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14.04.2026 | (rsn) - Mit der Startnummer eins auf dem Rücken und mit dem Selbstbewusstsein des Titelverteidigers startete das Tirol - KTM Cycling Team beim prestigeträchtigen U23-Klassiker Trofeo Città di San Vendemiano (1.2U). In einem taktisch geprägten Rennen übernahm die Equipe früh die Initiative, verpasste am Ende jedoch das erhoffte Spitzenresultat.
"Es war ein besonderes Gefühl, hier als Titelverteidiger herzukommen. Das war schon richtig cool", blickte der Sportliche Leiter Martin Taschler gegenüber RSN zurück.
Das Rennen nahm bereits nach rund 20 Kilometern eine entscheidende Wendung, als ein schwerer Sturz auf schmaler Straße das Feld in zwei Teile riss. "Der zweite Teil wurde komplett blockiert. Wir waren vorne wie geplant mit zwei Jungs dabei", berichtete Taschler. Aus diesem ersten Feld heraus formierte sich schließlich die 16-köpfige Fluchtgruppe des Tages, in der die Tiroler ihre Trümpfe ausspielten. Auch der spätere Tagessieger gehörte zu dieser Gruppe. "Der Plan ging eigentlich richtig gut auf, wir hatten die Situation unter Kontrolle", so Taschler weiter.
Zur Rennhälfte leisteten die Teamkollegen im Feld perfekte Vorarbeit für ihre Kapitäne und bereiteten den Einstieg in die entscheidende Phase vor. "Wir haben einen super Lead-out in den ersten Berg gemacht und waren dort bei Kilometer 106 wie geplant zu dritt in der ersten Reihe", so Taschler. In der zweiten von fünf Finalrunden suchte schließlich Nico Ginter die Entscheidung. Der Schweizer attackierte mutig, fand jedoch keine Mitstreiter und war fortan als Solist an der Spitze unterwegs.
Trotz des Offensivgeistes reichte es nicht für den ganz großen Coup. Nachdem die Gruppe weiter auseinanderfiel, fehlten den Tirolern auf den letzten Kilometern die entscheidenden Reserven. Ginter beendete das Rennen als bester Tirol-Fahrer auf dem elften Rang. "Am Ende muss man sagen, dass uns etwas die Beine gefehlt haben. Wir haben vieles richtig gemacht, aber andere waren heute einfach stärker als wir", resümierte Taschler. Für sein Team geht es nach einer kurzen Verschnaufpause in zwei Wochen mit der Bundesliga weiter, bevor im Mai Einsätze in Belgien und Luxemburg warten.
Parallel dazu sammelte das Team Vorarlberg wichtige Rennkilometer bei der 52. Auflage der Circuit des Ardennes (2.2). In einem stark besetzten internationalen Feld präsentierte sich die Mannschaft jedoch mit gemischten Gefühlen. "Die Woche lief insgesamt eher durchwachsen", bilanzierte der Sportliche Leiter Paul Renger gegenüber RSN. Schon am ersten Tag verpassten die Vorarlberger im finalen Anstieg eine ideale Positionierung, was die Ambitionen im Gesamtklassement früh dämpfte.
An den folgenden Tagen versuchte Team Vorarlberg, dem Rennen dennoch seinen Stempel aufzudrücken. Tobias Nolde zeigte sich auf einer Etappe in der Fluchtgruppe und sammelte wertvolle Punkte für die Bergwertung. Im Massensprint der Flachetappe fuhr Kilian Feurstein auf den elften Rang und bewies damit seine Endschnelligkeit.
Philipp Hofbauer schloss die Rundfahrt schließlich als bester Vorarlberg-Fahrer auf dem 33. Gesamtrang ab. Trotz der verpassten Top-Resultate sieht Renger das Rennen als wertvolle Vorbereitung: "Es war ein sehr gutes Training für die Tour of the Alps." Für die schwere Rundfahrt durch die Alpenregion stoßen mit Colin Stüssi und Emanuel Zangerle zudem die Kapitäne wieder zum Team. "Da sind wir noch einmal um einiges besser aufgestellt und wollen aus den Fehlern der letzten Wochen lernen", blickte Renger voraus.