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15.04.2026 | (rsn) – Am 1. Mai werden die Profis beim 63. Eschborn-Frankfurt (1.UWT) auf rund 211 Kilometern mehr als 3.300 Höhenmeter bewältigen müssen. Damit machen die Streckenplaner den Parcours des hessischen Frühjahrsklassikers noch schwerer. Bei der Pressekonferenz zwei Wochen vor dem Start erklärte Fabian Wegmann, Sportlicher Leiter und zweimaliger Sieger von Eschborn–Frankfurt, im Interview mit RSN, die Idee dahinter.
Sie wollen das Rennen an die Ardennen ranrücken. Wie genau soll das geschehen?
Fabian Wegmann:“Wir haben das Profil wieder ein bisschen schwieriger gemacht. Zu meiner Zeit war der Parcours über Jahre mehr oder weniger gleich. Die Frage war, kommt eine Gruppe durch oder nicht, aber die Chance, dass eine Gruppe durchkam, war relativ hoch. Mittlerweile sind die Rennen so schnell geworden, da pokert auch keiner mehr. Früher ist mal eine Gruppe durchgegangen, weil ihr zu viel Vorsprung gegeben wurde. Das gibt es nicht mehr. Eschborn-Frankfurt hat sich dann als Sprintklassiker etabliert, obwohl es nie einer war vorher. ___STEADY_PAYWALL___
Und warum soll das nicht so bleiben?
Wegmann: “Wir müssen jetzt schauen, dass wir uns im Rennkalender etablieren und gucken, welche Fahrer wir kriegen. Wir haben diesmal 16-World-Tour-Teams, so viele wie noch nie. Wir sind jetzt auch in der 1. Liga. Die Idee ist es, das Rennen auch ähnlich schwer zu machen wie die Ardennenklassiker (die in der Woche vor Eschborn-Frankfurt stattfinden, d.Red.), damit die Fahrer sich sagen, okay, das lohnt sich auch noch für uns.
Neu dabei ist unter anderem der elf Prozent steile Burgweg…
Wegmann: “Ja, aber noch schwerer wird es vor allem, weil wir zweimal ‘von hinten‘ über den Feldberg fahren. Der Burgweg auf jeden Fall auch, denn dort fährt man nicht wie früher einen Kilometer in eine breite Straße rein, sondern es geht schon gleich eng in einer Reihe weiter. Von daher macht es das mit Sicherheit auch schwieriger.
Fabian Wegmann gewann den 1. Mai-Klassiker zweimal, hier im Deutschen Meistertrikot im Jahr 2009, als das Rennen Eschborn-Frankfurt City Loop hieß | Foto: Cor Veranstalter
Aber es bleiben immer noch die letzten flachen 35 Kilometer nach Frankfurt hinein…..
Wegmann: “Natürlich haben wir die immer noch, die werden wir auch weiterhin haben. Das einzige, was wir da noch machen könnten, wäre die Zusatzrunde wegzunehmen. Da sind dann vielleicht nochmal 10, 12 Kilometer weniger. Aber das ist ja nicht Sinn und Zweck der Sache. Das würde den Charakter verändern, auch für die Nachwuchsrennen. Die wollen ja auf derselben Strecke fahren wie die Profis. Das weiß ich ja auch von mir. Ich bin damals die gleiche Strecke wie Laurent Fignon gefahren. Auch wenn es nur die letzte Runde war, aber das hat mich unglaublich stolz gemacht. Durch diese Runde wird es auch immer eine Chance für Sprinter geben.“
Obwohl Sie keinen Sprinterklassiker möchten?
Wegmann: “Natürlich wird kein (Fahrertyp wie) Marcel Kittel mehr in Frankfurt gewinnen. Aber Vorjahressieger Michael Matthews, der kommt sehr gut den Berg hoch, oder solche Fahrer wie Matthew Brennan. Für Fahrer wie sie ist der neue Parcours mit Sicherheit sehr interessant.“
Das Streckenprofil von Eschborn-Frankfurt 2026 | Foto: Veranstalter
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