tage hinweg auf Augenhöhe mit der internationalen Konkurrenz. Johannes Adamietz beendete die Rundfahrt auf einem hervorragenden vierten Gesamtrang, nachdem er bereits auf der Königsetappe zur Bergankunft auf 2.000 Metern Höhe als Vierter überzeugt hatte.
"Johannes lieferte dort eine perfekte Leistung ab“, lobte der Sportliche Leiter Dirk Schlosser gegenüber RSN den ehemaligen Lotto-Profi. "Gegen die drei Südamerikaner, die noch einmal etliches leichter waren, konnte er am Ende zwar nicht ganz dagegenhalten, aber er war bärenstark.“
Neben Adamietz schaffte auch Mauro Brenner als Gesamtneunter den Sprung in die Top Ten, während Miguel Heidemann die Rundfahrt auf Rang zwölf abschloss. In der Mannschaftswertung belegte die deutsche Equipe den zweiten Rang – lediglich geschlagen von der Development-Mannschaft von Soudal - Quick-Step. "Wir waren in allen Etappen eine der aktivsten Mannschaften, sehr präsent und aufmerksam“, bilanzierte Schlosser zufrieden. In den Sprints klopfte Jermaine Zemke mit den Plätzen sechs und zehn ebenfalls an die Tür zum Podium.
Auch das Team Bike Aid mischte in den Sprints kräftig mit: Der Lette Kristins Belohvosciks sprintete gleich dreimal in die Top Ten und belegte die Plätze fünf, fünf und neun. Der Youngster Zemke verglich die knappen Ergebnisse gegenüber RSN humorvoll mit dem Fußball: "Wir haben bei den ersten Etappen Latte und Pfosten getroffen, wir hätten den Ball nur noch reinmachen müssen.“
Parallel dazu kämpfte Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur bei der Tour of Rhodes (2.2) nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern auch gegen widrige Umstände. Ein Magen-Darm-Virus grassierte im Feld und zwang zahlreiche Fahrer zur Aufgabe. "Wir blieben zum Glück verschont, weil wir quasi selber für uns gekocht und gesorgt haben“, verriet der Sportliche Leiter Torsten Schmidt gegenüber RSN. Einziger Wermutstropfen war der frühe Ausfall von Ben Jochum, der nach einem Sturz auf der 1. Etappe ausscheiden musste.
Auf dem Team heraus ragte der 22-jährige Penna heraus, der sich in beindruckender Manier das Bergtrikot sicherte. "Fausto zeigte eine extrem offensive Fahrweise und setzte sich gegen starke Konkurrenz durch“, erklärte Schmidt. In der Gesamtwertung belegte Arno Wallenborn als bester Lotto-Kern-Haus-Fahrer den zwölften Rang, Silas Koech ersprintete zum Auftakt einen sechsten Platz. Besonders stolz war der Sportliche Leiter auf den zweiten Platz in der Mannschaftswertung: "Wenn man sieht, dass wir WorldTour-Development-Teams hinter uns gelassen haben, ist das eintolles Ausrufezeichen", so Schmidt
In Italien feierte das Team MaxSolar - Raymon bei der Popolarissima (1.2) seinen Saisoneinstand. Das traditionsreiche Rennen in Treviso wurde jedoch von Regen und zahlreichen Stürzen beeinflusst. "Zwei Kilometer vor dem Ziel gab es einen massiven Crash, durch den unsere Jungs nicht mehr ins Finale eingreifen konnten“, berichtete Teamchef Heinz Kargl gegenüber RSN.
Zuvor hatten bereits zwei Defekte und zwei Stürze die Popolarissima erschwert. Dennoch zeigte sich Kargl mit dem Auftakt zufrieden: "Sechs Mann kamen durch, die Form stimmte für die kommenden Aufgaben in Slowenien.“ Bester MaxSolar-Fahrer war der Spanier Ricard Fito auf Platz 22.