KT-Roundup der vergangenen Woche

Benotti & Rembe – rad-net women: Sturzpech zum Saisoneinstieg

Von Judith Krahl

Foto zu dem Text "Benotti & Rembe – rad-net women: Sturzpech zum Saisoneinstieg"
Pech am ersten Tag: Calvin Dik (Benotti-Bertold) stürzte in der Ausreißergruppe und konnte das Rennen nicht beenden. | Foto: Mario Stiehl/ Benotti-Berthold

24.03.2026  |  (rsn) - Für mehrere deutsche Teams markierten die Rennen am Wochenende den Auftakt in die Straßensaison. Benotti - Berthold, Run & Race Solarpur und das neu formierte Rembe – rad-net women absolvierten ihre ersten internationalen Einsätze, die von schwierigen Bedingungen und zahlreichen Stürzen geprägt waren.

Der GP Slovenian Istria (1.2) präsentierte sich in diesem Jahr als besonders hektisches und sturzreiches Rennen. Auf der "umgedrehten" Rundstrecke von Izola sorgte spiegelglatter Asphalt für zahlreiche Zwischenfälle und prägte den gesamten Rennverlauf.

Für Benotti - Berthold begann das Rennen vielversprechend, wie Lars Wackernagel gegenüber RSN schilderte: "Dieses Jahr mal etwas anders, nur mit Training hier her. Schwerer Kurs. Wir hatten mit Calvin direkt jemanden in der 7-Mann Spitzengruppe." Doch die Hoffnung auf ein starkes Ergebnis wurde früh gebremst. "Leider stürzt er dann an einer Stelle, wo später auch in jeder Runde Fahrer gestürzt sind. Ihn hat es auch ganz schön zerlegt. Die Straße dort war wohl unfassbar glatt", berichtete Wackernagel.

Dik und Luke Meyer-Eland (MaxSolar – Raymon) prägten die Gruppe des Tages in Slovenien. | Foto: Mario Stiehl/ Benotti-Berthold

 

Auch dahinter blieb es extrem hart. "Das Rennen wurde von Bahrain und den großen Devo-Teams bestimmt." Weitere Zwischenfälle blieben nicht aus: "Dann hat es leider noch den Tim Kößler in der Abfahrt erwischt, er konnte zum Glück direkt weiterfahren. Nach massiver Tempo-Verschärfung von Bahrain hatten wir noch zwei Leute in der Gruppe, Patrick Reißig konnte im Finale aber auch nicht viel machen", so Wackernagel. Insgesamt fiel das Fazit dennoch positiv aus: "Wir sind trotzdem nicht unzufrieden. Das sind keine leichte Rennen hier."

Krankheitsbedingt dezimiert an den Start ging Run & Race - Solarpur. "In Runde drei wurde das Tempo am Berg massiv angezogen. Nicola Schleuninger und ich konnten und in der ersten Gruppe behaupten. Im Finale versuchte ich Nicola in Position zu bringen, was durch Krämpfe und nach 2000 Höhenmeter erschwert wurde", beschrieb Luis Strasser das Geschehen. Am Ende kam Schleuninger auf dem 27. und Strasser auf dem 29. Rang ins Ziel. "Nicola und ich sind sehr zufrieden – für mich persönlich eine der besten U-23 Leistungen bisher und das direkt zum Saisonstart", lautete das persönliche Fazit Strassers.

Tirol KTM mit Podium, MaxSolar-Raymon in Top-15

Auch für Tirol KTM war Izola ein schwieriges Rennen. Der Sportliche Leiter Martin Taschler sprach von "einem hektischen Rennen mit vielen kleinen Stürzen auf dem spiegelglatten Asphalt", zumal die in umgekehrter Richtung befahrene Rundstrecke "Neuland für alle" gewesen sei. Früh verlor das Team jedoch seinen Kapitän Viggo Moore, der stürzte und das Rennen aufgeben musste. Dennoch blieb Tirol offensiv vertreten und hatte zeitweise einen Fahrer in der Ausreißergruppe.

Markant unterwegs: Run & Race - Solarpur präsentierte das neue Trikotdesign in Slovenien und Leonding. | Foto: Mario Stiehl

 

Am Ende retteten zwei verbliebene Fahrer ein starkes Resultat: Im Sprint des dezimierten Feldes "sicherte sich Novak Platz drei und Rigby, unser später Neuzugang aus Kanada, den herausragenden sechsten Platz." Entsprechend zufrieden zeigte sich Taschler: "Mit drei dritten Plätzen - Frauen und Männer in Leonding und wir in Slowenien - war es ein super Sonntag für uns!"

Für MaxSolar-Raymon verlief das Rennen deutlich kontrollierter. Teamchef Heinz Kargl berichtete: "José Maria Garcia war auf Platz 15, er war noch mit Lachlan McNabb in der Gruppe." Zudem war das Team auch in der Offensive präsent: "In der Gruppe des Tages war Luke Meyer-Eland." Entsprechend positiv fiel die Bilanz aus: "Können mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein."

Rembe – rad-net mit Achtungserfolg in Belgien

Beim hochkarätig besetzten GP Oetingen (1.Pro) konnte das neu gegründete Rembe-Frauenteam unter der Leitung von Bundestrainer André Korff einen ersten Achtungserfolg verbuchen. Selma Lantzsch kam 42 Sekunden hinter Siegerin Lorena Wiebes (SD Worx – ProTime) ins Ziel und erreichte damit Rang 21.

 "Das war schon echt hart. Durch den Regen und die nassen Straßen hat sich das Feld durch Stürze immer weiter ausgedünnt", beschrieb die 22-jährige Medizinstudentin und analysierte weiter ihre Leistung: "Ich war die ganze Zeit ganz gut dabei im ersten Drittel, bin aber auf dem letztem Kopfsteinpflasterstück zu weit hinten rein und war dann in der zweiten Gruppe."

Rembe - rad-net women absolvierte mit drei belgischen Rennen in einer Woche einen harten Rennauftakt. | Foto: Mario Stiehl/ Rembe - rad-net women

 

Dass Oetingen ihr bestes Rennen vom Dreierblock in Belgien war, lag vor allem am  Pech. Während Teamkollegin Franziska Brauße bei Nokere Koerse (1.Pro) lange das Rennen in der Ausreißergruppe mitgestaltete und sich die Bergwertung holen konnte, wurde Lantzsch Opfer der hektischen Fahrweise bei den Frühjahrsrennen. "Auf der letzten Runde bin ich auf dem Kopfsteinpflaster fast umgefahren worden und musste stehen bleiben. Danach war ich raus aus dem Feld" berichtete sie. 

Für Rembe – rad-net women kam beim Sieg von Lotte Kopecky (SD Worx – ProTime) Lisa Klein in einer der kleinen Gruppen hinter dem stark reduzierten Hauptfeld auf Rang 39 ins Ziel.

Das letzte Rennen des belgischen Blocks, die Midwest Cycling Classics (1.1), beendeten fünf der sieben Rembe-Starterinnen im Hauptfeld. Lantzsch geriet nach einem Platten beim Zurückfahren an das Feld noch in einen Sturz und schied wie Teamkollegin Aileen Schweikart aus.

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