“Wird weh tun, die Rennen zu schauen“

Mit Fraktur durchs Baskenland: Healy muss auf Ardennen verzichten

Von Felix Mattis

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Ben Healy (EF Education - EasyPost) | Foto: Cor Vos

18.04.2026  |  (rsn) – Ben Healy (EF Education – EasyPost) wird weder am Sonntag beim Amstel Gold Race (1.UWT) noch bei den weiteren Ardennen-Klassikern am Start stehen. Wie sein US-amerikanischer Arbeitgeber am Freitagabend mitteilte, leidet der Ire an den Folgen einer Kreuzbeinfraktur, die er sich bei der Besichtigung des Zeitfahrkurses der Baskenland-Rundfahrt am 6. April zugezogen hatte.

Die Verletzung mache zwar keine Operation nötig und Healy ist nach dem Sturz noch die gesamte baskische Woche zu Ende gefahren, war auf drei der sechs Etappen Teil der Spitzengruppe. Doch der Profi litt unter Schmerzen und berichtete dem medizinischen Team bei EF von Steifheit im unteren Rücken. Ein MRT ergab dann "eine kleine, nicht verschobene Fraktur", heißt es in der Bekanntmachung des US-Rennstalls.

"Bens Schmerzen sind diese Woche stärker geworden, also haben wir uns für ein MRT entschieden und die Bilder haben eine nicht-verschobene Kreuzbeinfraktur gezeigt, die nicht operiert werden muss", erklärte Teamarzt Jon Greenwell. "Weil er aber nicht komfortabel auf dem Rad sitzen kann, haben wir entschieden, eine Pause einzulegen, um langfristige Komplikationen zu verhindern. Ben sollte in etwa zwei Wochen zurück auf dem Rad sein, um seine Vorbereitung auf die Tour de France zu beginnen."

Für Healy ist das ein herber Rückschlag. Schließlich waren die Ardennen-Klassiker sein erstes großes Saison-Highlight. Im vergangenen Jahr fuhr er bei Amstel Gold Race, Fleche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich jeweils in die Top 10, in Lüttich sogar wie schon 2024 erneut aufs Podium. Beim Amstel Gold Race war er 2024 bereits Zweiter.

"Es ist bitter. Ich versuche, nicht zu viel daran zu denken, aber es wird weh tun, die Ardennen-Rennen zu schauen und nicht dabei zu sein", gab Healy im Team-Statement auch zu, dass die Entscheidung zur Zwangspause für ihn nicht einfach war. Er habe bei der Baskenland-Rundfahrt sogar das Gefühl gehabt, immer besser zu werden und dass der Schaden auch nicht so schlimm sei.

Der Schmerz kam erst zu Hause so richtig

"Erst als ich nach Hause kam, begann es mir zuzusetzen. Seit ich daheim bin, war ich auch nicht mehr in der Lage, Rad zu fahren. Deshalb mussten wir herausfinden, woher der Schmerz kommt und haben den Scan gemacht. Der betroffene Knochen ist nicht von großer Bedeutung, so dass ich wieder werde Rad fahren können, sobald der Schmerz weg ist."

Healy erklärte außerdem, dass es vor allem darum ginge, nicht zu riskieren, dass er aufgrund der Schmerzen in eine Schonhaltung gehe und sich dadurch andere Verletzungen zuziehe. "Aber sobald ich keine Schmerzen mehr habe, werden wir in Richtung Tour Auvergne-Rhone-Alpes (ehemals Critérium du Dauphiné, Anm. d. Red.) und Tour schauen."

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