Deutsches KT-Roundup der vergangenen Woche

Koech stürmt bei Olympia´s Tour in die Top Ten

Von Arthur Lenné

Foto zu dem Text "Koech stürmt bei Olympia´s Tour in die Top Ten"
Starker Auftritt am “Col du VAM“: Silas Koech belegte auf der 4. Etappe einen hervorragenden achten Platz und schob sich so in die Top Ten der Gesamtwertung. | Foto: Felix Küsters

30.03.2026  |  (rsn) - Wind, schmale Wege und der ständige Kampf um die Positionen: Die 71. Olympia's Tour (2.2) in den Niederlanden verlangte den Fahrern in der vergangenen Woche alles ab. Allen voran Silas Koech (Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur) trotzte den widrigen Bedingungen und sicherte sich nach fünf anspruchsvollen Etappen einen starken siebten Gesamtrang. Aber auch das Team Rembe - rad-net um Routinier Roger Kluge zeigte auf den gefürchteten Windkantenabschnitten ansprechende Leistungen.

"Ein wirklich sehr, sehr starkes Ergebnis, wenn man sieht, wie dort die letzten Tage Radrennen gefahren wurde", bilanzierte Florian Monreal, Teamchef von Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur, gegenüber RSN zufrieden. Dabei stand die Top-Ten-Platzierung seines Schützlings am Schlusstag in und um Tiel noch einmal auf der Kippe. Rund 70 Kilometer vor dem Ziel war Koech in einen Massensturz verwickelt.

In der aufkommenden Hektik reagierte Joshua Huppertz blitzschnell und überließ seinem Kapitän das eigene Rad. "Das war natürlich nicht passend, weshalb wir später noch einmal zurückwechseln mussten", schilderte Monreal die brenzlige Situation. "Danach ist die ganze Mannschaft voll gefahren, um in die 19-Mann-Spitzengruppe zurückzukehren. Das haben wir gepackt." Koech erreichte das Ziel kurz hinter der ersten Gruppe und verteidigte so seinen siebten Gesamtrang, den er sich am Vortag mit einem starken achten Platz auf der Vam-Berg-Etappe erkämpft hatte.

Huppertz sprintet, Koech überzeugt im Zeitfahren

Bereits zum Auftakt der Rundfahrt untermauerte die Equipe ihre Ambitionen. Bei starkem Wind riss das Feld früh in mehrere Gruppen auseinander, wobei Huppertz den Sprung in die erste große Verfolgergruppe schaffte und auf den siebten Tagesrang sprintete. Am Tag darauf brachte sich Koech mit Rang 16 im Einzelzeitfahren bereits in Stellung für die Gesamtwertung.

Neben den Routiniers setzten auch die jüngeren Fahrer im Team Akzente. So präsentierte sich Eike Behrens auf der dritten Etappe offensiv und war Teil der Ausreißergruppe des Tages. Zwar reichte es im Finale der Spitze nur zu Platz 13, doch sein Teamchef fand lobende Worte: "Da fehlte am Ende vielleicht ein bisschen die Erfahrung, aber es war eine super Leistung von ihm, überhaupt in der entscheidenden Gruppe dabei zu sein", betonte Monreal.

Geschlossenheit als Schlüssel zum Erfolg: Das Team Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur präsentierte sich bei der Olympia's Tour als starke Einheit. | Foto: Felix Küsters

Rembe - rad-net: Vier Tage „nur auf der Kante“

Auch das Team Rembe - rad-net stellte sich den Herausforderungen der niederländischen Klassiker-Bedingungen. "Allgemein waren alle Etappen durch sehr viel Wind und enge Feldwege geprägt. Wir waren quasi vier Tage nur auf der Kante", fasste der Sportliche Leiter Fabian Peplau gegenüber RSN die Strapazen zusammen.

Für ein erstes sportliches Highlight der Mannschaft sorgte Miguel Heidemann, der im Einzelzeitfahren der zweiten Etappe über 13,4 Kilometer einen starken 13. Platz belegte. Einen versöhnlichen Abschluss feierte die Equipe dann auf der hektischen Schlussetappe. Der erfahrene Roger Kluge behauptete sich im Wind in der ersten, nur 15 Fahrer starken Gruppe und kam als 13. ins Ziel. "Wir fahren mit einem schönen Abschluss nach Hause", freute sich Peplau über die Leistung seines Routiniers.

Für die beiden deutschen Kontinental-Teams richtet sich der Fokus nach den Strapazen in den Niederlanden nun auf den heimischen Saisonstart. Am kommenden Wochenende steht am Sachsenring der Auftakt der Rad-Bundesliga auf dem Programm.

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