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29.03.2026 | (rsn) – Da war kaum ein Taktieren zwischen Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) und Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) zu erkennen, nachdem sich die beiden Dauerrivalen im Finale von Middelkerke-Wevelgem (1.UWT) allein auf und davon gemacht hatten. Als van der Poel bei der letzten Überquerung des Kemmelbergs mit wenigen Tritten eine Lücke riss, konnte van Aert – wenn auch mit einiger Mühe – dem Niederländer folgen. “Ich dachte danach, wir hätten eine gute Chance vorne zu bleiben“, meinte van Aert nach Rennende gegenüber Sporza.
Demnach sei es jedoch im weiteren Verlauf ein Nachteil gewesen, dass die Mannschaft seines Kontrahenten in der Verfolgergruppe mit Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech) einen potenziellen Sieger platziert hatte. “Die Zusammenarbeit mit Mathieu war zwar gut, aber gegen Ende konnte er aufgrund dieser Konstellation etwas defensiver fahren“, ging der San-Remo-Dritte weiter ins Detail.
Dem konnte der Sieger der E3 Saxo Classic nicht wirklich widersprechen. Er schilderte die finalen 36 Kilometer nach seiner Attacke so: “Es war unser Plan, ziemlich früh im Rennen für Jasper zu fahren. Ich musste nur sicherstellen, dass ich bei den wichtigsten Attacken dabei bin, damit ich weiter Druck auf das Peloton ausüben kann", sagte van der Poel gegenüber der NOS. So sei es gar nicht sein Plan gewesen, auf Sieg zu fahren. Stattdessen habe er engen Funkkontakt mit Teamkamerad Philipsen gehabt, der sein gutes Gefühl für einen finalen Sprint betonte.
“Ich war schon einmal in einer ähnlichen Situation mit Mads Pedersen (Lidl – Trek) und war heute wie damals nicht in Bestform. ‘Deshalb spielen wir heute die Karte Jasper‘, hatten wir schon vor Rennbeginn festgelegt“, legte er die Teamtaktik offen, die offenbar von Kilometer null an feststand.“ Jetzt fahre ich nach Spanien, um noch eine weitere Woche für die Flandern-Rundfahrt gut zu trainieren. Aber das wird mit Tadej am Start nicht einfach", deutete er auf ein erneutes Kopf-an-Kopf-Duell der beiden Weltklasse-Profis hin.
Inwieweit van Aert am Ostersonntag wird mitmischen können, ließ er im Ziel noch offen. Der Belgier hatte zu diesem Zeitpunkt ganz andere Sorgen. Sein ältester Sohn sei “ziemlich enttäuscht“ und brauche Trost.